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 Zimmer 7 von Dawn und Hikari

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Hikari Kamikizu

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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Fr März 11, 2011 11:28 pm

Mit anderen Worten: In mir befand sich doch eine Bestie. Seufzend bemühte ich mich um ein Lächeln.
"Ich hätte es aufhalten müssen", war das Einzige, das ich meinte, denn eigentlich war es ja meine Schuld... Ich konnte schließlich nicht zulassen, dass ich mich veränderte, gegen meinen Willen denen wehtat, die ich doch eigentlich schützen wollte.
Ich dachte nach, als sie sich neben meinen Kopf setzte. Es war ein wirklich seltsames Gefühl, in ihrer Nähe.
"Das verstehe ich ja... aber warum hast du nie etwas anderes kennen lernen wollen?", wenn sie es gewollt hätte, hätte sie es doch getan, nicht?
"Du wärst normal zur Schule gegangen, würdest einen anderen Beruf tätigen, wie zum Beispiel Straßenkehrerin. Du hättest viele Freundinnen, mit denen du Eis essen gehen würdest..", eigentlich erzählte ich meiner Freundin von dem, was ich tat, oder tun wollte und fragte mich, ob auch diese Tage sich dem Ende neigten.
Als sie mir ein Pflaster auf meine Wunde drückte, zog ich scharf die Luft zwischen den Zähnen ein. Es schmerzte wirklich. Ein seltsames Gefühl...
"Wie, falls man sich ins eigene Bein schießt?", fragte ich makaber und lächelte etwas zutraulicher. Ich fragte mich, ob diese Waffen Menschen töten könnten, obwohl sie doch eigentlich für Vampire gedacht waren.
Unsicher sah ich zur Decke. Sollte ich ihr glauben.
"Nunja, es kommt darauf an, ob man sich im Käfig oder außerhalb befindet", meinte ich und lächelte. Sie hatte mich nicht angelogen... dennoch hatte ich große Angst, Dawn würde mir etwas wichtiges verheimlichen.
"Schon in Ordnung.... du tust nur deine Arbeit und solange du nicht stirbst, nehme ich es dir nicht übel", meinte ich schlicht und schloss nachdenklich meine Augen. Wie viele Opfer hatte diese Arbeit wohl schon gekostet?
Ich schmunzelte, als wir aneinander vorbeiredeten.
"Nunja... du, eine Jägerin meint, sie beobachte die Geschehnisse auf dieser Akademie. Warum tust du das?", fragte ich sie nochmals, neugierig. Warum ausgerechnet eine Jägerin? Reichte kein Polizist? Und wenn schon, wofür beobachten? Sie meinte schon selbst, diese Akademie war sicher.
Ich nickte zustimmend.
"Stark war er... ", murmelte ich leise. Aufgrund ihrer Erklärung glaubte ich zu verstehen: Als Hunter musste man schon früh beginnen. Hatte ich auch bereits begonnen?
Ja, Yuuki war unscheinbar... über meine Lippen legte sich ein bitteres Lächeln.
"Du wirst mich versehen, wenn du seine Blicke siehst, die er ihr zuwirft", versprach ich ihr, denn ich rechnete damit, dass sie auf dieser Akademie blieb. Es war kein Problem, ich war es gewohnt, nicht verstanden zu werden. Aber leider würde sie es wahrscheinlich schon bald erfahren, was ich meinte. Gegenfrage: Wer wollte schon etwas, von einem Mädchen wie mir?
Ich musterte sie entschlossen, jedoch traurig.
"Ich weiß genau, was ich getan habe, Dawn-chan...", meine Mutter sollte ein Vampir gewesen sein? Sie habe es an mich vererbt?
"Aber...", ich sah sie geschockt an. Ich wusste nicht, ob das stimmte... aber Bilder aus meiner Kindheit schossen mir durch den Kopf, Bilder, auf denen mir meine Mutter ihre Reißzähne in den Hals schlug...
"Daran ist doch nichts interessant...", protestierte ich etwas säuerlich. Es war unheimlich verwirrend und grausam.
"Geht´s dir nicht gut?", fragte ich Dawn, als sie sich über die Augen rieb. Auch ich war müde, aber es schien so, als würde ich stets Energie schöpfen.
Die Hunter hatten meine Erinnerungen gelöscht?
"Also war es gar keine Polizeiwache!", stellte ich wirklich intelligent fest...
Anschließend folgte etwas Unglaubliches... Eine Lehre, wie es nur Dawn Beherrschte. Ich war froh, das Alphabet zu beherrschen, somit merkte ich es mir einfacher. Ich nickte, denn eigentlich war es nicht sonderlich schwer zu verstehen.. Dennoch war es wirklich viel für meinen Kopf.
Als sie am Ende angekommen war, begann ich natürlich wieder zu reden.
"Naja, ich dachte, die Level-E können sich nicht kontrollieren? Die anderen können es doch, also ist das ein Unterschied...", ich stockte. Keine Kontrolle also, wie ich? War ich ein Level-E?
"Wirst du... mich auch bald töten?", fragte ich sie leise und sah zu ihr auf.
"Naja, solange du es machst...", lächelte ich sie an, denn ich wollte nicht von jemanden ermordet werden, der dabei gar nichts empfand. Ich wollte sehen, was Dawn wirklich für mich empfand, dazu kam doch der Mord wie gerufen... oder?
Meine roten Augen glänzten traurig.
"Und dann? Was wirst du tun, wenn du dich gerächt hast? Wirst du anschließend noch einen Sinn zu Leben haben? Wenn du dich rächst, wird dir die Rache das zurückgeben, was dir diese Wesen genommen hatten?", fragte ich sie bitter. Ich verstand nur zu gut... aber war es wirklich den Weg, den sie gehen wollte? Hass war ein starkes Gefühl... Er machte blind und gefühlskalt.
Es war auf seine eigene Art und Weise amüsant...
"Schicksal? Weißt du, für mich ist das Schicksal Gottes Plan. Und da ich nicht an Gott glaube, gibt es für mich auch kein Schicksal. Aber, wenn es dieses Schicksal wirklich gibt, denkst du, wir würden frei wählen dürfen, welches unseres ist? Denkst du, nur, weil man in diese Familie geboren wurde, dass man auch diese Angelegenheiten übernehmen muss? Bist du denn glücklich mit deinem Schicksal?", ich fragte mich, ob sie verstand, was ich ihr mitteilen wollte. Ob sie verstand, wie ich empfand.
Verpflichten? Ich war etwas verwundert.
"Solltest du aber auf Befehle, wie von deinem Verband warten, wirst du bei mir lange warten können", meinte ich etwas belustigt. Ich würde ihr nichts befehlen, ich würde sie um nichts bitten und ich würde ihr niemals eine Last auf die Schultern legen.
Wenn ich ehrlich war, brachte schon alleine die Frage mein Herz zum Rasen. Ihr Lächeln verschlimmerte alles, doch die Antwort trieb mich in den Wahnsinn.
Reinblüter? Kein Tropfen Blut eines Menschen... Vampir... Kaname war... ein Vampir? Ein Wesen, das gar nicht menschlich war? Der Atem stockte mir, meine Augen weiteten sich und ich drohte zu ersticken. Das Blut schoss mir in die Wangen, vor Wut und zugleich vor Verlegenheit. Ich hatte einen Vampir geküsst... ich hatte jemanden geküsst, der verehrt wurde, wie ein König... Ich hatte jemanden geküsst, der keinen Tropfen menschliches Blut besaß... Meine Gedanken rasten durch meinen Kopf, so viele Buchstaben setzten sich zu unsinnigen Worten zusammen.
Alles andere war egal... Dawns Erklärungen, Dawns Worte, Dawns Anwesenheit...
Ich fühlte nur noch einen leichten Stoß, der meinen Körper durchzuckte, wie ein Blitz. Aber ich blieb liegen.
"Du... kennst seine Hintergrundgeschichte?", fragte ich benommen, leise. Nur langsam, als wäre es lediglich ein körperlicher Reflex, setzte ich mich auf. Ich stellte zwar viele Fragen, aber die Antworten auf diese schien ich nicht mehr wahr zu nehmen.
"Oh Gott...", ich schlug die Hand vor den Mund. Nun wusste ich, was Kaname mir versuchte, zu sagen. Politiker... König... Vampir... Was davon war wohl am gefährlichsten? Wie hätte ich ihn jemals wieder ansehen können?
"Oh mein Gott...!", widerholte ich und keuchte bedrängt, hilfesuchend und hilflos auf. Auf was zum Teufel hatte ich mich da eingelassen? Ich hatte mich in einen König verliebt!! "Ich Miststück, ich!"
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Dawn Saito

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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Sa März 12, 2011 4:44 pm

Ich lächelte zurück. Eine freundliche Geste sagte mehr als tausend Worte. "du konntest es nicht aufhalten. Selbst wenn du darauf vorbereitet sein solltest." Ich schmeckte Blut im Mund. Verdammter Mist. Entweder hatte Hikari mich tatsächlich stark verletzt, oder ich hatte mir bei dem Handgemänge auf die Zunge gebissen. Ich tippte auf Letzteres.
"Ich weiß es nicht. Ich habe meine Familie stolz gemacht. Und das war das einzige, was ich wollte. So kam ich nie auf die Idee, einen anderen Weg einzuschlagen." Ich grinste. "Ich bin zur Schule gegangen. Ich habe eine Grundausbildung bekommen. Und danach wurde ich weiter von einem Privatlehrer unterrichtet. Aber sieh mich doch an! Jemand wie ich hätte nie eine Freundin bekommen. Schon in der Grundschule haben die anderen Mädchen einen großen Bogen um mich gemacht. Und wir beide sind befreundet, weil wir uns so sehr ähneln. In deinen Adern fließt Hunterblut." Ich sah sie nachdenklich an.
"Ich bezweifle, dass ich mich mit meinen eigenen Waffen verletzen kann. Diese Pistolen und Handwaffen dienen einzig und allein dem Zweck, Vampire zu verletzen. Menschen können sie nichts anhaben." Ich grübelte kurz nach. "Wobei ich einen Hunter kenne, der ein Schwert besitzt, das aus zwei Hälften zusammengeschmiedet wurde. Die eine Hälfte war aus normalem Eisen und konnte somit auch Menschen verletzen und die andere Hälfte war eine, mit einem Zauber belegte Antivampir-Waffe."
Keine schöne Angelegenheit, gegen ihn zu kämpfen. Ich selbst hatte es schon versucht... und er ging mit seiner Waffe wirklich ausgesprochen gut um.
"Ich gehe davon aus, dass du weißt, was ich gemeint habe. Wir befinden uns hier im Käfig. Und das ist nicht gut."
Ich lächelte sie offen an. "Danke. Verzeihst du mir, dass ich dir nicht die ganze Wahrheit über mich erzählt hatte?"
Ich fuhr mir über die zerkratzten Stellen an meinem Hals. Die Wunden waren nicht so tief, wie ich gedacht hatte. Glück gehabt. Bis morgen waren sie bestimmt wieder fast verheilt. "Der Verband traut den Jugendlichen Vampiren nicht. Er rechnet jederzeit damit, dass sie die Beherrschung verlieren und einen Menschen angreifen. Immerhin leben hier Vampire und Menschen verdammt dicht aufeinander."
Ich senkte den Blick. "Aber leider nicht stark genug. Er hatte eine Schwäche. Und diese Schwäche hat ihn umgebracht." Hikaris Mutter.
"Wann soll er ihr bitteschön Blicke zuwerfen? Immerhin geht sie gar nicht auf die Schule. Besucht er sie denn so oft?" Unglaublich. Dieser Kerl war einfach unglaublich!
"Hmm...", murmelte ich und ließ mich auf mein Bett sinken.
Ich ignorierte ihr 'aber', da ich wusste, dass sie wusste, dass ich Recht hatte.
"Doch. Ist es. So etwas habe ich noch nie gesehen. Es ist normal, dass B-Blütigkeit und A-Blütigkeit und eventuell auch C-Blütigkeit vererbt wird. Aber bei E-Blütigkeit ist wirklich äußerst ungewöhnlich."
Ich sah sie an und stützte mein Kinn in die Hände. "Ach, ich bin nur etwas erschöpft."
Ich nickte nur mit dem Kopf. "Das war das Hauptquartier des Verbands. Möchtest du je dorthin zurückkehren? Das ist der Ort, an dem dein Vater gearbeitet hat."
Ich zuckte mit den Schultern. "Sie können sich wirklich gut kontrollieren. Das kann man ihnen lassen. Aber wenn sie sich wirklich immer unter Kontrolle hätten, gäbe es keine Level-Ds und Level-Es. Die werden ja nur durch den Blutdurst eines Reinblüters zu dem, was sie sind." Ich schüttelte mich vor Abscheu.
"Das kommt ganz drauf an. Wenn du ganz degenerierst, wirst du auf die Liste kommen. Und dann wird es nur kurze Zeit dauern, bis du von einem Hunter ausgelöscht wirst. Ob ich es sein werde, kann ich dir nicht sagen." Bedrückt schloss ich die Augen.
Aber voller Lebenskraft öffnete ich sie wieder und sah Hikari entschlossen an. "Aber niemand hat gesagt, dass du je degenerieren wirst. Immerhin bist du eine vollkommen neue Rasse."
Ich biss die Zähne zusammen. Erst wenn ich tot bin, ist meine Rache vollendet." Ja. Das war es, was ich mir geschworen hatte.
"Schicksal hat nichts mit Gott zu tun. Genau das ist ja das Schlechte am Schicksal. Man darf sich nicht aussuchen, wie es aussieht. Ja, das denke ich. Und ich weiß nicht, ob ich damit glücklich bin." Solche Gefühle kannte ich nicht. Aber ich verstand, was sie mir sagen wollte.
"Nein. Freundschaft basiert ja nicht auf Befehlen. Sondern auf gegenseitigem Vertrauen. Ich weiß, dass ich dir vertraue." Sie hatte mich zwar angegriffen, aber das war nicht wirklich SIE gewesen.
Ich keuchte etwas. Das atmen fiel mir etwas schwer. Ich musste mich unbedingt ausruhen.
"Ja, ich kenne sie." Zumindest das meiste davon. Viele Dinge, die nicht einmal seine engsten Vertrauten kannten, konnte ich natürlich auch nicht wissen.
Ich legte ihr eine Hand auf die Schulter. "Du bist kein Miststück."
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Hikari Kamikizu

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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Sa März 12, 2011 7:53 pm

Meine Verzweiflung lächelte Dawn bitter an.
"Ich hätte stärker sein müssen", ich war er festen Überzeugung, dass ich Schuld war. Und da konnte sie mich nicht mehr umstimmen, ich war schuld an der Sache. Aber ich hatte daraus gelernt und würde es nie wieder tun. Natürlich könnte ich es aufhalten. Ich war eine starke Person, zumindest wollte ich das sein.
Plötzlich erschauderte ich. Etwas in mir nahm einen süßlichen Duft war. Es roch so vertraut... Dawns Blut..., dachte ich, ich hatte es ja bereits schon gesehen. Ich rieb mir nervös den angespannten Nacken und räusperte mich.
"Ähm... du, ich bin zwar noch kein Vampir aber irgendwie glaube ich, dass du blutest", murmelte ich leise und musterte sie angespannt. Meine Sinne begannen bereits, sich zu schärfen.
Als sie mir unsere Beziehung erklärte, musterte ich meinen Arm. Die Venen waren deutlich zu sehen und ich schluckte.
"Hunterblut... du meinst, wegen meinen Vater, richtig?", ich musste nicht fragen, um die Antwort zu bekommen, ich kannte sie bereits.
"Aber es ergibt keinen Sinn... warum sollte ich das jagen, das ich bin?", Moment... das bedeutete, jeder konnte zu einem Vampir werden. Jeder könnte auf der Liste landan und diese Tatsache machte mir klar, dass es wirklich grausamer war, als ich wusste.
"Wie schrecklich grausam... Aber Dawn-chan.. du hast sie vielleicht stolz gemacht, aber du lebst nicht nur für deine Familie", ich stockte. Sie sprach in der Vergangenheit, was so viel bedeutete: Sie hatte ihre Familie wahrscheinlich schon verloren.
"Tut mir leid, ich sollte den Mund halten", meinte ich. Ich schämte mich dafür, auf Dinge herumzureiten, von denen ich gar nichts wusste.
Nachdenklich lauschte ich meiner Freundin.
"Welch unglaubliche Kraft... Warte: Zauber? Soll das bedeuten, es gibt Zauberer, sowas wie Magier?", fragte ich sie schockiert und musterte sie mit großen, roten Augen. Weder Knoblauch, noch Weihwasser wurde gegen Vampire verwendet, also war wohl so manches in den Legenden falsch. Welche Kraft hätte dieser Hunter wohl schon besessen?
Im oder außerhalb des Käfigs.
"Nunja... wir befinden sich also auch im Käfig, ebenso wie diese Löwen... Aber die Löwen greifen nicht an, von daher ist der Käfig egal, oder?", es war solch ein Durcheinander! Ein Durcheinander, dass sich nur langsam wieder zusammenfügte. Ein kläglicher Seufzer kam über meine Lippen.
"Ich denke, an deiner Stelle hätte ich es auch nicht erzählt", meinte ich schlicht. Jeder vernünftige Mensch hätte so wie Dawn gehandelt, das war in Ordnung so... dachte ich.
Nah beinander? Ich grübelte etwas über das nach, was wohl hier passieren hätte können.
"Junge Vampire? Also gibt es viel mehr hier... weiß der Rektor denn etwas davon?", natürlich wusste er es... ich wollte mir lediglich sicher sein, in meinem Tun.
Ein bitteres Lächeln legte sich über meine Lippen.
"Hat denn nicht jeder Schwächen?", ich beließ es dabei. Ich konnte mir denken, dass es nicht erlaubt war, wenn meine Mutter ein Vampir gewesen sein sollte und mein Vater Hunter, war es nur logisch... Jeder hatte Stärken... und das Gegenteil von diesen Stärken war unsere Schwäche, das war das Gesetz der Natur.
Ja, wann warf er ihr Blicke zu. Nahezu jeden freien Tag, den sie miteinander verbrachten. Ich seufzte erneut.
"Weißt du... auch sie haben freie Tage und an denen treffen sie sich oft. Das bleibt natürlich nicht sonderlich unbemerkt, zumindest hatte ich sie einmal erwischt...", eigentlich wollte ich nicht darüber reden. Kaname meinte, ich würde mich irren und für´s erste hatte ich es auch geschluckt. Aber wie sollte ich weiterhin schlucken und nicht erbrechen, wenn er mir solch wichtige Dinge verheimlichte? Wir waren schließlich zusammen... oder?
Ich kicherte leise. "Wer verliebt sich schon in einen Vampir, der einem gefährlich werden kann? Vielleicht liegt es daran, dass noch nie Kinder mit ihnen gezeugt wurde", meinte ich einfach, denn ich fand nicht, dass es besonders war. Besonders grausam vielleicht, aber nichts war daran besonders interessant... Wer verliebte sich schon in jemanden, der ihn aussaugt, ihn tötet oder sein Feind war? Erschöpft war unser Stichwort... Es war viel passiert... und das in nur einer Nacht.
"Sollten schlafen gehen...", murmelte ich knapp. Aber ob ich dazu in der Lage war, wusste ich nicht. Als Dawn mich fragte, ob ich noch einmal dorthin gehen wollte, musterte ich sie bitter lächelnd.
"Kaname wollte morgen mit mir dorthin aber ich denke... das ist keine gute Idee mehr, was?", kicherte ich hilfesuchend, denn nun wusste ich, dass sie sich zerfleischen könnten.. Dawn und Kaname könnten sich noch einigermaßen verstehen, aber Kaname und ein ganzes Rudel voller Verbandsleute? Das würde nicht gut gehen.. Ich würde es absagen müssen.
"Er wollte mit mir Nachforschungen anstellen, aber das ist, denke ich, auch nicht mehr nötig", aufgebracht fuhr ich mir durch mein weißes Haar.
"Ich wäre bestimmt das erste Mädchen, dass Kaname einen Korb geben würde", wobei ich ihm ja direkt keinen Korb geben musste... ich musste nur den Ort ändern und einen vernünftigen Grund bieten, der nicht gelogen war. Wenn das auch meine Arbeit wäre, müsste ich früher hin, als es mir lieb war, dachte ich zumindest.
Nachdenklich kaute ich auf meiner Lippe herum.
"Aber durch diese Vampire werden sie ganz bestimmt nicht zu diesen Level-E! Und wenn es diese können, dann auch andere, nicht?", wollte ich die Vampire verteidigen, mit denen ich schon einige Zeit vverbrachte. Oder zumindest wollte ich Kaname verteidigen.
Voller verwunderung musterte ich das Mädchen, mir gegenüber nachdem ich ich aufsetzte.
"Neue Rasse? Auch das noch!", schimpfte ich los und klatschte mir gegen die Stirn. Wobei es wirklich voller Hoffnung war, denn noch wussten wir ja nicht, was einer neuen Rasse passieren könnte.
Ein Blitz durchfuhr mich. Ein Blitz aus Angst, Hass und Wut.
"Wie bitte?", fragte ich sie sauer und funkelte sie an. Sie müsse sterben? Das bedetuete doch...
"Jetzt hör auf damit!", energisch stand ich auf und ballte die Hände zu Fäusten, knapp davor, ihr eine zu scheuern.
"Es gibt nichts wofür du dich an dir rächen müsstest!", meine roten Augen funkelten sie traurig an. Ich würde es ihr niemals verzeihen, würde sie sich an sich selbst rächen.
Schickal hatte nichts mit Gott zutun? Von wegen... Seufzend musterte ich meine Freundin von oben.
"Schicksal ist doch so etwas, wie ein Plan, nicht? Wer schmiedet diesen Plan? Wenn es niemanden gibt, der schmiedet, so gibt es keinen Plan und dieses sogenannte Schicksal ist einfach nur das, was einfach so geschieht, eine Laune der Natur. Nur nehmen manche es einfach so hin, weil sie vermutlich Angst davor haben, sich aufzulehnen oder keinen Ausweg finden", das war meine Meinung und ich war fest von ihr überzeugt.
"Wenn es die Möglichkeit besteht, dass du nicht glücklich bist, dann geh wen Weg, der dich glücklich macht und nicht den, den du glaubst der deinem Schicksal entspricht. Du machst Menschen stolz, wenn du ihnen zeigst, dass du in der Lage bist, deinen eigenen, richtigen Weg zu finden", Menschen konnten nicht derartig blind sein, um die kleine Abzweigung nicht sehen zu können. Menschen konnten sich doch nicht einfach so schnell unterkriegen lassen. Doch ich irrte mich. Genau das war es, das die meisten Menschen ausmachte.
Dawn musste mir nicht erzählen, wie eine Freundschaft aussah, ich hatte es mir oft genug ausgemalt. Ich wusste nicht, ob ich Dawn vertraute.
"Weißt du... ich kann dir verzeihen, also denke ich, dass ich auch vertrauen kann", schließlich gab es keine finstereren Ecken mehr, die sie mir verheimlichen hätte können, von daher dachte ich, es wäre alles, das sie verheimlicht hatte, ans Licht gekommen. Aber ich wusste nicht, ob das, was ans Licht gekommen war, gewärmt und erleuchtet wurde, es war alles so finster und ich verstand Kaname nun.
"Nein... ich bin wirklich ein falsches Miststück... Ich habe Kaname wehgetan, durch meine Dummheit habe ich mich in ihn verliebt und ich weiß nicht, wie ich ihm sagen soll, dass ich es weiß... Ich kann es doch nicht einfach so verheimlichen... Ich weiß ja noch nicht einmal, ob es ihn stört, schließlich ist er ja..." , schließlich war er ja...
Mein geliebter Reinblüter...
Die Müdigkeit plagte mich zwar, aber ob ich schlafen konnte, wusste ich nicht. Ich dachte mir schon, Kaname und ich waren verschieden, aber nun, da ich wusste, was womöglich aus mir werden konnte, kam mir die Welt nie schwärzer und die Schlucht zwischen uns nie so tief vor.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Di März 15, 2011 6:28 pm

[So... kann wieder einigermasen gut tippen! ^^]

Ich klopfte dem Albinomädchen auf die Schulter. "Meine Güte! Kritisier doch nicht so viel an dir herum!"
Ich starrte sie an. "Stimmt. Ich glaub, ich hab mir vorhin auf die Zunge gebissen." Entschuldigend lächelte ich in ihre Richtung.
"Jep, dein Vater war Hunter. Ein ziemlich guter, mal nebenbei bemerkt." Ich zuckte mit den Schultern. "Genau das ist das Problem an der ganzen Sache. Ich weiß nicht, was du jetzt tun solltest." Vielleicht sollte sie es wie Zero machen? Wohl eher nicht. Zero hasste Vampire, was Hikari offensichtlich nicht tat.
"Doch. Ich lebe einzig und allein für meine Familie." Das war ungelogen. Ich war eine Marionette. Mehr nicht. Meine Mundwinkel zuckten leicht und ich ließ sie wieder los. "Schon gut." Es war mir egal, dass meine Familie nicht mehr lebte. Früher hatte ich die Hunteraktivitäten für sie ausgeführt. Jetzt tat ich nur noch das, was ich am besten konnte. Vampire aufstöbern und zur Strecke bringen.
Ich runzelte leicht die Stirn, setzte mich auf mein Bett und zog die Füße an mich. "Magier kann man sie wohl nicht nennen. Eigentlich können das fast alle Hunter und alle Vampire von höheren Leveln. Ich kann gar nicht so genau erklären, wie das Löschen von Gedanken funktioniert... Vielleicht solltest du das die Hunter fragen, die du morgen aufsuchen möchtest. Oder deinen so geliebten Vampir." Ein Grinsen huschte über mein Gesicht. Mir gefiel zwar der Gedanke nicht, dass meine beste Freundin in ein blutsaugendes Monster verliebt hatte, aber ich hatte mich allmählich damit abgefunden.
Mein Lächeln verschwand schlagartig. "Sie greifen noch nicht an."
Ich zuckte einfach nur mit den Schultern. "Natürlich weiß der Rektor davon. Diese Schule wurde immerhin zu diesem Zweck errichtet. Die ganze Night-Class besteht nur aus Vampiren."
Neugierig musterte ich sie. "Woher weißt du denn, wie oft sie sich treffen... wenn du sie erst einmal gesehen hast?" Es war unmöglich, dass Kaname Yuki so oft traf. Dazu hatte ein so hohes Tier wie er gar keine Zeit.
"Vermutlich. Und gerade einem Hunter passiert so etwas." Das war irgendwie witzig. Und eigenartig zugleich. "Ja, das sollten wir wirklich. Aber vorher sollten wir dein Bett frisch beziehen. Ich kann mir schwer vorstellen, dass du in einem so versauten Laken schlafen möchtest."
Ich sah sie aus den Augenwinkeln an. "Doch, das solltest du. Ich glaube, ich folge euch verkleidet. Ich bin hier an der Cross immerhin Undercover. Da sollte mich einer von den Blutsaugern nicht sofort erkennen." Ich wusste schon genau, was ich anziehen würde. Ich besaß eine hübsche, schwarze, hüftlange Perücke, die ich zu einem Zopf binden konnte. Außerdem würde ich Kontaktlinsen anziehen, die Augenklappe ausziehen und meinen Geruch mit Parfum überdecken. So würde Kaname wohl nie darauf kommen, dass ich es bin.
Ich machte mir eher Sorgen, ob der Reinblüter an einem Stück wieder aus dem Hauptquartier herauskam. "Du solltest wohl so tun, als wüsstest du gar nichts. Sonst würde er dich fragen, woher du die Informationen hast... und dann wäre mein Auftrag in der Hose. Ich glaubs nicht, dass ich das jetzt sage, aber: Bitte triffst du dich mit Kaname... mir zuliebe?"
Zu ihren nächsten paar Sätzen sagte ich nichts. Für mich war das Thema abgehakt.
Auch ihrer Lektion über Schicksal hörte ich schweigend zu. Jeder hatte seine eigene Meinung dazu.
Dann lächelte ich und umarmte sie. "Dann bin ich ja erleichtert."
Ich schürzte die Lippen. "Du hast ihm nicht wehgetan. Ein Reinblüter, der verletzt wird, bestraft den Ursacher. Und dass du dich in ihn verliebt hast, ist nicht deine Schuld. Dem Charme eines Vampirs kann man sich nicht entziehen. Schon gar nicht erst dem eines Reinblüters."
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Hikari Kamikizu

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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Di März 15, 2011 8:07 pm

Lieb schmunzelnd sah ich ihr entgegen. Was brachte es schon, Trübsal zu blasen, es änderte nichts.
"Okay!", antwortete ich einfach schlicht und zuckte mit den Schultern. Wobei ich eigentlich wusste, dass ich definitiv etwas dagegen unternehmen hätte können.
Warum sie sich wohl auf die Zunge gebissen hatte?
"Hab ich dich so erschreckt oder so?", fragte ich vorsichtig und musterte sie mitfühlend. Jemand, der so geschickt war, wie Dawn, konnte sich doch nicht einfach so auf die Zunge beißen, dachte ich.
Leise grummelnd hörte ich ihr zu. Mein Vater? Ein Hunter... dabei war er doch immer so liebenswürdig und lieb.
"Schon in Ordnung, ich werde mir schon etwas einfallen lassen", lächelte ich meiner Freundin entgegen, schließlich war es doch mein Problem, welche Lösung ich nun finden würde. Da wollte ich dem jungen Mädchen vor mir keine Sorgen oder etwas in der Art bereiten.
"Du wirst mir einfach alles beibringen und ich werde schon wissen, was zutun ist", meinte ich bewusst, denn eigentlich war ich doch auch nicht so dumm. Ich hatte nur meine eigene Art, meine Gedanken in die Tat umzusetzen. Das schlimmste daran war, dass ich darauf auch noch stolz war. Vielleicht würde ich mir einen besseren Eindruck auf die Vampirwelt verschaffen, wenn ich sie näher kannte und mehr über sie wissen würde. Denn ich wusste nicht, warum ich sie hassen, oder warum ich sie lieben sollte.
"Dawn-chan... ich weiß, man lebt nicht nur für sich alleine, aber man lebt auch nicht nur für andere", meinte ich leise und musterte sie vorsichtig, als wäre sie aus Porzellan, das alleine durch meinem Blick zerbrechen konnte. Ich mochte ihre Art zu denken nicht. Sie war keine Puppe, die man nur aus dem Schrank holte, wenn man sie brauchte und sie anschließend abschob, wenn sie unbrauchbar war. Zumindest hatte jedes Lebewesen Recht auf Freiheit und ich wollte für Dawns Freiheit sorgen, denn ich war mir sicher, sie hatte Talent und beherrschte bestimmt andere Dinge, als nur zu Töten.
Keine Magier also...?, ich war sichtlich verwirrt, aber Vampire hatten eben besondere Fähigkeiten, das wusste ich. Hunter allerdings waren doch nur normale Menschen, die es sich zur Aufgabe machten, Vampire zu jagen, oder?
"Wow, wie geht das? Ich meine, das sind doch auch Menschen!", meinte ich perplex und überrascht, während ich meinen Kopf schüttelte.
Als sie indirekt Kaname erwähnte, zuckte ich zusammen.
"Dazu muss ich ihm erstmal beibringen, dass ich es weiß", murmelte ich leise. Wenn er schluss machen würde, wüsste er, was ich über ihn weiß? Ich wollte gar nicht erst daran denken!
Ich musste hart schlucken, denn die Kehle schien augetrocknet und nur durchtränkt von Blut zu sein.
"Denkst du... sie würden angreifen?", fragte ich sie unsicher, denn eigentlich dachte ich, sie beherrschten sich. Schließlich gab es kaum Zwischenfälle... oder?
"Aus diesem Zweck? Welchen Zweck? Dann wollen die Vampire ja unter Menschen sein", meinte ich und versuchte indirekt zu sagen, sie würden dann also niemanden angreifen, wenn das ihr tatsächlicher Wunsch war. Somit hoffte ich, ich lag richtig... aber so bunt war die Welt nicht immer.
Mein Lächeln wurde trauriger und ich seufzte nur.
"Weißt du... es ist ja doch recht offensichtlich... Yuuki hatte früher oft im Schnee auf ihn gewartet, ich weiß nicht, ob ich richtig liege, aber du kennst ja, wie das ist. Einmal ein Bild gesehen und du bist von deiner Meinung überzeugt", ich wusste nicht recht, wie ich es einer Außenstehenden erklären sollte. Man hörte viel, über dies und jenes. Eifersucht und Wut, lag in jeder Day-Classlerinnen Stimme.
Gerade einem Hunter passierte derartiges Übel... warum? Leise seufzend rieb ich mir die Stirn. Wie sollte ich das alles nur verstehen? Oder erschien es mir lediglich so unverständlich aufgrund der Tatsache, dass ich müde war?
"Angenehm ist es bestimmt nicht, aber man bekommt nicht immer das, was man will", lächelte ich sie lieb an, denn eigentlich überzog das Zimmermädchen die Betten. Aber ich musste noch Überzüge im Schrank haben. Schwungvoll riss ich den blutigen Stoff vom Bett und kramte in meinem Schrank nach etwas neuem.
Zufrieden überzog ich mein Bett neu, in einem schönem Schwarz, dass mich sehr schläfrig machte.
"Denkst du, Kaname würde es nicht auffallen?", fragte ich sie empört, denn immerhin war er doch ein Reinblüter... oder so etwas in der Art. Er wurde bestimmt nicht umsonst als König verehrt. Wenn er es bemerkte, waren wir definitiv tot! Er würde uns das nie verzeihen! Ganz gleich, wie geschickt sie das einfädeln würde, es wäre niemals geschickt genug! Dachte ich zumindest..
Dumm stellen? Das war wohl einer meiner Stärken... auch das dachte ich. Ich nickte.
"Ich würde mich auch gerne mit ihm treffen, aber nur, wenn es dir nicht schadet", meinte ich nur und seufzte.
"Warum ist es dir aber so wichtig?", fragte ich sie und hob verwundert eine Augenbraue.
Ein eiskalter Schauer fuhr mir über den Rücken, hinab, bis hin zu meiner Hüfte, wo ich anschließend eine Gänsehaut bekam, die nie wieder verschwinden würde.
"B-Bestrafen?", fragte ich sie, hilfesuchend lächelnd.
Seinem Charme konnte man also nicht entrinnen?
"Kannst du es denn?", fragte ich ernst und musterte sie etwas distanziert. Ich wusste nicht, wie ich reagieren würde, würde sie sich ebenfalls in ihn verlieben. Ich denke, es wäre wohl klüger, Kaname selbst wählen zu lassen und seine Entscheidung anschließend zu akzeptieren. Aber.. war ich dazu denn in der Lage?
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Dawn Saito

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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Fr März 18, 2011 3:03 pm

Ich lächelte sie beruhigend an. Was soll man nur mit ihr machen. Sie gab sich ja auch für alles die Schuld. Unmöglich, dieses Mädchen.
"Das könnte man so meinen. Immerhin wird man nur selten von seiner besten Freundin angesprungen, die Blut saugen will. Aber, um es ehrlich zu sagen, habe ich mir so etwas schon fast gedacht. Immerhin kenne ich deine Vergangenheit größtenteils." Und ich wäre froh, wenn es nicht so wäre.
Mein Mundwinkel zuckte. "Lass es mich wissen, sobald du es weißt!"
Ich legte mir die Hand ans Kinn. "So einfach wird das nicht. Es wird ewig brauchen, bis jemand, der noch nie eine Waffe in der Hand hatte, das Kämpfen gelernt hat. Aber das waffenlose Kämpfen kann ich dir schon eher beibringen." Aber da gab es noch ein weiteres Problem. "Und wir müssen einen Ort finden, wo wir ungestört trainieren können." Vorallem ungestört von irgendwelchen Blutsaugern.
Meine Augen wurden glasig."Oh. Das sehe ich anders. Für mich gibt es nur meine Familie und meine Rache. Genau aus diesen Gründen arbeiten die meisten Hunter. Ich denke, das wirst du bald verstehen."
Ich sah sie ungläubig an. Ich kicherte. [color=cyan]"Ich bin bisher noch nicht in diese Versuchung geraten. Wer weiß, wie ich reagieren würde.
Mein Mundwinkel zuckte.
Mein Lächeln wurde etwas breiter. "Naja. Es ist so. Wir Hunter stammen alle vom Urhunter ab. Genauso wie alle Vampire vom Urvampir abstammen." Bei dem es sich um keinen weniger handelte als um einen Kuran. "Dieser Urhunter hat einmal den Urvampir besiegt und sich an dessen Blut bedient. Ich weiß, der Typ war nicht besser als alle anderen Hunter... Dadurch hat er einige Vampirstärken erlangt, zwar abgeschwächt aber trotzdem... Nunja. Diese übermenschliche Kraft wurde an uns weitervererbt."
Ich rümpfte die Nase. "Also müssen wir doch auf die Hunter zurückgreifen."
Ich sah finster zum Fenster, gegen dessen Scheibe der Regen prasselte."Wir sollten jederzeit damit rechnen, Hika-chan."
Diese Monster konnte man einfach so gut wie gar nicht kontrollieren und genau deshalb war ich hier. Weil ich in der Lage, war, dies zu tun. "Hmm... Die Vampire wollen friedlich mit Menschen zusammenleben. Aber der Verband traut ihnen nicht. Selbst dem Reinblüter nicht." Er war zwar so etwas wie der König der Vampire, aber das hieß noch lange nicht, dass er sich beherrschen konnte. "Das liegt wohl daran, dass sie ihn mag, weil er ihr einst das Leben gerettet hat. Yuuki verdankt es Kaname, einen Level-E Angriff überlebt zu haben."
Ich grinste Hikari an. "Aber diesmal schon.", antwortete ich ihr. "Dem Kerl wird es nicht einmal auffallen, wenn ich direkt vor ihm stehe. Glaub mir, ich verstehe mich auf mein Handwerk. Aber du musst dich damit abfinden, dass ich eher kalt und feindselig mit deinem Freund umgehe. Sonst wirkt die Tarnung nicht." Ich fügte noch schnell hinzu: "Natürlich werde ich euch nicht durch die Stadt verfolgen... Ich werde im Hauptquartier auf euch warten."
Ich klopfte Hikari auf die Schulter. "Mir schadet das überhaupt nicht. Es wäre sicher ganz interessant, den Reinblüter zu treffen, der mit acht Jahren seine komplette Familie verloren hat. Der Typ muss ein echt zäher Brocken sein."
Ich zuckte auf ihre Frage nur mit den Schultern.
"Ja. Ich habe gehört, dass Kaname dem jungen Aidou gerne saftige Ohrfeigen verpasst. Aber sonst töten Reinblüter eigentlich ihre Ursacher oder versklaven sie mit ihrer Willenkraft." Das sagte ich in einem Tonfall, wie ich auch über das Wetter reden würde.
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Hikari Kamikizu

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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Fr März 18, 2011 10:53 pm

Nachdenklich kaute ich etwas auf meinem Fingernagel.
"Woher kennst du sie?", fragte ich sie etwas beunruhigt. Dann kannte sie die dunkelsten Seiten von mir, befürchtete ich. Aber es war nicht fair, nur, weil sie Hunterin war, wusste sie über mich bescheid? Ach, ich vergaß... momentan bemühte sich die Welt nicht, fair zu sein... Ich seufzte.
"Natürlich, du bist die Erste, der ich es erzähle!", lächelte ich sie munter an und streckte etwas meine eingeschlafenen und erschöpften Arme. Denn, ich wusste nicht, wem ich es sonst hätte erzählen sollen. Würde ich es alleine schaffen? Zumindest wollte ich es anfangs so versuchen, ja.
Ich hatte es nicht sonderlich eilig, mit den Waffen vertraut zu sein. Da konnte ich mir ruhig Zeit lassen, dachte ich zumindest, ich hatte ja noch meine Fäuste und umso schnellere Beine!
"Schon in Ordnung, ich hab Zeit. Ich denke, früher oder später werde ich es aber beherrschen müssen", zuckte ich mit den Schultern, als wäre es nichts weiter. Grundsätzlich lernte ich schnell. Ich dachte nach, über diesen Ort... wenn man eins und eins zusammenzählte, ergab das...
"Ich denke, der Rektor wird schon einen kennen, nicht?", fragte ich sie und hob eine geschwungene Augenbraue. Wenn er schon Vampire in die Akademie ließ, musste er auch wissen, wie er sich zu verteidigen hatte! Ihr folgender Satz stimmte mich etwas eifersüchtig.
"Nur, weil die meisten Hunter so arbeiten, muss man doch nicht gleich ein Mitläufer sein", murmelte ich beledigt, in der Hoffnung, ich wäre ein anderer Hunter. Ich würde jagen, damit den Menschen, die noch Hoffnung haben, so etwas, wie Dawn und mir nicht passieren kann. Nicht, weil es mein Vater tat, sondern weil ich es freiwillig tun möchte. Ich wollte nicht glauben, dass ich es eines Tages verstehen würde, schließlich wurde ich schon von dem Biest in mir angekettet, da brauch ich nicht auch noch Marionettenspieler.
Diese Geschichten faszenierten mich, sie waren so anders, so voller Fantasie, im Gegensatz zu den anderen, in den Bilderbüchern. Da konnte sich Edward Cullin verstecken!
"Aha... das bedeutet, wenn man das Blut eines Vampiren trinkt, erlangt man an stärke...", nachdenklich rieb ich mir die Stirn, die Müdigkeit stand mir im Gesicht, doch ich konnte wohl nicht schlafen, damit rechnete ich bereits.
"Dieser Urahn der Vampire muss mächtig gewesen sein... Aber der Urhunter noch stärker, wenn er es geschafft hat, ihn zu besiegen... Deswegen meinte Kaname, er habe viele Feinde...", den letzten Satz flüsterte ich nur leise. Nicht nur politisch...
Verkrampft spielte ich mit dem Rockzipfel meines Nachthemdes.
"Jederzeit...", wiederholte ich, ehe ich entsetzt aufschrack.
"Das ist doch unmöglich! Wie sollte man auf einen Angriff von Vampiren vorbereitet sein?", platzte es aus mir heraus und ich musterte Dawn besorgt.
"Ich mein.. Vampire können doch auch nicht einfach frei in den Straßen wandeln.. jemand muss sie doch kontrollieren, oder? Kaname sprach etwas von Politikern, mit denen er nicht immer einer Meinung ist... was meinte er, welche Meinungsverschiedenheiten hatten sie...?", fragte ich leise, eher an mich gewand, als an Dawn. Waren es die üblichen Meinungsverschiedenheiten, wie -"Soll dieses Straßenschild nun aufgestellt werden, oder nicht?!"- oder viel katastrophaler?
"Vergiss es...", winkte ich ab, als mir klar wurde, dass es doch einige Vampire gab, die Menschen bissen und diese dadurch zu blutrünstigen Vampiren werden. Würde es etwas wie eine Politik für Vampire geben, würden derartige Vorfälle nicht vorkommen, außer, selbst Vampire schaffen es nicht, alles zu wissen und zu beobachten...
"Wenn sie friedlich mit ihnen leben wollen, warum gibt es dann diese Vampire, die die Kontrolle über sich verlieren? Ist nur verständlich, ich denke, Hunter und Vampir sind von Natur aus Feinde..", meine ich betrübt und musterte meine Hände. Aber das lag doch alles schon so lange zurück...
Yuuki... verdankte Kaname ihr Leben? Weil sie von einem Level-E angegriffen wurde? Ich grummelte und murrte leise. Yuuki war kein Gesprächsthema, Yuuki war die Ursache meines gerissenen Geduldsfadens!
"Zufall... dass er gerade da war", meinte ich nur säuerlich.
"Schon in Ordnung... solange es euch beiden gut geht und ihr euch nicht an die Gurgel fallt, bin ich einverstanden", nickte ich zustimmend und grinste. Allerdings schwand mein Grinsen schnell, als ich mehr über meinen Geliebten in Erfahrung brachte.
"Ich weiß nicht... aber wenn du mir das so erzählst... vielleicht wäre es besser, wenn er mir das alles über sich erzählen würde... das wäre ein Zeichen seines Vertrauens", meinte ich und rieb mir angespannt meinen Nacken. Er schmerzte und die Muskeln zogen sich zusammen, bei dem Gedanken. Ich verlor ebenfalls meine Eltern jung, weshalb ich verhindern wollte, dass es auch anderen so erging...
"Aber... sie waren doch Vampire, derjenige, der sie ermordete, musste ungeheure Kräfte besessen haben!" und, wenn es diesen jemanden noch gab, dann... ja, dann? Was sollten wir dann tun? Hatte er es dann auf Kaname abgesehen?!
Vielleicht sollte ich Kaname das alles fragen, wenn die Zeit reif dafür war... in den folgenden Monaten konnte ich jedenfalls nicht mit einem Vertrauensschub rechnen.
Unwillkürlich fasste ich mir an die Wange, als das Mädchen vor mir von Kanames Ohrfeige sprach. Wie es sich wohl anfühlte, von ihm geschlagen zu werden? Ein Nervenkitzel?
"Willenskraft? Versklaven? Was, wenn ich auch nur seine Sklavin bin?", fragte ich entsetzt und fasste mir empört an beide Wangen. Ich schlug mir diesen Gedanken sogort aus dem Kopf, er war nahezu absord!
"Schwachsinn, nur ein Scherz!", kicherte ich leib und fragte mich...
"Warum ohrfeigt Kaname Aido-sempai?" und musterte die junge Saito mit einem Blick, der sich über Aido zum Teil lustig machte, allerdings auch ungläubig wirkte.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Di März 22, 2011 6:29 pm

Ein Lächeln glitt über mein Gesicht. "Sie steht in den Akten des Verbands. Im Archiv kannst du genaue Daten untersuchen. Ich denke, dorthin wollte Kuran-senpai dich hinbringen." Ich griff nach einem Verband und wickelte ihn mir um den Hals. Das Letzte, was ich gebrauchen konnte war, dass sich die Kratzwunden wieder öffneten.
"Und ich hoffe, dass ich erstmal die einzige bin, die es wissen wird. Wir wissen ja nicht, wie viel Kaname weiß." Ich strich mir mit dem Finger übers Kinn.
"Hmm... Wird wohl eher später. Erstmal werden wir uns mit dem Theoretischen auseinandersetzen. Zur Notwehr kann ich dir natürlich ein Messer oder dergleichen geben, aber das Training schieben wir erst einmal in den Hintergrund. Ich weiß nämlich nicht, ob es mir gut bekommen würde, wenn du wieder einen Anfall hast, und dann gut angreifen kannst. Nehms nicht persönlich. Ich gehe nur auf Nummer sicher."
Sicher wird der Rektor einen kennen und ich ging davon aus, dass sie das auch wusste.
Ich rümpfte die Nase. "Ich bin kein Mitläufer. Man könnte wohl eher sagen, dass ich diejenige bin, die dieser ganzen Schar voraussteht."
Ich packte meinen Koffer ganz aus. Jetzt, da ich meine Waffen nicht mehr verstecken musste, zumindest nicht vor Hikari, konnte ich sie genausogut in meinen Schrank räumen. Es war eine große Ansammlung an messerscharfen Klingen und Schusswaffen.
Darunter auch meine Klauen. Liebevoll schlug ich sie in ein seidenes Tuch ein. Diese Klingen waren mein ein und alles. "Du begreifst schnell."
Ich nickte. "Tja. Wir Hunter sind nunmal die Besten." Ich zwinkerte ihr zu. Ungläubig riss ich die Augen auf. "Das hat er wirklich gesagt? Wahnsin! Der Typ scheut sich ja vor nichts." Respekt. Aber ich es war trotzdem unwahrscheinlich, dass er mit den Feinden die Hunter gemeint hatte. Momentan standen wir mit dem Reinblüter nicht auf dem Kriegsfuß.
"Gute Frage. Man sollte wohl immer aufmerksam sein und stets Waffen bei sich tragen." Zumindest würde ich das tun.
"Zwischen können und dürfen ist ein großer Unterschied. Was meinst du, warum du angegriffen wurdest? Manche Vampire halten sich nicht an die Regeln." Ich runzelte die Stirn. Der Blutsauger hatte Hikari wirklich viel erzählt. "Hmmm... Damit hat er wohl den Senat gemeint. Ich sag es mal so. Der Senat ist, was die Regierung der Vampire angeht, anderer Meinung. Und zwar möchte der Senat das Sagen über die Vampirgesellschaft haben. Und Kanames Großvater hat die Monarchie der Familie Kuran abgeschafft. Und Kaname scheint das für keine so gute Idee zu halten. Weil das Senatsoberhaupt ein machtgieriger Snob ist. Zumindest hab ichs so verstanden. Du kannst Kaname ja selbst nochmal fragen."
Bei ihrer nächsten Frage seufzte ich. "Ich sags mal so. Diese Vampire, die die Kontrolle über sich verlieren sind viel mehr Biest als die Vampirchen die du so gern hast." Wie sollte man das anders erklären.
"Ich glaube nicht an Zufälle. An der ganzen Sache ist irgendwas faul."
Ich zuckte mit den Schultern. Na dann war ja alles gut. Ich hatte echt keine Lust, ein kleines Kräftemessen mit einem Supervampir zu veranstalten. Wieso auch?
"Ich denke nicht, dass er dir das erzählt. Er hat es bisher noch niemandem erzählt. Nicht einmal seinem besten Freund." Zumindest habe ich mir das so sagen lassen.
"Ja. Reinblüter sterben nicht an Krankheit oder Alter. Sie sterben nur durch Mord oder Selbstmord. Aber wir wissen nicht, wer die beiden auf dem Gewissen hatte. Niemand weiß das, außer dem Mörder und Kaname Kuran."
Ich klopfte ihr auf die Schulter. "Das bist du nicht. Das würde ich merken."
Ich zuckte mit den Schultern. "Was weiß ich? Vielleicht baut Aidou-kun ständig Mist."
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Mi März 23, 2011 6:30 pm

Leise flüsterte ich das schlimme Wort, das Kinder niemals in den Mund nehmen durften.
"Das ist ziemlich....", ich wusste, dass es gemein war, dass die ganze Welt gemein war, aber es hätte sich lächerlich angehört, hätte ich es auch noch laut und deutlich erwähnt.
"... verwirrend, ich mein, der Verband kann doch nicht alles und jeden bewachen", niemand hatte so viele Augen, sodass er zu jeder Zeit genau diese wachsam und aufmerksam umher schweifen lassen konnte. Meine roten Augen beobachteten jede ihrer noch so kleinen Bewegungen, als sie ihren Hals verband. Ich wusste nicht, ob ich Schuldgefühle oder Befriedigung empfinden sollte. Hin- und Hergerissen zwischen Menschlichkeit und Biest.
Nachdenklich rieb ich mir das müde Gesicht, das es leid war, dieses Mädchen vor mir zu sehen. Zumindest waren meine Augen derartig erschöpft, dass sie kaum noch etwas sehen wollten. Außer Speisen vielleicht.
"Aber er weiß auch noch nicht, wieviel wir wissen", meinte ich einfach und zuckte mit den Schultern. Von daher war es eine fünfzig fünfzig Chance. Gab man die falsche Antwort, konnte uns das verraten. Es hatte einen Hauch von Spannung, doch hatte ich ebenfalls Angst davor, etwas falsch zu machen, immerhin stand vieles auf dem Spiel...
Theorie... das konnte interessant werden, immerhin war es eine meiner kleinen, bescheidenen Stärken. Ein Lächeln umspielte meine Lippen, doch verzogen sich meine Gesichtsmuskel sogleich zu einem angespannten Gesichtszug. Ich wusste nicht, ob es Absicht, oder Unachtsamkeit war, dass sie mir meine Tat ständig unter die Nase rieb. Ein leises "Tse...", kam über meine Lippen, als ich mich säuerlich zum Fenster drehte.
"Während der Theorie könnte ich dich genauso gut anfallen, wenn das deine Angst ist. Von daher lassen wir es besser gleich", ich würde mir alles eigenständig beibringen, wäre es nötig. Natürlich verstand ich ihre Vorsicht. Aber Vertrauen wäre unter Freundinnen auch nicht schlecht. Immerhin besteht Freundschauft aus Vertrauen. Wir führten keine richtige Freundschaft. Wobei, wenn ich schon darüber nachdachte... ich vertraute ihr doch auch nicht ganz.
"Oh, ich nehme es persönlich. Schließlich ist es meine Person, von der wir hier gerade reden", versicherte ich ihr. Es war ein Teil von mir. Davor wegzulaufen, wusste ich, würde nur dazu führen, dass es mich eines Tages einholte.
Prüfend schauend wand ich meinen Kopf wieder dem türkishaarigen Mädchen zu.
"Sagte ich, du seist ein Mitläufer? Ich meinte lediglich, man muss keiner sein. Es ist deine Sache, ob du mitläufst, oder nicht. Wenn du ihnen vorrausstehen würdest, würdest du nicht aus diesem Grund wie die meisten Hunter Hunter sein. Ehre endet dort, wo Rache beginnt. Rache ruft nur Leid und Leid ruft nur neues Leid hervor. Bist du dann zufrieden, wenn ein Vampir sich für seine Familie rächen will, die du ausgelöscht hast? Denkst du wirklich, deine Familie hätte es gewollt, wenn du nur lebst, um dich zu Rächen? Wo ist denn da der Sinn? Rache vergeht, wirst du auch deinem Leben ein Ende setzen, wenn du sie beendet hast?", mir blieb die Luft in der Röhre stecken. "An sich selbst Rächen... wie lachhaft... denkst du denn nicht, dass Reue eine viel größere Strafe ist, als seinem Leben ein Ende zu setzen? Glaubst du denn nicht, dass sich deine Familie etwas besseres für dich gewunschen hätte? Wie zum Beispiel, dass du dein eigenes Leben lebst, nach deinen Wünschen?", manchmal musste ich gemeine Worte sagen, um meinen Mitmenschen zu zeigen, dass sie schliefen... Dass sie schlummerten, in ihrer Welt.
Waffen interessierten mich. Schon seit meiner Geburt... aber ich wollte die Geschichte dieser Waffen nicht kennen, vorallem, da ich wusste, meine eigene Geschichte bald zu erleben, die der dieser Waffen sehr ähnlich sein würde.
Seufzend streckte ich mich und musterte Dawn mit einem abweisenden Blick.
"Zusammensetzen von Puzzelteilen hat nichts damit zutun, ob man nun Hunter, oder etwas anderes ist", meinte ich schlicht und schloss die Augen. Und in eine Familie geboren zu werden, hatte nichts damit zutun, Hunter zu werden, oder nicht.
"Menschen haben eine Wahl... Level-E nicht... das ist das, was euch menschlich macht", meinte ich und saß regungslos da.
"Der scheut sich vor nichts? Er ist Reinblüter, wovor sollte er sich scheuen, wenn nicht vor dem, der seine Eltern ermordet hatte?", fragte ich sie ungläubig grinsend und schüttelte den Kopf.
Mit bloßem Menschenverstand, konnte man es soweit bringen.
"Waffen führen zu Misstrauen, Misstrauen zu Ausrutschern", rechtfertigte ich mich. Dieser Misstrauen würde gerade dazu führen, das sie wohl mit Waffen zu verhindern versuchte.
"Ich kenne den Grund meiner Angreifer nicht... Kennst du ihn etwa? Vielleicht waren sie ja Level-E? Das wäre doch ein Grund, nicht?", man konnte jemanden, von dem man nichts wusste, keine Schuld zuschieben. Das war ungerecht. Mein Hass galt keinem Vampir, keinem Level-E... Mein Hass galt den Menschen, die ohne zu fragen ihre Befehle befolgten. Befehle... das Wort, mit dem sie ihre Taten begründen, doch sie waren so blind. Nachdenklich rieb ich meine Narbe. Niemals würde ich behaupten, den richtigen Pfad gewählt zu haben... Aber für mich war er richtig. Ich würde stets den Weg gehen, den ich erwähle, solange ich noch wählen konnte.
Kaum hatte ich den roten Faden aufgehoben und war ihm gefolgt, wurde er mir erneut aus der Hand gerissen, von Dawn, die mir die Geschichte der Vampire zu erklären versuchte. Verständnislos stöhnend warf ich mich rückwärts auf mein Bett und streckte meine Arme von mir.
"Kanames Familie war auch noch in einer Monarchie verwickelt? Der Kopf der Vampire also? Das wird ja immer bunter... Warum schaffte er die Monarchie ab? Und warum führt sie Kaname nicht wieder ein...? Bis ich ihn diese Fragen stellen kann, wird es noch eine Zeit lang dauern!", wie konnte ich Miststück ich, mich nur in einen so mächtigen Vampiren verlieben. Mir reichte doch schon die Tatsache, dass er Vampir und Reinblüter war.
"Euch wird das also auch beigebracht, hm?", schloss ich, da sie meinte, sie habe es zumindest so verstanden.
"Machtgierig? Weltherrschaft, und so ein Schwachsinn? Die Ausrottung der Menschheit...", wenn er nach Macht hungerte, musste er das Schwächste Pak auf der Welt auslöschen, die Menschen...
Etwas an ihrem Ton war wie ein rotes Tuch für mich... Blitzartig schoss mein Oberkörper in die Luft, sodass ich wieder saß.
"Ich habe diese Vampirchen nicht gern! Die Natur wird sich schon etwas dabei gedacht haben, wenn sie Wesen wie sie erschafft, wie, wenn sie Wesen wie Regenwürmer erschafft! Ich bin mir sicher, dass wir ebenso leben können, wie die Regenwürmer mit uns!", murrend besah ich meine blassen Füße.
"Und ich weiß, dass Vampire keine Regenwürmer sind... Was ich weiß ist, dass ich schon lange tot sein könnte, wenn Kaname so ein böser Vampir wäre. Daraus schließe ich, dass er doch Frieden will oder..."
Unsinn! Wie sollte ich ihm behilflich sein!
"Wenn du mich fragst, ist überall hier etwas faul! Denkst du, Yuukis und Kanames Treffen war sicher und vorherbestimmt, zumindest von einigen Personen? Oder was sollte faul sein...", fragte ich sie unsicher und hob eine weiße Augenbraue. An einem Treffen an sich war doch nichts faul...
Leise aufstöhnend klatschte ich meine flache Hand an meine Stirn.
"Natürlich wird er es mir nicht erzählen! Sein bester Freund, meinst du?", er war oft mit Schülern aus der Night-Class in einem Raum... aber mit wem am meisten?
"Woher weißt du, was Kaname erzählt und was nicht? Du bist doch nicht etwa seine persönliche Stalkerin?", fragte ich sie toternst, denn somit war sie meine Konkurentin, was an sich nicht schlimm war. Solange man die Grenzen kannte.
Selbsmord oder Mord..., nachdenklich rieb ich mir das Kinn.
"Jemand anderes wäre wohl nicht in der Lage... Level-E und die restlichen Level scheiden da doch aus, nicht? Sie würden nie an die Kraft eines Reinblüters kommen... Also bliebe nur ein weiterer... Sag mal... Wie bleibt das Blut so rein? Kein menschliches Blut? Wie funktioniert das, wenn sogar Level-B Vampire menschliches Blut ihr Eigen nennen?", es war eine seltsame Welt...
"Woran solltest du das merken?", fragte ich sie skeptisch. Sie hatte nicht gesehen, wie Kaname mit mir umging.
"Er baut also Mist, aha...", als Vampir konnte man so einigen Mist bauen. Erneut ließ ich mich zurück in die Maratze fallen. Kanames Duft war zum Teil schon verflogen... Kurz darauf schloss ich meine Augen.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Do März 24, 2011 8:32 pm

Ich zuckte bloß mit den Schultern, als wäre das das normalste auf der Welt. "Sieht so aus, als könnte er es doch."
Ein Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus. "Das wird sicher witzig. Einen kleinen Nervenkitzel kann man immer gebrauchen. Vorallem im langweiligen Schulleben." Ich seufzte. Ich konnte es immer noch nicht fassen, dass gerade ICH die Aufgabe bekommen hatte, einen Haufen Vampirteenager zu bewachen. Ich war doch kein Babysitter!
Ich konnte Hikaris Gedanken zwar nicht antworten, aber es war ganz sicher bloß Unachtsamkeit, ständig den Angriff zu erwähnen.
"Nein, das ist nicht meine Angst. Meine Angst ist es bloß, dass nachher ein Messer in meinem Kniegelenk steckt, sodass ich bewegungsunfähig bin." Es war ja so, dass eine Antivampirwaffe Menschen nicht verletzen konnte, aber wenn es erstmal durch die Haut glitt und sich in einem Gelenk verfing, war es schier unmöglich, sich zu bewegen. Und soetwas konnte unangenehm sein.
"Wenn du es unbedingt persönlich nehmen willst, kann ich dich wohl nicht davon abhalten. Ich kläre dich bloß auf, weshalb ich wie vorgehe."
Mein Gesicht verfinsterte sich schlagartig. Hikari ging zu weit.
"Versuch bitte nicht, meine Lebenseinstellung zu zerstören. Die Gier nach Rache ist das Einzige, was mich vom Selbstmord abhält. Du weißt, wie abscheulich es ist, allein zu sein, nicht wahr?" Und dieses Einsamkeitsgefühl machte mich wahnsinnig.
"Mag sein. Aber das ist trotzdem ein wichtiger Baustein, der zum Huntersein dazugehört. Vampire Hunter ist ein professioneller Beruf."
Trotzig verschrenkte ich die Arme. "Level-E waren mal Menschen. Also ist zwischen Menschen und Level-E keine große Distanz."
Gute Frage. "Kaname scheut sich vor einigem. Zum Beispiel vor Abendgesellschaften." Ich kicherte leise. Ich hatte gehört, dass er Einladungen zu solchigen strikt ignorierte. Sturkopf.
"Waffen führen auch zur Sicherheit des Besitzers.", antwortete ich trocken. Argumentieren konnte ich auch.
"Der Grund unserer Angreifer? Ganz einfach: Blutgier." Und was für eine.
"Du wolltest es doch, dass ich dir ein bisschen was über ihn erzähle. Das ist immerhin das Mindeste, was ich für dich tun kann." Ich zuckte mit den Schultern. "Tschuldigung. Darauf kann ich dir wirklich nichts antworten. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, was in dem Kopf von einem reinblütigen Vampir vorgeht." Ich nicke bloß als Antwort.
"Diese Viecher wurden nicht von der Natur erschaffen. Sie sind Aliens!"
[Bei dieser Tatsache bin ich mir nicht so sicher. Ich glaub, ich verwechsel das mit Midnight Breed (üble Vampirgeschichte...)]
"Was weiß ich... Diese ganze Geschichte mit dem Tod der Kurans ist supermies. Ich habe mich ein wenig informiert. Und genau in der Nacht, in der Kanames Eltern starben, hat er Yuuki gerettet. Ist das nicht seltsam?"
Ich zog einfach nur die Brauen hoch. "Ich hab nur was von 'bester Freund' gehört. Um wen es sich handelt, weiß ich nicht. Weißt du es vielleicht?" Viele kommen da wohl nicht infrage. "Also echt. Ich bin doch keine Stalkerin. Ich habe nur so meine Quellen..." Ich wackelte mysteriös mit den Augenbrauen.
Ich bekam eine Gänsehaut. "Echt unappetitliche Geschichte mit den Reinblütern. Entweder heiraten verschiedene Reinblüterfamilien untereinander... oder Geschwister. Da läufts mir echt kalt den Rücken runter." Geschwisterliebe... also echt.
"Hmm... das merkt man an dem Verhalten der jeweiligen Person. Die haben dann keinen eigenen Willen mehr."
Ich zucke wieder mit den Schultern.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Fr März 25, 2011 7:34 pm

Ich rümpfte abschätzig die Nase. Der Verband war mir schon unsympatisch, obwohl ich ihn mir noch nicht angesehen hatte. Das konnte ja ein grandioser Tag werden! Natürlich war das Schulleben langweilig und ich musste zugeben, dass ich recht abenteuerlustig bin und hungrig auf Geschehnisse wie diese gewartet habe.
"Solange wir nicht dabei draufgehen!", wir bede waren knapp dem Tod entkommen, etwas dergleichen wollte ich nicht widerholen. Doch mein enthusiastisches Gesicht wurde schon bald starr und ernt.
"Ich würde kein Messer brauchen", meinte ich schlicht und sprach von diesem Biest, als gehöre es schon zu meinem Ich. Nachdenklich ignorierte ich diese freundschaftlichen Anspielungen und dachte an meinen Vater. Wenn er ein Hunter gewesen war, hatte er Waffen... Ich musste in mein ehemaliges Zuhause zurückkehren!
"Ich will es nicht persönlich nehmen, ich nehme es automatisch persönlich", meinte ich schlicht und suchte mir etwas gefährliches zum Spielen. Nunja, vielleicht bot sich Dawn ja gerade an? Als sie ein derartig finsteres Gesicht machte, musste ich grinsen. Trotz des Blickes fühlte ich mich sicher, da ich wusste, sie würde mir nichts tun, sollte ich nicht den ersten Angriff starten.
"Nunja, weißt du...", begann ich unschuldig und ließ mein blick rasch durch den Raum schweifen, als hätte ich keine Hintergedanken.
".. ich will dich nicht davon abbringen, ich will dir nur weiß machen, dass ich es nicht für richtig halte und deswegen dir helfen will. Du meitnest, du müsstest dich an dir selbst rächen. Aber, dann kann Rache nicht das einzige sein, das dich vom Selbstmord abhält, denn wenn du dich an dir rächst, ist es Selbstmord. Es mag abscheulich sein, alleine zu sein, aber das liegt im Auge des Betrachters. Einsamkeit ist eine Hürde des Lebens und wer ihr nicht gewachsen ist, oder sich nicht gegen sie wehren kann...", es war nicht unbekannt, wie dieser Satz enden sollte, aus diesem Grund sprach ich nicht mehr weiter. Ich wuchs so auf, wie ich nun war, von daher war ich es gewohnt. Sie war meine beste Freundin.
Ein leises Kichern kam mir über die Lippen.
"Du nennst es professionell, im Grunde hat jeder Beruf etwas professionelles, sogar... Straßenkehrer", ich schmunzelte, machte unschuldige Anspielungen.
Verzweifelt krallte sich meine Hand in meine Bettdecke. Meine Mutter musste sterben, weil sie so war, wie sie war. Wenn mir Dawn nun erzählte, es wäre kein großer Unterschied zwischen ihr und diesem Biest gewesen... hätte ich sie also doch noch retten können? Wenn ich nur früher zuhause gewesen wäre?
"Denkst du nicht auch, dass Level-E raffinierte Wesen sind, die diejenigen benutzen, die uns nahe stehen, um ihren Hunger zu stillen?", mein Blick haftete am Boden. Zwischen meiner Mutter und diese Geschöpfen war stest eine tiefe Schlucht und doch hatte sie genau diese Schlucht eines Tages überschritten.
"Sie waren Menschen, sind es nicht länger, bedeutet dass denn nicht auch, dass sie total verschieden sind? Sie teilen doch alle das selbe Ende. Wir Menschen auch... das ist der einzige Zusammenhang zwischen Mensch und Level-E. Zwischen Hunter und Level-E, sieht es natürlich schon wieder ganz anders aus" , sie waren beide Jäger, die dafür leben um zu jagen.
Verwundert hob ich eine Augenbraue.
"Abendgesellschaften? Mehrere Vampire auf einem Fleck zu treffen?", gierig nahm ich jedes Wissen auf, in der Hoffnung, es in meiner Zukunft einmal gebrauchen zu können.
"Wenn man keine Waffen hat, kommt es zu keinem Misstrauen, somit zu keinen Ausrutschern und wenn Ausrutscher nicht passieren können, hat der Besitzer keinen Grund, sich zu sichern. Sichern sich denn Hühner, wenn sie einen Menschen sehen? Sie laufen weg, wie es jede Beute so tut. Denkst du nicht, dass der Mensch eine Beute ist und schon lange tot sein könnte, wenn die Vampire es so gewollt hätten?", ich wusste, dass Vampire nicht attraktiv und nett sein müssen. Aber ich wusste auch, dass nicht alles richtig sein kann, was wir über sie dachten. Heimlich zählte ich mich schon zu den Vampiren dazu, hatte aber nicht aufgegeben. Ich würde alles in meiner Macht stehende, und noch mehr tun, um so zu bleiben, wie ich war. Aber... veränderte man sich selbst, wenn man zu einem anderen Wesen wurde? Wir würden es schon bald herausfinden.
Erneut musste ich kichern.
"Stimmt, Blutgier wäre wohl das Motiv eines jeden Vampirs", ein Schatten legte sich über mein Gesicht. Ein Schatten, der schon schrie, wie unwohl er sich fühlte.
"Aber kannst du den Level-E wirklich einen Vorwurf machen, wenn diese Menschen nicht bei sich... nicht mehr bei sich sind? Im Grunde sind Hunter doch nur dazu da, um sie zu erlösen", ich lächelte Dawn sanft an. Hatte sie jemals so ihren Job betrachtet? Muss man gleich Jesus heißen, um ein Erlöser sein zu dürfen?
Ein erschrockenes Schaudern glitt über mein Gesicht.
"Das Mindeste... für was? Was wirst du noch von mir verlangen?", meinte mein derartige Ausdrücke denn nicht nur, wenn man sich bei jemanden bedanken wollte?
Unwohl, Unwohl, Unwohl....
Kanames Vergangenheit zum Dank... Das, was ich tun müsste, wäre ein wirklich hoher Preis... Als sie meinte, sie wüsste es nicht, empfand ich eine Art Befriedigung. Etwas, das sie nicht wusste, war eine Last weniger, die un sbedrückte. Wissen konnte schrecklich sein, Ungewissheit umso mehr.
Auf ihre nächste Erklärung musste ich lachen. Ein herzhaftes, schallendes Lachen.
"Aliens?", fragte ich sie und rieb mir ein Auge. "Naja, wie können sie dann darauf ansprechen!", diese Tatsache amüsierte mich sehr. Wie wären sie dann auf die Erde gekommen und warum? Durch den Urknall?
Ich zog den Hals ein und legte mein Kinn am mein Schlüsselbein, als ich mich hinten mit meinen Armen abstützte.
"Ja, seltsam...", murmelte ich leise und dachte nach. Vielleicht war Yuuki verantwortlich, dass sie tot waren, ja, hatte sie sogar ermordet? Unsinn... da war sie doch noch recht klein... Empört legte ich meine Hand auf die Brust.
"Ich? Nein, ich weiß es nicht, sonst würde ich dich nicht fragen. Bester Freund... haptsächlich hält sich Kaname in der Night-Class auf. Einer von ihnen, Hanabusa können wir streichen. Takuma-sempai ist der Vize-Hausvorstand... hmm..", natürlich konnten wir nichts als Vermutungen anstellen.
"Deine Quellen also? Die wären?"
Ich rechnete mit dem schlimmsten, als Dawn meinte, die Geschichte über die Reinblüter war unappetitlich. Mein Magen drehte sich schon vor dieser Geschichte um...
"Ge-...", ich musterte sie geschockt und errötete zugleich, bei dieser Vorstellung. Wobei es sogleich als logisch in meinem Gehirn abgestempelt wurde. Wie sollte sonst dieses reine Blut erhalten werden.
"Kanames Familie würde ermordet... hatte er eine Schwester? Wurde auch sie ermordet?", fragte ich sie unsicher und sah hasserfüllt auf den Boden, als meine Augen blutrot aufleuchteten. Oh, etwas in mir wünschte ihr den Tod...
"Wenn sie noch lebt, ist es sowieso hoffnungslos... Ich mag zwar einen freien Willen haben, aber würde ich diesen nicht verlieren, wäre ich nicht von Nutzen und würde ihn nicht interessieren. Ich nehme an, so etwas ist dort Tradition... Da bin ich eindeutig fehl am Platz", ich wusste nicht, ob ich von diesen Worten überzeugt war.
Ja... Tatsächlich wie Romeo und Julia.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Di März 29, 2011 1:38 pm

Ich klatschte triumphierend in die Hände. "Dann wäre die Sache ja geregelt. Ich lasse ganz bestimmt nicht zu, dass du dabei draufgehst. Und auf mich kann ich dann wohl auch achten." Ich würde Hikari, wenn es nötig ist, mit meinem Leben beschützen; denn das war nunmal die Pflicht eines Hunters. Zumindest war ich dieser Meinung.
"Um mich bewegungsunfähig zu machen? Doch, ich glaube schon. Zumindest bis du es beherrschst, den Chakrafluss eines anderen zu unterbrechen." Das war verdammt schwer. Es war meine besondere Hunterfähigkeit, dass ich in solchen Dingen besonders talentiert war und Hikari müsste erst einmal herausfinden, was sie besonders gut konnte. Ihr Blick fiel mir sofort auf. "Was hast du vor?"
Ich zuckte wieder mit den Schultern. Nach einer bestimmten Zeit wird sie es schon vergessen haben. Davon ging ich aus. Ich verriet ihr das alles nur, um mir Fragen zu ersparen. Um ihren Missmut würde ich wohl kaum herumkommen.
Ich warf mich auf mein Bett. Hikari hatte Recht. Das wusste ich. Aber ich war zu stur um einzusehen, dass ich meine Einstellung ändern sollte.
Ich kicherte auch. "Aber du weißt doch, was ich meine." Ich seufzte. "Nein. Level-E sind nur hirnlose Bestien. Aber Level-D können durchaus hinterlistig sein. Bis sie zum Level-E werden."
Ich starrte eine Weile schweigend meine Finger an. An meinem Ringfinger saß ein zierlicher Ring mit dem Wappen des Verbands darauf. Ich musste mich wohl oder übel während meiner Schulzeit davon trennen. Vampire konnten sehr gut auf das Detail achten...
Ich blickte wieder auf. "Weißt du was? Ich könnte dich als Level-D einstufen, der niemals zum Level-E degenerieren wird." Es war eigentlich wahr. Level-D besaßen noch Hirn und hatten trotzdem manchmal Blutlustanfälle. Und sie hatten noch eine Seele. Glaubte ich zumindest. Ich war der Meinung, dass Hikari noch eine Seele hatte.
Ich nickte. An Hika-chans Gedanken war was dran.
"Ja, ein riesiger Haufen. Ich war schon einige Male auf so einer Veranstaltung. Als Sicherheitskontrolle selbstverständlich. Aber zu solchen Ereignissen verkleide ich mich auch immer. Das heißt, dass mich die Vampire eigentlich nur in Verkleidung kennen. Diejenigen, die mich mit meinem normalen Aussehen als Hunter identifizieren, sind so gut wie tot." Meine Mundwinkel zuckten. Es war zwar nicht wirklich witzig, aber ich konnte nicht anders, als leicht zu lächeln.
"Hühner sind zu dumm, um sich zu sichern. Wenn sie auch annähernd verstand besäßen, würden sie sich wohl auch sichern. Aber Tiere sind allgemein nur von ihren Instinkten gelenkt. Menschen können sich das aussuchen. Und ich habe es mir ausgesucht, lieber kein Risiko einzugehen."
Ich rieb mir das Gesicht. Ich war zu müde um weiterzureden. Ich würde ihren Fragen nur noch knapp antworten.
"Da könnte etwas dran sein." Ich war ein Erlöser, kein Mörder - mit dem Gedanken konnte ich mich anfreunden.
"Nichts. Das einzige, was ich von dir verlangen könnte wäre: 'Lauf weg, Hikari! Lauf um dein Leben!' oder 'Zieh deine Waffe und wehr dich'. Mehr kann ich dir wohl kaum abverlangen."
Ich lachte auch etwas matt. "Ja, und das würde in etwa so klingen: Sag mal, Kaname-sama, du bist doch ein Alien oder?" Ich lachte schallend.
"Etwa der junge Ichijou? Kann sein. Sag mal, welche Vampire sind denn noch in der Night Class? Vielleicht kenne ich sie ja."
Was meine Quellen anging, durfte ich nichts verraten. Das hatten mir meine Quellen persönlich verboten. Das sagte ich ihr bedauernd. Ich hätte es ihr gern erzählt. Aber sie hätte wohl einen Lachkrampf bekommen.
"Mir wäre nicht bekannt, dass er Geschwister hatte. Ich weiß nur von einem Onkel und einem Cousin. Mehr weiß ich nicht von seiner Familie."
Ich runzelte kurz die Stirn. "Nicht in allen Reinblüterfamilien ist das Tradition. Das heißt also, dass du, selbst wenn Kaname eine Schwester hätte, noch eine Chance hättest." Auch wenn sie sehr gering war. Immerhin waren Kanames Eltern und Großeltern auch Geschwister gewesen.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Di März 29, 2011 6:40 pm

Ich sah sie verzweifelt lächelnd an.
"Glaub mir, ich hab auch nicht vor, draufzugehen", kicherte ich und strich etwas nervös über mein Schienbein. Vor hatte ich es nicht, aber ob ich es verhindern konnte, war eine andere Frage. Ich wollte Dawn in keine Schwierigkeiten bringen, aus diesem Grund wollte ich sie so wenig wie möglich in meiner Nähe haben, beziehungsweise, sobald ich merkte, es würde schiefgehen, würde ich meine eigene Lösung finden. Die Pflicht eines Hunters war es, Menschen zu schützen und Level-E zu töten; ich war kein Mensch mehr.
Ihre Art und Weise, immer wieder abzulenken, verärgerte mich etwas. Wollte sie denn nicht darüber sprechen? Wenn das so war, würde ich kein Wort mehr dazu sagen. So lächelte ich lediglich, als sie meinte, ich würde lernen, den Chakrafluss zu kontrollieren. Wenn ich soweit kommen konnte; warum denn nicht?
Ja, was hatte ich vor?
"Hm.. das werde ich sehen, wenn mir eine sinnvolle Idee kommt", kicherte ich leise und rieb mir den angespannten Nacken. Im Grunde wusste ich rein gar nicht über diese Welt und über diejenigen, die ich meine Freunde und Familie schimpfte.
"Ja... ich weiß was du meinst", schmunzelte ich. Man erkannte an meinem Gesicht, das ich schwer nachdachte.
"Nunja... nur, weil sie Bestien sind, muss es nicht heißen, dass sie unbewusst raffiniert sind... Immerhin, ein normaler Mensch erkennt sie nicht sofort", meinte ich schlicht und zuckte mit den Schulter. Vielleicht hätte ich mich erstmals mit dem Thema befassen sollen, anstatt große Reden zu schwingen. Allerdings waren mir die, die uns angegriffen hatten, nicht aufgefallen, ich selbst glaubte ja sogar, sie wären lediglich Irre gewesen, wobei das noch die schönere Variante gewesen wäre.
"Level-D können hinterlistig sein... sind wir das nicht auch? Also, die Menschen? Sie können hinterlistig sein, müssen aber nicht, oder?"
War der Unterschied zwischen Mensch und Vampir wirklich derartig groß?
"Also werden ehemalige Menschen, die das Blut des Reinblüters bekommen zu Level-D degenerieren aber dann doch zu Level-E?", fragte ich sie und hob eine Augenbraue. Das war doch lediglich ein Teufelskreis... Müde sah ich auf den Boden. Ich war es leid, dieses Labyrinth von Ungewöhnlichkeit, das kein Ausgang hatte, dieser Teufelskreis.
"Also gibt es sozusagen kein Entkommen? Unfair... dass nur ein einziger Reinblüter über das Leben eines anderen entscheiden konnte...", meinte ich leise und rieb mir meine Narbe. Kaname konnte das auch... Ich hatte Dawns Ring nicht gemerkt, selbst wenn, ich hätte ihm wohl kaum mehr Beachtung geschenkt.
Allerdings riss mich ihre nächste Antwort aus den Gedanken und brachte mich dazu, herzhaft aufzulachen, anschließend deutete ich auf meine Eckzähne.
"Ich hab noch nicht einmal Reißzähne und bin kaum ein Level-E! Wie willst du mich da als Level-D einstufen lassen?", kicherte ich. Ja, für geschmacklose Witze war ich noch zu haben. Das Leben war zu kurz, zum Trübsalblasen. Erneut spürte ich ein Ziehen in meinem Zahnfleisch und ein brennen in meinen Adern, als hätte es nur auf das Stichwort gewartet.
Ich schmunzelte.
"Sie werden also bewacht? Meinst du, sie könnten sich zu Grippen schließen und die Stadt überfallen? Das wäre doch so offensichtlich", ich verstand die Welt nicht. Warum musste man alles in Gut und Böse unterteilen? Warum konnte nicht jeder etwas von jeden haben?
"Schutzmachenismus eines Menschen ist doch auch Instinkt, oder? Adrenalin... das Weglaufen und so weiter", ich lächelte, als wäre dies nur als Scherz gemeint, denn die Müdigkeit hatte mir zugesetzt. Und ich war mir sicher, Dawn ging es ebenso.
"Könnte?", vielleicht sah sie sich auch selbst als Böse, obwohl nicht die guten Seiten betrachtet zu haben. Alles hatte Gutes und Böses, dagegen konnte man sich nicht wehren. Selbst Engel waren eifersüchtig.
Mit entsetzt rot geweiteten Augen musterte ich die Hunterin.
"Ob das nötig ist, wegzulaufen? Wir werden sehen", ich wollte nicht diskutieren, ich nahm die Dinge so, wie sie kamen, schließlich konnte ich selbst nichts daran ändern.
Wie würde das wohl klingen, wenn ich Kaname auf das alles ansprechen würde, zum richtigen Zeitpunkt, und ich alles offiziell wissen würde? Ein leichtes Lächeln legte sich auf meine Lippen, ich konnte nicht wirklich darüber lachen.
Ihre Frage beantwortete ich schnell:
"Hanabusa Aido-sempai, Akatsuki Kain-sempai, Senri Shiki-sempai, Rima Touya-san, Luca Souen-san, Takuma Ichijou-sempai... und noch einige Vampire, aber diese sind eher das Gesprächsthema Nummer Eins in den Day-Classen. Woher würdest du sie kennen?"
Sie war doch noch nicht auf dieser Akademie, oder? Und auf Abendgesellschaften.. traf sie sie dort?
Ich winkte nur ab.
"Geheimnisse sind unter Freunden selten, berufliche Geheimnisse auch, aber ich denke nicht, dass mich die Quellen interessieren", schmunzelte ich entschuldigend.
"Cousin und Onkel, huh?", ich hatte mich breit auf meinem Bett ausgestreckt und das Kissen auf mein Gesicht fallen lassen, als wollte ich nichts mehr von der Welt wissen.
"Ob die auch tot sind...", dann hätte Kaname ja noch Verwandte... die er wohl nicht aufsuchenwürde.
Die warme Luft schlug mir gegen das Gesicht, als sie nicht entweichen konnte, unter dem Kissen wurde es warm, doch war es mir egal.
"Ich hätte nur eine Chance, wenn Kaname mir eine gibt"
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Fr Apr 01, 2011 7:38 pm

Ich kämmte mir mit den Fingern durch die Haare. "Dein Selbsterhaltungstrieb ist wirklich beachtlich. Ich halte von Leuten, die nicht immer gleich ins Messer laufen recht viel." Ich grinste. Tja, zu diesen Leuten gehörte ich leider nicht. Ich schmeiße mich gern in die Schussbahn. Rein bildlich gemeint, natürlich.
Meine Mundwinkel zuckten. Mehr konnte ich mir nicht abringen. Zu einem Lächeln war ich zu müde. Viel zu müde. Es war mir egal, ob Hikari das merkte oder nicht. Es spielte sowieso keine Rolle.
"Na dann..." Ich gähnte herzhaft. Bei ihrer Vermutung stieß ich ein verächtliches Lachen aus. "Ja, normale Menschen erkennen sie nicht sofort. Aber spätestens beim zweiten Hinsehen müsste ihnen klar sein, dass mit den Dingern etwas nicht stimmt. Und wenn sie sie erkannt haben, ist es für gewöhnlich schon zu spät. Was meinst du, warum ab und zu Menschen spurlos verschwinden? Level-Es. Und wir Hunter müssen schauen, dass wir dieses Ungeziefer beseitigen. Und noch dazu müssen wir darauf achten, alle Leichen zu beseitigen. Keine schöne Arbeit. Wir sind nunmal nicht immer rechtzeitig." Bedauernd zuckte ich mit den Schultern. Daran ließ sich nichts ändern. Denn gerade durch diese Opfer wird der Verband auf Vampire aufmerksam.
Ich seufzte. "Ja, es wäre schön, wenn es bei Level-D nicht so wäre. Aber sie müssen nunmal irgendeine Methode ergreifen, an Blut zu kommen. Und Hinterlist ist da die beste Lösung. Aber das gute ist, dass sie nur selten in einen Zustand der Blutgier verfallen."
Ihre Fragen wurden schon interessanter. Ich zog eine Nagelfeile aus einem Etui. "Das kommt darauf an, von welchem Reinblüter sie das Blut drinken. Wenn es irgendein beliebiger ist, dann wird ihre Degenerierung bloß herausgezögert." Ich stützte mich mit den Ellbogen auf meinen Knien ab und blickte zu ihr auf. "Aber wenn es ein ganz bestimmter Reinblüter ist, dann steigen sie zum Level-C auf und entgehen somit der Degenerierung." Ich war auf einmal wieder hellwach. Ich grinste über beide Ohren. Es war nur zu schade, dass fast kein Reinblüter Lust dazu hat, einem Level-D sein Blut zu geben. Wirklich bedauerlich.
"So ist das Leben. Unfair. Man bekommt eben selten das, was man will." Das war der Satz, den auch Hikari schon zu mir gesagt hatte.
Ich verzog das Gesicht zu einem schwachen Grinsen. "Man kann es ja mal versuchen."
Ich wurde wieder ernst. "Das können sie sehr wohl. Und das wäre eine Chatastrophe." Eine vom schlimmsten Ausmaß. Vorallem wenn auch Reinblüter unter ihnen waren.
"Das war mal der Schutzmechanismus. Leider kommt er heutzutage zu kurz. Außerdem kann man vor Vampiren schlecht weglaufen."
Ich nickte. Ich hatte keine Lust, weiter darauf einzugehen. Also ließ ich es einfach.
"Wir lassen uns einfach mal überraschen." Klang doch ganz lustig. Auf den Hinweis zu warten, ob man um sein Leben rennen oder kämpfen soll.
Aufmerksam hörte ich ihr zu, als sie mir die Namen auflistete. "Ich glaube, die kenne ich alle. Bis auf diese Ruka Souen..." Mal überlegen. Wer war wohl der geeignetste. "Ich kenne sie vom Sehen-Hören. Aidou-senpai und Akatsuki-senpai treten normalerweise immer im Doppelpack auf. Soweit ich weiß, sind sie Cousins. Ichijou-senpai ist der Enkel von einem Senatsoberhaupt. Ein richtiges Ekel ist dieser alte Senator. Touya-san und Shiki-senpai arbeiten in der Modebranche."
Ich rümpfte die Nase. "Ich wäre meine Informationsquelle los. Leider merkt sie sofort, wenn ich es jemandem erzählen würde." Bedauernd lächelte ich sie an.
"Ja. Der Onkel heißt Rido Kuran. Und bei dem Cousin handelt es sich um keinen weniger als Senri Shiki." Das wusste ich auch von bestimmten Quellen. Es war extrem schwer gewesen, an diese Informationen ranzukommen. "So weit ich weiß, ist Kanames Onkel tot." Und dass sein Cousin noch lebte, müsste Hikari nachvollziehen können.
"Er hat dir doch schon eine Chance gegeben, Hika-chan."
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   So Mai 08, 2011 8:03 pm

Ich schmunzelte verächtlich. Mit dem Wissen, wohl bald in´s Gras zu beißen, ist der Selbsterhaltungstrieg durchaus groß und stark. Aber ich selbst wusste bis jetzt nicht, wie es sich anfühlte, wie sollte ich da verlangen, dass andere es verstehen? Es war auch nicht so, als wäre ich niemals draufgängerisch gewesen. Aber wann dann wollte ich stilvoll draufgängerisch sein. Neugierig musterte ich Dans Gesicht. Sie schien müde gewesen zu sein. Dumm war ich vielleicht, aber ich war eine gute Beobachterin. Zumindest hielt ich das von mir. Spätestens nach ihrem Gähnen wäre mir sowieso aufgefallen, dass sie müde gewesen war. In mir rauften sich Müdigkeit und Schlaflosigkeit. Wer sollte am Ende gewinnen? Als sie so abschätzig von ihrer Arbeit und diesen Geschöpfen sprach, rümpfte ich die Nase. Es lief mir ein kalter Schauer über den Rücken. Geborene Hunterin, dachte ich nur. "Letzten Endes werden sie ja nicht freiwillig zu Level-E´s", meinte ich leise und nachdenklich. Aber war Selbstmitleid das Richtige? Wer außer uns selbst würde uns Level-E bemitleiden? Niemand. Oder war es der erste Schritt, so zu denken, bis in den Abgrund hinein? "Von verschwundenen Menschen ist mir kaum etwas aufgefallen", es war seltsam. Vampire servierten sich uns auf dem silbernen Tablett und wir übersahen sie einfach, als wären sie ein uninteressanter, goldener Apfel. Ungeziefer... Vielleicht hatte sie ja doch recht. Recht mit allem? Doch wer hatte das Recht, zwischen Recht und Unrecht zu entscheiden? Teilweise mussten die Hunter also fehl schlagen, wenn sie nur den halberten Auftrag ausführen können.
Ich dachte zurück, an die Zeit, in der wir wohl noch gemeinsam am Tisch aßen und Vater von seiner Arbeit erzählte; die abgeschwächte Version.
Ich verzog sarkastisch freudig das Gesicht. Blutgier, wunderbar! Vorsichtig fasste ich an meine Kehle... sie war viel zu trocken. Als ich merkte, wie die Türkishaarige eine Nagelfeile zuückte, musste ich schmunzeln. Man konnte alles als Waffe verwenden... Oder es würde einfach nur etwas länger dauern, das zu erklären.
"Degeneration sagst du also, ja? Hm... Ich frage mich, was sich während der Degenaration verändert und was der Unterschied zwischen Vampir und Mensch ist", ich hatte keine Ahnung, wo ich mich hinzuzählen sollte, also sprach ich generell in der dritten Person. Wohl eine schlechte Idee, einen Hunter diese Frage zu stellen. Ihr Grinsen war der Grund für meine skeptische Art. Zumindest war eine von uns wach genug, um klar zu denken.
Grummelnd warf ich einen Blick auf das Mädchen. Es passte mir wohl nicht, dass jemand meine Worte gegen mich verwendete. "Selten, aber wenn man sich Mühe gibt, kann es zu so einem seltenen Fall kommen", meinte ich nur seufzend und sah aus dem Fenster. Ich hatte keinen Grund, zu Grinsen, oder zu Weinen.
Ich musste belustigt lachen und sah Dawn verhöhnend an. "Kaum ist der Mensch nicht mehr das höchste Tier in der Nahrungskette, schreit er Morder und Zetero", kicherte ich nur belustigt. Es schien schon so, als würde sich meine trockene Kehle wieder zu Wort melden. Ich räusperte mich kurz entschuldigend und schloss bedauernd die Augen. Abfällig konnte ich auch sprechen. Und irgendetwas schien ab diesem Moment zerbrochen zu sein... Ich dachte, es waren Ketten...
Es stimmte alles, das mir die junge Saito über die Night- Class erzählte. Zumindest das, was ich kannte und mehr, erzählte sie mir. "Eckel, ja? Warum wurde er dann nicht schon lange abgemurkst? Was tut er denn?", fragte ich nach, wobei Neugierde etwas anderes war.
Ich war durchaus in der Lage, zu verstehen was sie meinte und warum sie das meinte. Aus diesem Grund fragte ich nicht mehr nach.
Meine Augenbrauen zuckten. "Senri Shiki?", fragte ich nochmal etwas ungläubig nach, eher mich selbst. Ähnlichkeit war vorhanden. Warum waren wir bis jetzt nie selbst darauf gekommen? Natürlich lebte er auch noch. Ob Senri deshalb so still war? Weil sein Vater gestorben war? Jeder hatte ein anderes Verhältnis zu seinen Eltern, deswegen wäre es oberflächlich von mir gewesen, auch nur zu denken, dass er ihn vermissen würde.
Ich mochte Überraschungen, hoffte aber, es zeigen zu können, wenn es so wiet war, ganz im Gegensatz zu jetzt. Ich war nicht in der Lage, einen Gesichtsmuskel zu regen. Starr und steif. Wie ein Raubtier, auf der Lauer.
"Jetzt bleibt nur noch die Frage: Eine Chance für was?" Eien Chance, um mit ihm zu leben? Oder eine Chance, um für ihn zu leben? Beides lag so nah beinander, dass ich mich einfach diese Frage stellen musste. Langsam stand ich auf und schnappte mir das Buch über Rosen. Ich wollte es lesen. Doch wie, wenn ich nichts sah? Mir wurde es flüchtig schwarz vor Augen, meine Kehle brannte und in meinem Kopf hörte ich eine unglaublich hohe Sequenz, die schmerzte. Verkrampft krallte ich mich an die Türschnalle. "Dawn...", keuchte ich leise auf und warf ihr einen vorsichtigen Blick über die Schulter hinzu. "I-Ich glaub... ich geh mal eben Luft schnappen", ich hatte keine Ahnung, wie spät es bereits geworden war. Meine Augen brannten, als hätte ich gespürt, wie sich ihre Farbe verändert hätten, aber das war doch eigentlich nicht möglich, richtig? Ruckwartig öffnete ich die Zimmertür und stürmte barfuß aus dem Zimmer über den Flur. Das war eigentlich nicht möglich... richtig?! Es war auch nicht möglich, dass ich so schnell gerannt war, dass ich bereits zu keuchen begonnen hatte, nachdem ich das Haus Sonne hinter mir gelassen hatte, richtig? Panisch drückte ich das Buch an meine Brust, während ich in den Wald rannte. Irgendetwas, wo sich das Raubtier seine Krallen wetzen konnte.... Irgendetwas...
Und urplötzlich blieb ich stehen. Vor mir erstreckten sich die sieben Teiche. Erst jetzt merkte ich, wie sich der sanfte Nieselregen an meine Haut drängte, mein Haar und meine Haut benetzte. Das Gras unter meinen nackten Sohlen streichelte meine Knöchel, wiegend im Wind. Das komplette Gegenteil von der Unruhe in mir. Ich fiel auf die Knie und krallte mich in meine Brust. Mein Herzschlag machte mich verrückt. Ich versuchte meine Gedanken zu blockieren, denn, wenn ich einmal den Tod anbetete, war es zu spät gewesen. Zischen in meinem Kopf, Ziehen in meinem Kiefer und ein rasendes Herz. "A-Autsch...", flüsterte ich leise, als ich mir mein jämmerliches Spiegelbild ansah. War ich hier nicht falsch? Im Wald bei den sieben Teichen?


tbc: Wald; Sieben Teiche
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Mo Mai 09, 2011 7:13 pm

Ich blickte ihr fest in die Augen. "Das macht keinen Unterschied. Sie sind es trotzdem. Und sie werden es bis zu ihrem Tod bleiben. Denn die wenigsten Vampire opfern ihr Blut freiwillig an solche niederen Kreaturen. Am wenigsten Reinblüter."
Ich zuckte nur mit den Schultern. "Das heißt dann wohl, dass wir unseren Job gut machen."
Ich lachte erheitert auf. "Was sich bei der Degeneration verändert? Die Abstände zwischen den Blutgierattacken werden kürzer. Du verlierst deinen Verstand. Du wirst zur wilden Bestie. Das unterscheidet einen Menschen von einem Vampir. Wir Menschen sind keine... äh Monster wie sie." Ich hatte keine Lust, weiter auf das Thema einzugehen.
Ich achtete auch nicht mehr auf ihre Gestik und Mimik. Das war wohl ein Fehler, aber es machte mir nichts aus.
"Genau. Es gibt immerhin immer Ausnahmen."
Bei ihrem Spruch kicherte ich. "Tja, so ist der Mensch eben. Er will immer das beste sein, das es gibt. Zum Beispiel gibt es nur wenige, die noch nie darüber nachgedacht haben, unsterblich zu sein. Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt. Das ist das einzig gute am Vampirdasein. Man hat mehr Lebenszeit zur Verfügung."
Meine Mundwinkel zuckten. "Erstens: Weil er nicht abgemurkst werden will; und zweitens: weil die anderen Vampire zu viel Schiss vor ihm haben. Glaub mir, der Typ strahlt eine Aura des Bösen aus. Und niemand unternimmt etwas gegen ihn. Die normalen Vampire, weil sie es nicht können und die Reinblüter, weil sie es nicht wollen. Denen ist es vollkommen gleich, von wem sie regiert werden. Von dem ehrenwerten Herrn Kuran oder vom Alten Ekel." Ich schüttelte den Kopf. "Diese Widerwärtigkeit kann man nicht erklären. Ich habe ihn einmal gesehen und ich will es nie wieder."
Ich nickte. "Jep. Das gutaussehende männliche Model, das mit Rima Touya zusammenarbeitet."
Ich blickte sie ratlos an. Darauf hatte ich auch keine Antwort.
Ich bemerkte ihre Veränderung sofort. Blutgier. Schon wieder. Als sie aus der Tür verschwand, rannte ich zu meiner Reisetasche und kramte in einem Fach herum. Da war sie ja, die Schachtel Bluttabletten.
Ich hatte den Rektor gebeten, mir eine zu geben. Ich wollte sie untersuchen, aber scheinbar würde ich sie für andere Nutzen gebrauchen. Ich nahm sie mir und rannte Hikari hinterher.
Dass mir die Äste zarte Schrammer auf Gesicht, Hals, Armen und Beinen hinterließ, war mir egal.

tbc. Wald; Sieben Teiche
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Di Mai 24, 2011 5:34 pm

cf. Sieben Teiche

"Und ich kenne viele Menschen. Sehr viele." Ich seufzte. Ich hasste es, wenn mir Leute die Worte im Mund umdrehten.
Ich lachte fröhlich auf. "Ok, das war wirklich keine Absicht. Ich könnte auf die Narbe liebend gerne verzichten. Aber man kann die Zeit nicht zurückspulen. Und man kann auch nicht sehen, was in der Zukunft passieren wird. Man lebt allein in der Gegenwart."
Ich lächelte sie lieb an. "Das war nur ein gut gemeinter Rat. Auch Vampire können sich erkälten. Und du bist nur zur Hälfte einer." Ich musste an Ichio mit laufender Nase denken und kicherte los. Na also, da war doch etwas amüsantes.
"So weit bin ich noch nicht. Leider weiß ich nicht, wie früh ich einspringen kann. Dieses Mittel hilft, indem es den Betroffenen bewegungsunfähig macht. Ob es auch mehr schafft, weiß ich nicht." Ich zuckte die Schultern. "Aber es lohnt sich auf jeden Fall."
Ich nahm einen Zettel und begann gedankenverloren darauf herumzukritzeln. Als ich realisierte, was ich da gezeichnet hatte, verzog ich das Gesicht. Es waren zwei unterschiedliche Bilder
Es handelte sich um die Umrisse Kaname Kurans, der Hikari ins Gesicht schlug. Auf dem anderen Bild lag Hikari blutüberströmt in Ketten an die Wand gefesselt. Neben ihr stand Kaname der hasserfüllt auf sie hinabstarrte.
Ich zerknüllte schnell das Blatt und warf es in eine Ecke des Raumes. Wie konnte ich so etwas nur zeichnen?
"Ja, ich werde nicht mehr so von ihm sprechen. Aber hör du dann bitte auf, immer davon zu sprechen, wie schlecht ich von Vampiren denke. Es wird nicht dazu führen, dass ich meinen Hass verliere."
Ich rollte die Augen. "Nein, das glaube ich nicht. Und wenn er welche hätte, würden sie vermutlich dazu dienen, dass er an ihnen seine Wut auslassen kann." Seine Wut, seine Trauer, seinen Hass.
Ich zuckte mit den Schultern. "Du bist seine Freundin. Ich dachte, da vertraut man sich einiges an. Ist dir vielleicht aufgefallen, dass etwas in diesem Raum fehlt?" Sie wollte es mir nicht anvertrauen. Nun gut, dann müsste ich mich wohl selbst drum kümmern.
Ich sah auf meine Hände. Wie konnte ich nur? Warum quälte ich Hikari mit meinen Fragen so? Ich wusste eine Antwort darauf. Und diese Antwort gefiel mir nicht. Weil ich eine Marionette des Hunter Verbands war.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Di Mai 24, 2011 7:52 pm

Dann musste sie die falschen Menschen kennen...
Es spielte keine Rolle, wie viele Menschen man kannte. Entscheidend war, welche Menschen man noch nicht kannte. Aber ich hatte keine Lust, ihr das ein zu trichtern. Solange diese Verschiedenheit unser einziges Problemchen wäre, wäre ich glücklich gewesen.
"Man ist nur allein, wenn man zulässt, dass man alleine ist. Die Zukunft ist ungewiss, die Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern, aber wir haben ein Recht darauf, die Gegenwart zu ändern", antwortete ich passend darauf. Aber dumme Menschen ließen sich selbst dieses Recht nehmen... es war nur traurig.
Ich war zur Hälfte einer, hm? Wie so etwas entstehen konnte, war mir nicht klar. Zur Hälfte...
Meine roten Augen musterten sie entsetzt. Bewgungsunfähig reicht vollkommen!, dachte ich empört, mehr brauchte ich nicht. Ob sie mir mehr als das antun wollte? Wer wusste das schon?
Da ich mir das nasse Nachthemd ausgezogen und mir ein neues angezogen hatte, hatte ich nicht gemerkt, dass sie etwas gezeichnet hatte. Sonst hätte ich neugierig nachgestichelt, allerdings war ich wohl nicht in der Verfassung, sturer nachzuhacken. Dazu war ich zu müde und zu ausgelaugt. Das darauffolgende Abenteuer mit Kaname würde kein Zuckerschlecken werden.. ich hoffte nur, Energie genug für mein kleines Schauspiel zu besitzen.
Ein leises Kichern drang aus meiner Kehle, während ich mich auf mein Bett warf.
"Nunja, du hast so von Kaname gesprochen und deswegen meinte ich, dass du schlecht über Vampire redest. Wenn du mir versprichst, nicht mehr so über ihn zu reden, wie sollte ich dann meinen, dass du schlecht über Vampire sprichst?", natürlich wusste ich, was sie meinte. Aber ich fand, dass diese Situation generell zu ernst war. Deswegen entschied ich, eine Friede-Freude-Eierkuchen-Rede zu halten. Mir war klar, dass Dawn nicht aufhören würde, schlecht über Vampire zu sprechen. "Es wurde ihr in die Wiege gelegt", war nur eine lächerliche Ausrede, für nichts und wieder nichts. "Sie lässt sich von ihrer Arbeit erblinden", würde passen. Aber ich verstand sie nur zu gut. Ich konnte mir vorstellen, dass das Blut in ihr gegen Vampire protestierte, aber es war möglich, gegen das Blut zu protestieren. Bei Dawns nächster Aussage, musterte ich sie scharf und ermahnend. So schnell hatte sie ihr Versprechen vergessen?
"Wut...", wiederholte ich leise. Wut, die sich durch was aufgestaut hatte? "Nur... woher?", flüsterte ich leise, eher an mich gerichtet. Ich wusste nicht, ob die junge Saito wieder schlecht antworten würde, wenn ich es laut ausgesprochen hätte, deswegen ging ich dem aus dem Weg. Sie hatte es versprochen, aber in Versuchung kann sie dennoch geraten. Eben diese Versuchung wollte ich im Keim ersticken.
Verkrampft krallte ich mich in meine Bettdecke, auf der ich saß. Ja, wir vertrauten uns einiges an... zumindest hatte ich so gehandelt. Ob er es tun würde, nachdem er offiziell weiß, dass ich weiß, was er weiß, wusste ich nicht... Aber ich würde sein Vertrauen nicht missbrauchen. Dawn und Kaname waren sich feindlich gesinnt, dass akzeptierte ich, aber dass ich der Laufbursche war und einem bestimmten das Ass zuschieben durfte, sah ich nicht ein.
Erneut nachdenklich rieb ich mir das Kinn.
"Weißt du, jeder kann sein Zimmer so einrichten, wie es ihm beliebt. Ich zum Beispiel habe gern Bilder, Wärme und ein paar Süßigkeiten in meinem Zimmer. Wenn ich in einem anderen bin, mit keinen Bildern, Süßigkeiten oder keiner Wärme, dann fehlen sie für mich... ", und sie wollte mir nicht anvertrauen, nach was-... Irrsinn!! Reinster Irrsinn!!, so sollte ich nicht denken, nicht über meine beste Freundin. Denn das war es doch, das Freundschaft ausmachte. Vertrauen, oder ähnliches.
Zu einem Holzherz einer Marionette durchzudringen, war nicht einfach, das wusste ich.
Anschließend sah die Türkishaarige recht... seltsam und anders aus. Ich wusste nicht, welches Gefühl es war... aber es war ein anderes, das sie mir bisher geschenkt hatte. Also setzte ich mich seufzend auf, ging langsam auf meine Freundin zu, legte eine Hand auf ihre Schulter und die andere auf ihre Hände, die sie betrachtete.
"Es ist alles gut hier", lächelte ich ihr sanft zu und nahm ihre Hände fest in meine. Falsch.. genau hier ist sie nicht sicher. Genau hier sind wir alle nicht sicher.
"Also mach kein ernstes Gesicht mehr, hier kann dir keiner etwas anhaben. Nicht einmal der Verband... keiner, hörst du? Auch ich nicht, schließlich hast du mich unter Kontrolle, nicht wahr?", flüsterte ich ihr leise zu. Und diese Worte ausgerechnet von mir... Ich umarmte sie. Um diesen Ausdruck aus Dawns Gesicht zu verscheuchen und um ernst aus dem Fenster sehen zu können.
Ich hab doch recht... oder?
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Mi Mai 25, 2011 5:24 pm

Ich wuschelte Hikari durch das weiße Haar. "Du würdest eine wundervolle Dichterin sein. Du bist so poetisch veranlagt."
Ich nickte. "Na schön, ich versuche, mich in deiner Gegenwart zurückzuhalten."
Ich sah sie traurig an. "Er hat seine Familie verloren. Und er hegt eine Wut gegen den Mörder seiner Eltern." Wer auch immer das sein mag. "Ich muss zugeben, in dieser Hinsicht sind wir uns recht ähnlich. Wir wollen beide Rache. Nur ich kann sie nicht mehr an dem Mörder meiner Eltern ausüben, weil er von einer anderen Hand gestorben ist. Aber ich übe meine Wut an seinesgleichen aus." Vielleicht würde sie meinen Hass so besser verstehen.
Ich lächelte sie sanft an. "Du lenkst vom Thema ab, Hika-chan. Bitte antworte mir."
Ich begann zu zittern, als sie versuchte, mich zu beruhigen. Mein Blick verschwamm. Ich schüttelte energisch den Kopf. Ich durfte jetzt nicht einschlafen. Der Moment war zu schön.
"Ja. Ich habe dich unter Kontrolle. Und ich denke darüber nach, den Vampir in dir zu versiegeln. Noch ist das möglich. Bist du damit einverstanden?"
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Mi Mai 25, 2011 6:17 pm

"Poethen leben in einer Scheinwelt", ich wusste, dass es für mich nicht stimmte, aber andere Menschen dachten so. Für andere Menschen, sprachen Poethen nur Schwachsinn und Seltsames.
Ich schmunzelte meine Freundin an.
"Außerdem dichte ich gern, wenn ich dichten will und nicht, wenn es mein Job von mir verlangt", erklärte ich ihr den wichtigsten Unterschied, denn Gedichte kamen wie sie wollen, nicht, wie sie sollten.
Versuchen? Nunja, der Gedanke zählt
Ich wollte ihrem traurigen Blick Trost spenden, mit dem meinen.
"Dawn-chan... was werdet ihr tun, wenn ihr euch gerächt habt? Rache erzeugt nur neues Leid. Ist es den... wirkliche Genugtuung?", fragte ich sie tollerant, wenn ich wollte auch die Situation einer anderen Perspektive sehen. Es war nicht so, als verstünde ich beide nicht. Ich wollte ihnen lediglich zeigen, dass es auch etwas anderes, als Hass und Rache gab. Wenn man es nur zuließe.
Natürlich lenkte ich vom Thema ab. Was hatte meine Freundin denn erwartet...
"Nunja, es kommt darauf an, was fehlen sollte und was nicht fehlen sollte", wie bereits erwähnt, könnte jedes Zimmer anders auf einen wirken. Es kam doch eigentlich auf den an, der es betrat. Ich wusste, was meiner Meinung nach fehlte, aber was fehlte Dawns Meinung nach?
Als ich merkte, dass ich Zitterte, legte ich ihr eine Hand an den Kopf.
"Du musst nicht zittern", flüsterte ich leise und lächelte die Hunterin an. Ich dachte, dass das wohl das erste und letzte Mal sein würde, dass ich sie so sehe.
"Hab ich denn eine andere Wahl?", wenn es sie glücklich machte, sie beruhigte, würde ich die Marionette für die Marionette sein, um ihr das Gefühl zu geben, selbst ein Puppenspieler zu sein.
"Aber um mich unter Kontrolle zu halten, musst du ausgeschlafen sein, richtig?", kicherte ich ihr leise zu und kniff ihr sanft in die Wange. Sie machte einen erschöpften Eindruck... mein Puppenspieler.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Fr Mai 27, 2011 4:16 pm

"Gewissermaßen leben wir auch in einer Scheinwelt. Wer glaubt heutzutage schon ernsthaft an Vampire: Diejenigen, die welche kennen. Und diese Personen leben zur Hälfte in einer Scheinwelt." Ich grinste sie an.
"Da hast du Recht. Aber Dichter werden mit Geld bezahlt." Was man nicht von jedem Job behaupten kann.
"Ja, ist es. Wir haben Leid erlebt und dann können die Urhaber dieses Leids auch Leid erleben."
Ich dachte kurz nach. Ja, das war eine gute Frage. "Dinge, die in normale Zimmer gehören. Ich meine in menschliche Zimmer. Auch, wenn man das nicht vergleichen kann."
Ich zitterte trotzdem weiter. "Dagegen kann man nicht viel tun, Hika-chan."
Ich zuckte mit den Schultern. "Natürlich hast du die Wahl. Ich lasse es dich entscheiden, von wem und wie du kontrolliert werden willst. Denn kontrolliert musst du werden."
Ich umarmte sie sanft. "Da hast du wohl Recht." Ich schlüpfte in einen frischen Schlafanzug, da der alte verschmutzt war. Ich legte mich ins Bett und fiel sofort in einen unruhigen Schlaf. Denn das gewöhnte sich ein Hunter schnell an. Möglichst wachsam zu sein... Selbst im Schlaf.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Fr Jun 10, 2011 5:37 pm

Nachdenklich hatte ich meine Brauen zusammengezogen. Vermutlich war das Wort Parallelwelt geeingeter, als Scheinwelt. Aber ich blieb stumm. Ich war zu müde, um zu diskutieren, es hätte zu nichts geführt. Grundlos hatte sie diesen Ausruck wohl nicht verwendet. Sie hatte niemals irgendetwas grundlos verwendet. Gerade deswegen musste ich vorsichtig sein, wollte ich nicht zwischen beide geraten.
"Wer weiß, vielleicht haben sie schon Leid erlebt und wollen nur eben den Schuldigen Leid antun?", es war ein ewiger Kreislauf, den man nur durch etwas anderes als ewigen Hass uns Rachegelüste durchbrechen konnte. Wir redeten aneinander vorbei, das war okay so. So konnte wenigstens kein Streit eskalieren, oder ähnliches, ich verstand sie ja dennoch, wollte nur nicht antworten.
Meine weißen Brauen zuckten. "Wenn man es nicht vergleichen kann, warum tust du es dann?", ich wusste nicht, ob sie sich dessen bewusst war, aber in ihren Sätzen fand ich stets Auswege, es ihr nicht sagen zu müssen. Wenn es ihr bewusst war, wollte sie mir vielleicht dennoch eine Wahl lassen... selbst wenn es nicht sicher war, mich beruigte es deutlich. Ich glaubte, sie würde mir eine Wahl lassen, ob ich es ihr absichtlich verraten würde, oder ob ich ausweichen würde. Deswegen bot sie mir Fluchtwege, auf die ich Gegenfragen stellen konnte... und wenn es nicht so war, war es zumindest schön erfunden von mir. "Doch, man kann was dagegen tun... hör einfach auf damit", hatte ich ihr sanft zugelächelt, denn hier hatte sie keinen Grund mehr, zu zittern, dafür würde ich sorgen. "Du musst wirklich nicht mehr zittern, ich werde dir nichts mehr tun"
Ich schlucke hart. "Das weiß ich...", ich wusste aber nicht, von wem ich kontrolliert werden sollte. Dawn hatte einen Vorteil. Wenn ich mich für Kaname entscheiden sollte, so müssten wir eine Weile warten, bis er offiziell wusste, dass ich es wusste. Bis dahin konnte schon weiß Gott was passiert sein... Ein kläglicher Seufzer kam über meine Lippen.
Ich tat es ihr gleich und schlüpfte ebenso in ein wärmeres Nachthemd und hatte mich ins Bett gekuschelt. Aber diese Nacht war unglaublich erdrückend gewesen, das ich des öfteren aufgewacht war, unruhig schlief oder gar wach geblieben bin. Ich war nur froh, als ich nach jedem Albtraum aufgewacht war. Beim Aufwachen war ich ausgelaugter, als vor dem Schlafen gehen. Viele Gedanken schwirrten mir ihm Kopf herum, was wohl passieren würde, wie ich es anstellen sollte, was ich tun hätte sollen...
Der erlösend sanfter Sonnenstrahl traf auf mein Gesicht, doch wurde er sogleich wieder von vorbeiziehenden Wolken erstickt. Ich starrte meinen Wecker an, den ich noch gar nicht gestellt hatte und stellte fest, dass es bereits Morgen war. Vorsichtig setzte ich mich auf, murrte verschlafen und fuhr mir durch das durcheinander geratene Haar. Plötzlich war mir so, als wüsste ich nichts mehr. Hatten wir uns eine Zeit ausgemacht? Vielleicht... Erschöpft und faul ließ ich mich zurück in das Kissen fallen und sah hinüber, zu der Hunterin. Gähnend streckte ich mich und versuchte mich an meine Träume zu erinnern, erfolglos. Für gewöhnlich war ich nie so früh wach geworden... aber ich hatte so schrecklich geschlafen, dass ich nur sehnsüchtig auf die Sonne gewartet hatte, die mir zeigte, dass es zeit zur Flucht vor den Albträumen war. Vorsichtig, um Dawn nicht zu wecken, stand ich auf und kramte in meinem Schrank herum... Nun fragte ich mich, was ich anziehen hätte sollen... Es war bestimmt kalt... Ich nieste. Zumindest hatte ich mich erkältet. Ich fischte einen schwarzen Rock, eine seidige Strumpfhose und eine Bluse samt Unterwäsche aus dem Schrank. Schleunigst hatte ich sie angezogen und meinen Mantel bereit gehalten. So früh würde ich wohl noch nicht durchstarten müssen, hoffte ich zumindest... Aber so fertig wie ich aussah, musste ich wohl einige Vorbereitungen treffen.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Mo Jun 13, 2011 5:59 pm

Ich kniff die Augen zusammen, als ich das Sonnenlicht spürte. Warum war es so hell? Ich hatte doch gar keine Fenster in meinem Zimmer. Ich blinzelte und starrte auf die Wand mir gegenüber. Sie war nicht dunkelviolett wie meine eigene. Ach ja, richtig, ich war ja jetzt auf der Cross Academy. Ich lauschte. Hinter mir hörte ich Hikari durch den Raum zum Schrank tapsen. Ich rollte die Augen. Sie hatte wirklich noch einiges vor sich, um zur Hunterin zu werden. Das erste, was man lernen sollte, war, leise zu sein. So hatte man die Möglichkeit, unbemerkt zu fliehen, wenn man es sich nicht traute, anzugreifen. Ich lauschte dem Rascheln der Kleidung. Als sie nieste musste ich grinsen. Ich hatte also Recht gehabt. Vampire konnten sich auch erkälten. "Gesundheit. Wo möchtest du so früh denn schon hin?", fragte ich meine Mitbewohnerin, immernoch mit dem Rücken zu ihr.
Ich strich mir die zerknoteten Haare aus dem Gesicht und kämmte sie ein wenig mit den Fingern durch. Als ich dies getan hatte, drehte ich mich zu ihr um und stand auf. Auch ich ging zum Schrank und zog die schwarze Schuluniform daraus hervor. Diese zog ich an. Hikaris Anwesenheit dabei störte mich nicht im geringsten. Als ich die Uniform anhatte, betrachtete ich argwöhnisch die rote Schleife, die dazugehörte. "Was meinst du? Rot passt doch absolut nicht zu türkisen Haaren, oder?" Ich legte die Schleife zurück in den Schrank und nahm eine violette heraus. Diese Band ich mir um. Ein kurzer Blick in den Spiegel genügte mir schon. "Na also. Schon viel besser." Ich nahm mir zwei schwarze Haarbänder aus meinem Kosmetikköfferchen und frisierte mir die langen Haare zu den üblichen Zöpfen. Schnell schnappte ich mir noch die Augenklappe, band sie mir um. Dann, mit einem Blick aus dem Fenster, griff ich noch nach der Pistole und einem Dolch und band beide an zwei Gürteln um meine Beine unter dem Rock fest. In Not könnte ich schnell danach greifen. "Lieber Vorsorge als Nachsorge.", meinte ich mit einem Achselzucken. Ich warf mir meinen langen schwarzen Mantel über die Armbeuge und sah Hikari abwartend an.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Mi Jun 15, 2011 8:01 pm

Ich hatte keinen Grund zu fliehen. Vor Dawn würde ich niemals fliehen und auch niemals fliehen müssen, das nahm ich mir vor. Von daher bemühte ich mich nicht, leise zu sein, nicht, wenn sie in meiner Nähe war. Mein Vater hatte mir nie beigebracht, was ich als Hunter beherrschen musste, ich hatte auch bis jetzt niemals wie eine gelebt, von daher dachte ich auch nicht wie eine. Ich dachte eben, so wie Hikari denken würde und so mochte ich mich eigentlich recht gern. Egal ob Vampir, ob Hunter, ich würde immer ich bleiben.
Als sich Dawn bemerkbar machte, fuhr ich enttäuscht zusammen. "Hab ich dich geweckt? Tut mir leid...", ich dachte nach. Ja, wo wollte ich hin? "Uhm.. keine Ahnung, wenn ich ehrlich bin, erinnere ich mich nur düster an den gestrigen Tag von daher wäre ich gerne für alles voerbereitet", meinte ich einfach nur kichernd und sah sie llieb an. Sodass ich keinen Grund zur Sorge haben würde.
Während ich etwas verzweifelt versucht hatte, mich für etwas elegantes zu entscheiden - wobei ich nichts davon im Schrank gelagert hatte - hatte sich Dawn angezogen. Es störte mich nicht sonderlich, schließlich war sie ein Mädchen, ebenso wie ich. Nachdem meine Entscheidung gefallen war, hatte auch ich mich angekleidet.
"Nunja", kicherte ich amüsiert. "Versuch es, sieht bestimmt niedlich aus, es vertreibt deinen grummeligen Ausdruck", lächelte ich sie sanft und etwas tadelnd an. Wenn man es nicht versuchte, konnte man es nicht wissen.
Doch als sie mit der Violetten kam, rümpfte ich hilfesuchend kichernd die Nase. "Das sieht verdammt düster aus, Dawn-chan!" Natürlich, ich mochte ebenso düsteres, im Ausgleich versuchte ich allerdings oft zu lächeln. Nun, ich hoffte, Dawn oft zum Lächeln bringen zu können.
Ich hatte mir meinen angenehmen, kurzen Mantel mit Kunstpelz an der Kapuze angezogen und mich darin gekuschelt.
"Also, eigentlich hätte ich dich ja um Rat fragen müssen, was meine Klamotten anbelangte, ne? Aber...", ich setzte mir eine Mütze auf. "... ich bin aufgeregt", murmelte ich, während ich gegen den Hunger ein Kaubonbon in den Mund schob und verunsichert darauf herumkaute. "Dawn... chaaan!! Ich hab Angst!", wimmerte ich, halb lachend und rieb mir die erröteten Wangen. Ich packte eine kleine Handtasche zusammen, mit etwas Geld - falls ich noch shoppen wollte, wenn man in die Stadt kam, musste man die Gelegenheit nützen. Trotz dem Wimmern machte ich wohl einen durchaus lebendigen Ausdruck, blitzschnell war ich aus der Tür gehopst und mit sanften, springenden Bewegungen hatte ich auch das Haus verlassen. Ich hob kaum vom Boden ab, nein, meine Sprunggelenke wurden nur etwas in Anspruch genommen.
"Doki-Doki...", seufzte ich leise, ehe ich die Tür öffnete und mir die kalte, beruhigende Luft entgegenschlug.

-->> Gelände um das Haus Sonne
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Do Jun 16, 2011 6:19 pm

Ich schüttelte den Kopf. "Nein, hast du nicht. Ich war schon wach. Aber du solltest trotzdem versuchen, leiser zu sein.", fuhr ich mit einem lieben Grinsen fort. Mit einem Blick auf ihre gerötete Nase antworte ich: "Ich erinnere mich noch zu gut. Wir waren gestern Nacht draußen und habe dich davor gewarnt, dass du einen Schnupfen bekommen könntest." Das Thema Blutsauger und Kaname vermied ich vorerst, allerdings würde ich auf zweiteres noch einmal zurückkommen. Ich musterte die Kleidung, die sich Hikari angezogen hatte und schüttelte zungenschnalzend den Kopf. "Ich sehe schon: Wir müssen unbedingt nochmal shoppen gehen." Ich sprang zurück zum Kleiderschrank, zog die Uniform wieder aus und zog dafür Jeans und einen Kaschmirpullover an. Immerhin konnte ich nicht mit der Schuluniform in die Stadt gehen. "Vor deinem Date mit Kaname möchtest du also noch mal in die Stadt. Ich vermute sowieso, dass er sich nach dem Unterricht noch mal in sein Zimmer verschanzen wird."
Ich stemmte meine Hände in die Hüften. "Ich und grummelig? Das bildest du dir nur ein. Ich lasse erstmal das Kostüm hier. Wir kommen ja noch einmal zurück. Oder wo triffst du dich mit ihm?"
Ich steckte mir ein Kaugummi in den Mund. Hikari musste ich keins anbieten, weil sie sowieso schon etwas im Mund hatte. "Düster ist doch gut. Das ist nunmal mein Stil. Außerdem erinnert mich rot zu sehr an Blut. Und die ganze Zeit mit so nem Ding rumzulaufen ist echt unter aller Kanone."
Ich hakte mich bei ihr ein und folgte ihr. "Dann helf ich dir mal. Soweit es geht natürlich." Ich grinste. "Du solltest auch Angst haben. Vor dem großen, bösen Kaname." Ich knuffte ihr freundschaftlich in den Arm.
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