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 Zimmer 7 von Dawn und Hikari

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Dawn Saito

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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Mi März 02, 2011 5:51 pm

Ich biss mir auf die Lippe. Sollte ich ihr wirklich antworten? Naja. Wenn sie es wirklich wissen wollte...
"Ich suche nach der Person, die vor meiner Ankunft in deinem Zimmer gewesen war.", antwortete ich ihr sachlich.
Also doch. Ein Junge. Ich musste es wissen! "Wer ist es denn? Komm sag schon! Ich will es wissen. Sieht er gut aus?", hakte ich neugierig nach. Hoffentlich hatte Hikari einen guten Geschmack. Denn wenn sich meine neue beste Freundin verliebte, dann schon in einen Typen, der etwas hatte. Ich kicherte mit ihr. Das hatte ich wirklich WIRKLICH noch nieee getan. Mit einem Mädchen über Jungs gesprochen. Und es war ein unglaubliches Gefühl.
Ich quiekte erfreut auf. "Ok. Dann wäre das ja geregelt!" Ich strahlte Hikari an.
Die Weißhaarige musste wirklich Glück haben. An einem Tag bekam sie einen 'festen Freund' und eine beste Freundin.
Ich fiel Hikari um den Hals. "Danke.", flüsterte ich ihr ins Ohr. Ihr Angebot könnte ganz gut sein. Vielleicht schaffte ich es ja, in Gegenwart eines Vampirs, die Narbe zu verdecken. Denn wenn einer der Blutsauger das sehen würde, hätte er vielleicht schon gewisse Verdachte.
Durch die langen Wimpern sah ich sie durchdringend an. "Vertraust du mir denn auch?"
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Mi März 02, 2011 6:20 pm

Geduldig musterte ich sie. Es schien so, als wollte sie es mir eigentlich nicht aus freien Stücken erzählen, aber ich war zu neugierig...
Doch wünschte ich mir, sie hätte es mir niemals gesagt... Erschrocken sah ich das Mädchen vor mir an.
"V-Vor deiner Ankunft?", stotterte ich und meine Wangen wurden schlagartig heiß, da ich nervös war. Warum? Was wollte sie mit Kaname? Was wollte sie von ihm?
"E-Er ist gegangen... ich werde ihn erst morgen wiedersehen...", murmelte ich leise und hoffte, sie würde die indirekte Antwort verstehen, denn ich wollte ihr nicht direkt sagen, dass diese Person mitkam.
"Was willst du von ihm?", ich wollte ihm so gut es ging verteidigen, klang weder vorwurfsvoll, noch böse, nur neugierig. Außerdem wollte ich mich nicht zwischen Dawn und Kaname entscheiden.
Sie würde mich nicht mehr von ihm trennen können nun, da ich ihn schon liebte... Aber eigentlich war es logisch, dass ich nur denjenigen in mein Zimmer ließ, der auch mein fester Freund war, ich fragte mich, ob ihr klar war, dass sie nach meinem Freund suchte...
"J-Ja, das tut er, aber Aussehen ist ja doch nicht alles", kicherte ich verlegen und rieb mir den Hinterkopf. Es war schön zu sehen, dass sie lebendiger wurde und somit dachte ich, ich hätte keinen Grund ihr zu misstrauen.
"I-Ich weiß nicht, ob ich es dir sagen sollte", meinte ich ehrlich und schmunzelte so, als wäre ich nur zu schüchtern, um es zu sagen. Aber eigentlich durfte ich es gar nicht tun...
Als Dawn mich anstrahlte, lächelte ich sie an. War es wirklich geregelt? Nein, nun begannen die richtigen Probleme erst... Genau weil ich zu viel Glück zu haben schien, war es mir unheimlich, ich wollte kaum glauben, dass es wahr war.
Ich legte auch meine Arme um sie, als sie mich umarmte.
"Wofür? Ist doch klar", meinte ich nur bescheiden und schmunzelte, ehe ich mich wieder von ihr löste. Freundinnen waren ja dazu da, um sich zu unterstützen.
Wenn ich ehrlich bin, brachte mich die Grünhaarige dennoch sehr ins Schwitzen. Nachdenklich sah ich sie an.
"Nunja, ich sehe keinen Grund, dir nicht zu vertrauen", lächelte ich munter und musterte sie. Vertrauen baute sich, in manchen Fällen schwer auf. Ich fragte mich, ob ich das auch in ihrem Fall tun konnte. Natürlich, wenn ich nur daran glaubte.
"Aber es ist seltsam... ist Vertrauen und Erwartung das selbe? Wenn man sich verabredet, wo ist der Unterschied zwischen erwarten, dass jemand kommt, oder darauf zu vertrauen, dass jemand kommt?", fragte ich sie nachdenklich. Diese Fragen beschäftigten mich oft, wenn mich jemand fragte, ob ich schnell vertraute.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Do März 03, 2011 1:20 pm

Mein Blick wurde fest. Ich nahm mir vor, Hikari nie anzulügen. So etwas taten Freundinnen immerhin nicht. "Ja. Hier war jemand." Und dieser jemand hatte hier nichts zu suchen. Der Geruch hing auch an Hikari. Der Vampir hatte sie angefasst. Mein Pony fiel über meine Augen, sodass meine Zimmergenossin deren Ausdruck nicht mehr erkennen konnte.
Ich bemühte mich um ein fröhliches Lächeln. "Um wen handelt es sich? Vielleicht habe ich ihn ja schon gesehen! Ist er die Person, die morgen mit in die Stadt kommt?" Ich ging davon aus, dass ich richtig lag. Immerhin war es ein Junge, der morgen mitkommen würde. Und hier war um diese Uhrzeit auch einer gewesen... UM HIMMELS WILLEN! Sie hatten doch nicht etwa...?
Mein Mundwinkel zog sich zu einem schiefen Grinsen hoch. "Ganz einfach. Ich möchte die Person kennen lernen, die dir am Herzen liegt." Das stimmte auch. Aber der eigentlich Grund, weshalb ich nach einem Anwesenden gesucht hatte war, dass ich nicht von hinten angesprungen werden wollte. Einfach aus Selbsterhaltungstrieb.
"Ok. Das Wichtigste bei einem Jungen ist wohl dann erfüllt. Ich komme weiter zum Benehmen. Ist er charmant? Nett? Höflich? Und vor allem: Ist er sexy?" Ich hoffte wirklich, dass so Fragen normal waren...
"Bitte, bitte, bitte!", bettelte ich und setzte meinen treusten Dackelblick auf. (Mit zwei Augen ging sowas viel besser als mit nur einem.) Das Betteln diente nur zum Zweck. Ich wollte wissen, ob ich mir ernsthafte Sorgen um sie machen sollte. Oder um ihre Unversehrtheit.
"Das ist nicht klar!" Als wir uns wieder voneinander lösten, spielte ich mit den Fingern ein wenig am Saum meines Tops herum um etwas nervös zu wirken.
Ich grinste breit. "Danke." Aber bei ihrem nächsten Satz runzelte ich leicht die Stirn. Dieses Mädchen war wirklich intelligent.
"Der Unterschied ist, dass man bei Vertrauen weiß, dass derjenige kommt. Und das Vertrauen zu zerstören ist viel schmerzhafter. Naja, und erwarten ist sehr herrisch..."
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Do März 03, 2011 6:27 pm

Ich musterte sie stumm. Natürlich wusste ich, dass hier jemand gewesen war... Aber es verwunderte mich, dass sie das wusste. Seufzend fuhr ich mir durch mein weißes Haar. Nun war ich doch tatsächlich hin- und hergerissen, würde Kaname-niichama das verstehen?
Meine roten Augen musterten Dawn verwirrt, denn für einen Augenblick konnte ich ihre nicht erkennen, ihr Ausdruck blieb unerkannt. Als sie mich anlächelte, lächelte ich sie ebenfalls an.
"Nunja... ich würde sagen: Lass dich überraschen, er wird morgen mitkommen", schmunzelte ich, denn ich fand es nicht besonders schlimm... Nun, da ich so darüber nachdachte, war ich ziemlich dumm, naiv und... verliebt. Denn, oh, ich hatte genau das getan. Ich hatte mich mit Kaname verabredet, wusste nicht, wie verboten das eigentlich war... Ich ahnte, er wäre ehrlich und liebte mich, so wie ich es tat.
Ich lächelte sie offen an.
"Naja, eine kennst du ja", deutete ich an, denn sie lag mir ebenfalls am Herzen. Sie mussten sich nicht gut verstehen, solange sie die Beziehung zu den jeweils anderen akzeptierten... Ich hoffte wirklich sehr, dass es nur halb so schlimm werden würde, wie ich es mir vorstellte.
"Von daher wirst du auch ihn kennenlernen, du wirst nicht vernachlässigt", versprach ich ihr ehrlich und schmunzelte breit.
"Das Wichtigste?", fragte ich verwundert. Ich vernachlässigte das Aussehen zwar nicht, aber all zu wichtig war es mir nicht wirklich, aber es war mir wichtig.
Ich nickte etwas errötet...
"Ja, er ist charmant, nett, höflich und.... sexy", gab ich mir pochendem Herzen zu, schließlich war ich ihm verfallen.
"Aber warum fragst du das alels? Selbst, wenn du meinen würdest, es wäre falsch, wäre es zu spät, weil ich ihn unsterblich liebe", winkte ich lachend und scherzhaft ab, denn ich ahnte ja nicht, dass es ernsthaft so war...
"Sowas hilft bei mir nicht", meinte ich kichernd, als sie ihren Dackelblick einsetzte.
"Wofür bedankst du dich wirklich? Das ist selbstverständlich!", meinte ich. Als Freundin sollte man soetwas schon draufhaben.
Als sie mir den Unterschied erklärte, stutzte ich etwas.
"Hm... ja, ich denke du hast recht", lächelte ich sie lieb an. Ich wusste nicht, ob Kaname mir wirklich helfen würde... ich hoffte es.
"Hast du denn einen Freund?"
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Fr März 04, 2011 8:50 pm

Ich seufzte übertrieben. "Quäle mich doch nicht so! Das ist ja unerträglich. Welche Haarfarbe hat er?", hakte ich nach. Es fing langsam an, mir so richtig Spaß zu machen, sie auszufragen. Was für ein ahnungsloses Ding sie doch war. Ich stubste ihr mit dem Zeigefinger auf die Nasenspitze. "Das hoffe ich doch sehr." Wenn ich es mir so recht überlegte, wollte ich ihn gar nicht kennenlernen. Ich wollte ihm nicht einmal näher als fünf Meter kommen. Der bloße Gedanke gruselte mich. Bisher war es immer so gewesen, dass der Vampir, dem ich mich näherte, nachher nicht mehr am Leben war.
"Dann bin ich ja erleichtert." Im Spaß wischte ich mir mit dem Handrücken über die Stirn und gab so das Ende der Narbe frei. Sie hörte nicht an meinem Scheitel auf, sondern führte auch noch unter den Haarschopf. Es hatte ewig gedauert, bis die Haare, die an dieser Stelle rausgerissen worden waren, wieder nachgewachsen waren. Deshalb trug ich jetzt auch einen Pony. Vorher waren die Haare dort auch so lang gewesen wie der Rest.
"Immerhin ist das das erste, was an einem Typen auffällt. Die werden also sofort als interessant oder uninteressant eingestuft. Außerdem kann man mit einem gutaussehenden Typen viel besser angeben." Ich zwinkerte ihr schelmisch zu.
Ja, das waren sie alle. Das sind die Mittel der Vampire. Ihre Opfer mit gutem Aussehen, Charme und ihrer Intelligenz zu beturteln. Und die Extraeffekte sollte man auch dazuzählen.
"Das ist gut. Sehr gut." Ich rieb mir die Hände und grinste sie an.
"Hihi... Ich bin nur neugierig. Und ich weiß, dass ich nichts dagegen tun kann." Denn wenn man sich einmal in den Augen eines Vampirs -und noch dazu Reinblüters- verliert, ist man ihm hilflos ausgeliefert.
Als sie meinte, dass das nichts half, zog ich zu dem Dackelblick auch noch eine Schmolllippe.
Ich seufzte. "Ich habe mir noch nie die Mühe gemacht, einen Freund zu bekommen." Ich hatte auch nie die Zeit dazu gehabt.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Fr März 04, 2011 9:05 pm

Ich stockte. Quälte ich sie wirklich? Eigentlich wollte ich das doch gar nicht! Aber Kaname würde mich hassen... Wenn er wüsste, was hier vor sich ging.
"Hmm...", ich dachte nach und deutete seltsame Gästen um meinen Kopf.
"Es ist eine Mischung aus rot und braun, also rotbraun", stellte ich wirklich sehr intelligent fest und schmunzelte. Ich war... naiv, das möge stimmen. Oder einfach nur gutmütig, denn ich sah Dawn als Freundin. Ich dachte mir, es könne nicht sehr viel passieren, wenn ich es ihr erzählte, sie kam mir so vertraut vor... Natürlich wurde ich auch oft enttäuscht, weshalb es mich kaum noch verletzte, wenn ich erneut enttäuscht werden würde. Ja, ich war in der Tat etwas... seltsam und naiv.
"Du musst es nicht hoffen, du weißt es nämlich", meinte ich stur, allerdings lieb und legte den Kopf schief.
"Erleichtert? Hast du dir etwa etwas anderes erwartet?", fragte ich sie empört und musterte sie mit großen, roten Augen. Ich schien nicht wirklich eine vertrauenswürdige Person zu sein.
"Naja, das Märchen des hässlichen Entleins, nicht wahr?", schmunzelte ich, denn es passte gerade sehr.
Natürlich konnte sie nichts dagegen tun... Als sie sich aber die Hände rieb, musterte ich sie etwas ängstlich.
"Was... hast du vor?", fragte ich unsicher, wobei ich aber schmunzelte. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie etwas sabutieren würde.
"Das hilft auch nichts", kicherte ich, als sie einen Schmollmund zog. Ich war abgehärtet, schien auf den ersten Blick zumindest so... Denn Kanames Augen war ich bereits verfallen.
Ich musterte sie wieder ernster.
"Naja, ich auch nicht, es war eher so ein Zufalle, weißt du? Und ich bin froh darüber, Kaname-niichama begegnet zu sein", säuselte ich verträumt und sah aus dem Fenster. Mit Namen konnte sie doch noch ncihts anfangen, oder? Hoffte ich zumindest, ich schien mich verraten zu haben...
Hikari, du dumme Kuh! Kaname wird sich bestimmt nicht die Mühe machen, ausgerechnet mit dir wegzulaufen und durchzubrennen!! Ich seufzte.
"Dawn-chan? Ich erzähl dir das alles auch, weil ich dir vertraue. Also sag bitte niemanden etwas, ja?"
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Sa März 05, 2011 6:55 pm

Ich zog eine Augenbraue hoch. Sie hatte keinen schlechten Geschmack. Das musste man ihr lassen. "Hmm... Eins muss man dir lassen. Du suchst dir vom Guten wirklich nur das Beste heraus." Ich versuchte, eine Liste an Vampiren, die ich schon einmal aus dem Schatten gesehen hatte, in meine Erinnerung heraufzubeschwören. Aber ich konnte mich einfach an keinen mit dunklen Haaren erinnern. Vielleicht liegt das ja daran, dass ich ihn noch nicht getroffen habe... Ich musste mich wohl oder übel überraschen lassen. Und das passte mir ganz und gar nicht. Ich konnte mich nicht einmal darauf vorbereiten, mit welchem Blutsauger ich es zu tun kriegen würde.
"Wenn du meinst... Dann weiß ich es eben." Das Lächeln war in meinen Worten mitzuhören. Traurig lächelnd sah ich ihr in die Augen. "Mir wurde seit meiner Kindheit eingeschärft, nie von etwas auszugehen." Zum Beispiel, dass mir niemand etwas anhaben konnte. Das konnte man immer an der Narbe sehen, die mein Gesicht verunstaltete. "Welches Märchen? Das kenne ich gar nicht... Ist das europäisch?" Na toll. Jetzt wollte sie mir irgendetwas sagen, und ich konnte damit nichts anfangen. Ich sollte mal anfangen ausländische Kulturen zu studieren.
"Was ich vorhabe? Das werde ich entscheiden, wenn ich ihn sehe. Ich werde entscheiden, ob er gut genug für dich ist." Mein ernster Blick verschwand und ich grinste sie an. "Kleiner Scherz." Ich setzte mich in den Schneidersitz und schmollte weiter.
Als der Name fiel, auf den ich schon so lange wartete, blieb die Zeit stehen. NEIN!!!, schrie eine innere Stimme. Das konnte nicht sein! Entsetzt riss ich die Augen auf. Warum gerade Kaname Kuran? Hikari war verloren. Sie hatte sich in die letzte Person verliebt, in die sie sich hätte verlieben dürfen.
"K...Kaname K...Kuran? Das... das kann nicht sein!", flüsterte ich stotternd. Hikari war so gut wie tot. Sich in einen Reinblüter zu verlieben... Nein!
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Sa März 05, 2011 7:38 pm

Plötzlich began ich zu lachen. Ich schien Dawn nicht sonderlich ernst zu nehmen.
"Naja, weißt du... Ich suche mir niemanden aus, die Liebe kommt, wann sie kommen will, nicht, wenn ich es entscheide", meinte ich einfach nur kichernd und winkte ab. Eigentlich konnte ich nichts dafür, dass ich mich in Kaname verliebt hatte... Aber, wenn ich mehr über ihn gewusst hätte, hätte ich mir gewünscht, mich in jemand anderes verliebt zu haben?
Leider konnte ich meiner Freundin noch kein Bild des jungen Kurans zeigen, aber sie würde schon sehen, wer sich hinter diesem berühmten Namen verbarg.
Ich musterte sie mitfühlend, als sie auch mich traurig ansah.
"Wenn man sich von anderen beeinflussen lässt, kann man seinen eigenen Charakter nicht entwickeln... Also darfst du ruhig träumen, hoffen und so weiter und deine eigenen Erfahrungen machen", meinte ich lächelnd und musterte sie.
Ich nickte nur mit meinem weißen Schopf.
"Es ist europäisch", ich las gerne, darunter viele Märchen und Sagen aus der ganzen Welt.
"In diesem Märchen geht es darum, dass ein falsches Ei versehentlich in eine Entenfamilie gerät. Als das Küken schlüpft, meinen die Enten, es sei hässlich und wollten es nicht. Doch als es heranwächst, wird aus ihm ein schöner Schwan", erzählte ich ihr die Geschichte, wie ich sie kannte, grob und nickte wissend.
Erschrocken musterten meine roten Augen das Mädchen vor mir.
"Naja... ich denke nicht, dass du dir um mich Sorgen machen musst", noch war ich sehr naiv...
Ich war sichtlich erleichtert, als sie meinte, es wäre nur ein Scherz gewesen.
Dawns Blick war entsetzt.
"D-Dawn... geht es dir nicht gut?", fragte ich sie verwirrt und musterte sie besorgt. Seltsam.. kaum hatte ich Kanames Namen gesagt, hatte sie so reagiert... kannte sie ihn etwa schon?
"Was ist los? Kennst du ihn?" nun konnte sie mich nicht mehr für dumm verkaufen, denn ich war neugierig geworden.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   So März 06, 2011 12:01 pm

Ich stimmte in ihr Lachen ein. "Ja, die Liebe. Liebe ist eine der gefährlichsten Waffen. Wenn sie gegen dich eingesetzt wird, bist du vollkommen hilflos." Hikari war wirklich arm dran. Ich lächelte unergründlich. Diese Waffe wurde noch nie gegen mich eingesetzt. Ich hatte noch nie geliebt. Dawn Saito ist nicht nur der letzte Schatten. Nein, das war nicht mein einziger Name. Einige, die mit mir scherzten nannten mich auch den Eiskalten Killer. Mit gutem Grund. Ich ließ mich nicht von meinen Gefühlen leiten. Das war das Ass im Ärmel eines guten Hunters.
Ich blickte ihr tief in die Augen und gab ihr so zu verstehen, dass dieses Gespräch unter uns bleiben würde. Beste Freundinnen verheimlichten sich immerhin nichts. Aber durch den Schwur, den ich im Verband abgelegt hatte, durfte ich meine wahre Identität nicht verraten. Ich würde mein bestes geben, dass Hikari selbst herausfand, wer ich wirklich war.
"Hikari-chan. Ich brauche keinen eigenen Charakter. Ich tue das, was ich für nötig halte." Und ich war eine Marionette. Eine Marionette des Hunter Verbands. Traurig lächelnd fuhr ich mir über den Oberschenkel, an dem ich bisher jede Nacht ein Wurfmesser befestigt hatte. Jetzt spürte ich unter dem Stoff gar nichts.
"Das Märchen klingt schön. Hast du vielleicht eine europäische Märchenansammlung, die ich mir ausleihen kann? Ich habe das Gefühl, dass sie ganz schön sein müssten." Jetzt verstand ich auch ihre Andeutung, sagte ihr aber nicht, was ich dazu dachte. "Das sehen wir noch." Nein. Das war gelogen. Ich wusste, dass ich mir Sorgen machen musste.
Ich vergrub das Gesicht in meinen Händen. "Schon gut. Alles in Ordnung.", presste ich hervor. Nichts war in Ordnung. Aber Hikari sollte sich keine Sorgen machen. Ich hob den Blick und sah ihr in die Augen. "Nicht persönlich. Aber in meiner Familie ist der Name Kuran sehr bekannt." Ich sah zur Seite. "Hast du denn eine Vorstellung, wie mächtig er ist?"
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   So März 06, 2011 1:53 pm

Ich zuckte kichernd mit den Schultern.
"Aber nur, wenn du zulässt, dass sie gegen dich verwendet wird", meinte ich einfach und wurde wieder ernster. Schon alleine durch das Verlieben, ließe man es zu... Hilfloser als wir es waren, konnte sonst niemand mehr sein.
Meine roten musterten sie verwirrt, es schien so, als wollte sie, dass dieses Gespräch unser erstes Geheimnis zusammen sein würde. Mit einem Nicken zeigte ich ihr, dass ich verstanden hatte und es ganz bestimmt behalten würde. Mal ehrlich, wem sollte ich es auch schon verraten?
Aber es passte mir nicht sonderlich, es war seltsam, wie sie sich selbst erklärte...
"Ist das, was du für nötig hältst auch das, was dich glücklich macht? Dawn-chan... wenn du es nicht tust, werde ich dafür sorgen, dass du glücklich bist... Ich möchte, dass du das tust, was du willst, nicht das, was andere von dir verlangen", auch das habe ich zu Kaname gesagt. Weil ich fest davon überzeugt war, dass Menschen, die den Erwartungen anderer entsprechen niemals das Ende des Tunnels erreichten. Glücksgefühl war immerhin das Gefühl, das jemanden weit bringen kann.
Ich nickte und stand auf. In meinem Schrank müsste irgendwo ein Buch sein.
Kaum hatte ich meinen Schrank geöffnet, fielen mir schon schwere Bücher entgegen.
"Ich habe auch griechische Sagen", meinte ich und trug drei Bücher zurück und setzte mich wieder bequem auf mein Bett.
"Sieh mal... hier sind die eropäischen... hier habe ich griechische und hier...", ich gab ihr jeweils zwei Bücher, doch das dritte schlug ich auf einer Seite auf, die ich schon oft geöffnet hatte. Die Seite zeigte eine Rose, die sich kaum von anderen unterschied.
"Ich will sie ihm zeigen... sie soll nur alle zehn Jahre blühen", meinte ich, sanft lächelnd und dachte natürlich nur an ihn.
"Sie ist so besonders, weil sie nur alle zehn Jahre blüht... deswegen stellt sie andere Rosen in den Schatten... Aber ist das nicht ungerecht? Stell dir vor, diese eine Rose, wäre eine große Freude. Sie kommt nur sehr selten vor... aber alle anderen Rosen, sind kleine Freuden, sie kommen viel öfter vor... Sind kleine Freuden nicht schon schöner, als Große?", fragte ich sie und verglich mich insgeheim mit Yuuki. Sie war die, die nur alle zehn Jahre blühte und ich eine gewöhnliche, blaue Rose... Ich hatte nicht gemerkt, dass ich einen traurigen Gesichtsausdruck hatte. Schnell schüttelte ich meinen Kopf und lächelte sie wieder zuversichtlich an.
"Schon in Ordnung, du wirst sehen, dass mir nichts passiert", meinte ich stolz und streckte ihr etwas frech die Zunger heraus.
"Außerdem bist du doch auch bei mir", ich wusste nicht warum, aber Dawn hatte etwas seltsames an sich, dass mir sagte, ich könne ihr vertrauen.
Ich musterte sie besorgt, als sie das Gesicht in den Händen vergrub.
"Hör mal...", wollte ich schon beginnen, doch da fragte sie mich, ob ich wüsste, wie viel Macht er besäße. Betrübt lächelnd sah ich zur Seite.
"W-Was ist das denn jetzt für eine Frage, Dawn-chan... Er hat es mir doch selbst gesagt, natürlich weiß ich, wie mächtig ist", dass man diese Antwort durchaus zweideutig verstehen konnte, wusste ich nicht... bisher hielt ich ihn für einen Politiker, nichts weiter.
"Du hörst dich so an... als wäre ich schuld, dass ich mich in ihn verliebt habe... das ist nicht fair", ich lächelte sie an. Nein, ich beschuldigte niemanden...
Kaname...
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   So März 06, 2011 6:47 pm

Ich zog eine Augenbraue hoch. "Ich sage dir mal eine Sache. Manche Leute können Verrat begehen. Und viele davon sind welche, von denen man es am wenigsten erwartet. Sei bitte vorsichtig, in wen du dich verliebst." Kaname Kuran war intelligent. Das waren alle hochrangigen Vampire. Aber vor allem die Reinblüter. Und bisher hatte er noch keine Interesse an Mädchen gezeigt. Nicht die leiseste.
Mein Blick erwiderte ihren fest. Sie schien verstanden zu haben, was ich von ihr wollte. Kluges Mädchen.
"Nein, ist es nicht. Das, was ich für nötig halte, ist das Wohlergehen anderer. Ich tu das, was ich will. Und es tut mir gut, mich für andere zu engagieren."
Ich sah Hikari zu, wie sie aus ihrem Schrank einige Bücher holte. "Griechische Sagen kenne ich schon einige. Aber ich denke, ein bisschen Lesestoff könnte nicht schaden." Ich ging zu meinem Koffer und wühlte ein wenig darin. Ich holte ein, in Leder gebundenes Buch heraus und hielt es Hikari hin. "Schau her! Das ist die Lektüre, mit der ich mich sonst befasse." Dieses Buch war eine Ansammlung an Rätseln. Es waren keine einfachen Rätsel. Hier handelte es sich um Rätsel, die nur richtige Strategen lösen konnten. Und das war ich. Das war eine der Fähigkeiten, für die ich bewundert wurde. Ich setzte sie allerdings nur in Notsituationen ein. Sonst war ich nicht sehr interessiert darin, anderen von meiner Intelligenz zu zeigen. Aber bei Hikari war das anders. Ich wollte ihr helfen, zum Stratege zu werden, da ich davon ausging, dass sie in Zukunft auch Hunter werden würde. Außerdem musste sie selbst herausfinden, wann sie von anderen benutzt wurde und wann nicht.
Meine Augen weiteten sich ein wenig.
Ich musterte das Bild, das sich auf der Seite zeigte. Es war eine Rose. Mein Blick wanderte von der Rose zu Hikari und wieder zurück. Ich nahm das schwere Buch und musterte das Bild genauer."Diese Blume habe ich schon einmal auf einem anderen Bild gesehen." Ich hatte es zerknittert auf dem Boden in der Nähe von der Ruine des Hauses der Familie Kuran gefunden.
"Eine wirklich außergewöhnliche Blume.", murmelte ich, immernoch in den Anblick des Bildes versunken.
"Du bist wie diese eine Rose für mich. Du bist die erste Person in meinem Leben, zu der ich mich wirklich verbunden fühle. Du scheinst dich zu unterschätzen." Es war mir schon vorher aufgefallen. Aber der Blick, mit dem meine Freundin dieses Bild musterte, gefiel mir nicht. Sie sah so verloren aus.
"Das hoffe ich doch sehr." Ich rümpfte kurz die Nase, entspannte mich aber wieder. "Ja, ich bin bei dir. Und ich werde bei dir bleiben."
Ich runzelte die Stirn. "Was genau hat er dir gesagt. Über welche Macht hat er dich informiert?" Das gefiel mir ganz und gar nicht. Was hatte der Reinblüter ihr verraten. An dem ganzen Ding war etwas faul. Kaname Kuran hatte sich nie für ein Mädchen interessiert. Und jetzt 'verliebte' er sich zufällig in ein Mädchen, das aus einer Hunterfamilie stammte. Das war alles höchst eigenartig.
Ich umarmte sie. "Du kannst natürlich nichts dafür. Was kann man schon gegen die Liebe tun?!"
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   So März 06, 2011 7:24 pm

Ich schnappte nach Luft, als läge ein Stein auf meiner Brust.
"I-Ich kann es mir doch nicht aussuchen, in wen ich mich verliebe...", ich konnte es nicht einmal verhindern... Man sah mir an, dass ich verunsichert war. Sollte ich Dawn oder Kaname trauen? Denn sie widersprachen sich, also konnte ich unmöglich beiden vertrauen... Was sollte ich also tun? Verzweifelt gab ich nur ein "Mh...!", von mir und seufzte. Ich konnte doch nicht ahnen, dass mir doch etwas passieren könnte... Ich hätte es, wahrscheinlich, auch nicht glauben wollen, wenn ich es gewusst hätte, so dumm war ich. Dumm und blind. Ich sah nur das, was ich auch sehen wollte. Kaname... meinen Liebsten, meine Person, der ich trauen konnte. Dawn... meine Freundin, die mir niemals etwas verheimlichen würde, meine Person, der ich vertrauen konnte...
"Wenn du dich um andere kümmerst, sollten sich manche auch um dich kümmern... das werde ich übernehmen", lächelte ich sie lieb an. Ich wusste, dass man Menschen nicht die Last der ganzen Welt auflegen konnte. Hatte man jemals Dawn gesagt, dass sie nicht alleine sein musste?
Ich musterte die Sammlung von Rätseln.
"Ich bin kein großer Stratege, logisches Denken liegt mir eher", lächelte ich und hatte mir somit eine Grube geschaufelt, aus der ich so schnell nicht mehr entfliehen konnte. Wenn das wirklich meine Stärke wäre, würde ich nicht auf jemanden, wie Kaname reinfallen. Ein kleiner Hauch von Strategie lag natürlich auch in meinem Blut, aber ich hielt es nie für nötig, sie sinnvoll gegen Feinde einsetzen zu müssen.
Ich zuckte etwas betrübt zurück, als Dawn meinte, wie außergewöhnlich diese Blume wäre. Was war an ihr so besonders? Ich vermute, es verletzte mich nur so sehr, weil ich Yuuki mit mir verglich. Yuuki war außergewöhnlich... ich war gewöhnlich. Warum sollte er mich also lieben?
Aber sie klärte mich schnell auf.
"Ich? Diese Blume...", dieser Gedanke brachte meine Welt in Unordnung. Ich unterschätzte mich? Wenn ich mich unterschätzte, überschätzte ich dann Yuuki?
Ich wusste nicht, was das für ein Gefühl war, das mein Herz quetschte, meinen Lungen die Luft raubte und meinen Kopf in ein weißes Papier austauschte.
Hass, Wut... Liebe? War es eine Mischung aus all diesen intensiven Gefühlen? All diese Gefühle, die nicht sein dürften? Warum hatte ich weißes Haar, wenn mein Herz das komplette Gegenteil davon war?
Ich lächelte verzweifelt und rieb mir über ein Auge, das bereits eine Träne empfing. Ehe sie meinen Wimpern entwischen konnte, nahm ich sie mit meinem Handballen auf.
"Politiker...", presste ich heraus. Durften Politiker keine Freundinnen haben? Politiker mussten doch für Nachfolger sorgen, warum durfte er dann nicht einmal eine einfache Beziehung haben? Ich verstand es einfach nicht...
"E-Er ist in der politischen Welt sehr einflussreich... er meinte, wenn unsere Liebe an die Öffentlichkeit kommt, könne uns etwas passieren.. mal abgesehen von der Day-Class...", langsam zog sich ein Sprung, quer durch das Material, aus dem der Turm geschnitzt wurde, Kanames Turm. Es schien so, als würde er am Brett festkleben, als wäre ein weiterer Zug vorwärts nahezu unmöglich.
Als sie mich umarmte, kuschelte ich mich an sie und legte meinen Kopf auf ihre Schulter, die Umarmung kam gerade gelegen.
"E-Es wäre mir egal, wenn er mich einsperren würde und mich besucht... Ich wäre jedes Mal voller Vorfreude... Aber dass er mich zwingt, das alles so für mich zu behalten, ist eine Qual...", ich seufzte, als ich mich von ihr löste und bemühte mich um ein sanftes Lächeln.
"Das klingt jetzt echt dumm und schnultzig aber... Ich weiß nicht, wie er es macht, ich weiß nur, dass ich ihm verfallen bin", wenn ich ehrlich war, klang alles kitschig, weil ich nicht die richtigen Worte fand...
"Tut mir leid, dass ich dir so viel Mist erzähle, Dawn-chan... Kaname und ich sollten das wohl unter uns klären. Ich weiß auch nicht, wie er reagieren wird, wenn er weiß, dass ich es dir verraten habe.. ", meine Lippen verzogen sich zu einem selbstverachtenden Lächeln. Ich war ein dummes Mädchen, dass nicht wusste, wie es in der Welt überleben sollte und nicht vertrauenswürdig war. Ich war ein dummes Mädchen, das nicht wusste, wen es vertrauen durfte und wem nicht. Ich war ein dummer Turm der noch nicht bereit zum Einsatz war. Ich war eine dumme Puppe, die für einen einsamen Mann tanzte, der wohl niemals zu mir auf die Bühne sehen würde.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Mo März 07, 2011 8:23 am

Ich senkte die Lider. "Vermutlich. Ich habe damit keine Erfahrungen, deshalb kann ich zu der Liebe nicht viel sagen." Ich hatte die Liebe nie gebraucht, deshalb hatte ich davon auch keine Ahnung. Ich legte eine Faust auf die Brust und verbeugte mich kurz. "Es tut mir leid. Ich war zu grob zu dir." Als ich wieder aufblickte, konnte man die Reue in meinen Augen erkennen.
"Weißt du, Hikari-chan. Ich möchte ehrlich zu dir sein. Ich hatte noch nie eine richtige Freundin. Und Freundschaft war bisher genauso unwichtig für mich wie Liebe. Aber das hat sich geändert. In deiner Gesellschaft fühle ich mich sehr wohl, und ich hoffe, dass du mir immer vertrauen wirst, denn ich werde immer dir vertrauen. Bitte vergiss das nicht."
"Hikari-chan. Für eine Strategie ist logisches Denken oftmals von Nöten." Ich lächelte. Die Weißhaarige war wie ihr Vater. Logisches Denken, Strategien. Meister Kamikizu war ein Genie gewesen. Ich hatte zu ihm aufgesehen. Wäre da nicht dieser eine Fehler gewesen. Der Fehler, sich in einen ehemals-Mensch-Vampir zu verlieben.
"Ja. Du bist eine sehr hübsche Rose. Was hast du denn gedacht?" Ein weiterer Nachteil von mir: Ich neigte dazu, die menschliche Psyche zu studieren.
Sie schien verbergen zu wollen, dass ihre Augen tränten, aber auch das entging mir nicht. Ich griff in meine Westentasche und zog ein besticktes Stofftaschentuch heraus.
Das Muster auf dem Stoff zeigte eine Rose, die von verschlungenen Wirbeln eingerahmt wurde. "Hier. Ich schenke es dir. Es passt viel besser zu dir, als zu mir." Ich lächelte sie freundlich an.
Hmm... Kuran-kun war gut. Er hatte nicht gelogen aber auch nicht die ganze Wahrheit gesagt. Das musste man ihm lassen. "Glaubst du, dass das die einzige Art von Macht ist, die er besitzt?", fragte ich die Unwissende neugierig.
Ihm würde wohl nichts passieren, außer dass er von anderen Vampiren insgeheim verspottet wurde, aber es konnte gut möglich sein, dass es Hikari an die Gurgel gehen würde.
Ich biss die Zähne zusammen. So weit hatte er sie also schon. Aber wer weiß, vielleicht, war er wirklich in Hikari verliebt. Diesen Gedanken verwarf ich allerdings schnell wieder. "Jetzt hast du dich ja jemandem anvertraut. Und keine Sorge, ich erzähls keinem." Auf gar keinen Fall würde ich das jemandem erzählen.
Das konnten alle Vampire. Einen Menschen dazu bringen, ihnen zu verfallen. "Ich kann das recht gut nachvollziehen. In sowas sind Leute wie er gut. Aber keine Sorge. Ich bezweifle, dass Kaname Kuran-kun das je an einer anderen angewendet hat." Ich grinste sie schief an. "Das solltet ihr wohl. Ich unterstütze dich, keine Sorge. Und wenn er sauer wird, werde ich sauer auf ihn. Dann kann er was erleben." Nur zu schade, dass ich meine Identität geheimhalten sollte.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Mo März 07, 2011 7:16 pm

Meine Augen musterten meine Freundin.
"Dann wird es Zeit, dass du Erfahrungen machst, oder?", fragte ich sie besorgt, wobei nicht jede Erfahrung schön war.
Ihre Geste erinnerte mich an eine Soldatin.
"Nein!", ich legte meine Hände auf ihre Schultern und musterte sie besorgt.
"Bitte... mach soetwas trauriges nie wieder, ja? Du bist keine Soldatin...", seufzte ich und kämpfte damit, mich zu beruhigen. Sie hatte nichts falsch gemacht, wirklich nicht. Ich war nur manchmal sehr impulsiv.
Ich nickte. Natürlich, ich kannte dieses Gefühl nur zu gut.
"Ich denke, bei solchen Gefühlen geht es darum, was man tun will. Also hör einfach auf dich und das, was du willst", meinte ich, da ich mir vorstellen konnte, das sie vielleicht sogar unsicher war.
"Ich vertraue dir natürlich auch, weil du mir keinen Grund gegeben hast, dir nicht zu vertrauen", meinte ich einfach und zuckte mit den Schultern. Für mich war diese Suppe ausgelöffelt.
Ich kicherte, als sie mir die Augen öffnete und meinte, dass logisches Denken nötig sei.
"Naja, dennoch ist es weniger meine Stärke, denke ich", Mordfälle aufklären, vielleicht, aber eine Schlacht führen?
"Was ich gedacht habe? Ist kompliziert", winkte ich einfach nur ab. Es war schließlich vorbei und Yuuki sollte niemals im Weg stehen... Ich wusste nicht, ob es jemals soweit kommen würde, also sollte ich es auf mich zukommen lassen, anstatt in der Ecke zu hocken und zu weinen, über das, was sein könnte.
Obwohl ich mir das einredete, ring ich mit den Tränen... Umso überraschter war ich, als Dawn mir ein Taschentuch reichte.
"Geht wieder, danke", meinte ich und schniefte leise kichernd. Ich schien nutzlos zu sein, also wollte ich diese Tatsache ändern. Aber es stellte sich schnell heraus, dass es kein Angbot, sondern ein Geschenk war...
"Zu mir? Warum das?", fragte ich überrascht und musterte die Rose.
"Also... ich bin nicht wirklich damenhaft", meinte ich lachend, nahm das Tuch aber entgegen. Ich fragte mich, ob diese Wirbel Dornen sein konnten... ob diese Dornen mich stechen konnten... ob dieses Stechen zu Blut führen würde... ob dieses Blut mein Ende sein würde.
Als sie mich weiterhin über Kaname ausfragte, seufzte ich.
"Ich weiß nicht, welche Macht er noch besitzen kann... Aber ich denke, ich könnte es doch nach und nach erfahren, nicht?", lächelte ich sie zufrieden an.
"Ich fürchte... er will wirklich nicht, dass es jemans erfährt, sonst hätte er mir die ganze Wahrheit erzählet... Vielleicht vertraut er nicht einmal mir... aber ich werde ihn selbst zur Rede stellen"
Wenn es wirklich so gefährlich sein sollte, hätte er sich doch niemals auf mich eingelassen, oder? Ich seufzte erneut. Wenn er mir nur mehr geben würde, sodass ich ihn verstehen konnte... Aber er schwieg nur.
"Danke... ich weiß, dass du es für dich behältst", meinte ich und lächelte. Sie hatte keine Freunde, sie konnte es niemanden erzählen. Dachte ich zumindest...
"L-Leute wie er? Woher weißt du, wie er ist? Kennst du ihn?", wie waren Leute wie er? Gab es mehrere von ihm? Wie kam es, dass ich nie einem wie ihm über den Weg gelaufen war?
Nun wurde es mir langsam etwas zu viel. Mit einem Schnauben gab ich ihr zu Verstehen, dass ich kaum noch folgen konnte.
"Was sollte mir passieren, Dawn-chan... du machst mir Angst... Ich denke nicht, dass es so schlimm wird... außerdem kann ich mich auch wehren", ich musterte sie verängstigt. Aufgrund meiner Größe unterschätzte man mich oft, aber diesmal schien ich wirklich verängstigt zu sein. Kaname würde mir nichts tun... Kaname würde mir nichts tun, dass mich verletzen würde...
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Mo März 07, 2011 8:32 pm

Ich drückselte ein wenig herum. "Also... naja... ich weiß ja nicht so recht, ob ich das wirklich hinkriegen sollte. Gibts hier denn gutaussehende und charmante Jungs auf der Schule? Außer Kaname-kun natürlich." Ich blickte auf, als sie mir die Hände auf die Schultern legte. "Das ist traurig?" Ungläubig zog ich eine Braue hoch. Ich war also keine Soldatin? Wenn Hikari wüsste. Sie würde vor Schreck vermutlich umkippen."Das tu ich schon die ganze Zeit. Verstehst du nicht? Ich tu das, was mir gut tut. Und wenn du mir helfen möchtest, noch mehr zu tun, dann halte ich dich nicht davon ab." Ich seufzte nur und packte einige Pockystäbchen aus meiner Tasche. Wenn ich wüsste, was für Ähnlichkeiten ich dabei mit Senri und Rima haben würde... Ich hielt Hikari die Packung hin und nahm selbst ein Stäbchen, dass ich mir zwischen die Lippen schob. "Da bin ich erleichtert. Ich hoffe, dass sich diese Tatsache auch nicht ändern wird." Ich grinste. "Bist du dir da so sicher? Ich bin der Meinung, dass du so etwas ganz gut könntest." Ich spitzte die Lippen. "Sag mal... Spielst du gerne Schach?" Aufgeregt lehnte ich mich näher zu ihr. "Je komplizierte, desto besser."
Ich zog einen Mundwinkel hoch. Mir kamen auch langsam die Tränen. Komisch, dass unsere Freundschaft schon so weit war, dass die Eine weinen musste, wenn die Andere auch weinte.
Sanft lächelnd blickte ich ihr in die Augen. "Die Rose scheint mehr zu dir zu passen. Du bist eine Rose in meinem Leben. Und man kann deine Seele mit der einer Rose vergleichen." Ich kicherte amüsiert auf. "Eins kann ich dir sagen. Du bist um einiges damenhafter als ich." Ich lachte los. Das stimmte auf jeden Fall. Vermutlich träumte sie von hübschen Blumenwiesen, während ich nachts durch Gassen streifte und Vampire erdolchte.
"Das könntest du, wenn du wolltest. Aber ich zwinge dich zu nichts. Ich denke, ich kenne seine Macht ganz gut. Ich wollte nur wissen, wie viel du weißt. Er ist nämlich nicht nur als 'Politiker' mächtig." Ich runzelte leicht die Stirn. "Ich denke, dazu hat er gute Gründe. Ob er dir vertraut, kann ich dir nicht sagen. Das musst du alleine herausfinden. Du bist doch so ein kluges Köpfchen, dass du so etwas herausbekommst, ohne dass er das bemerkt." Dass sie ihn zu Rede stellen wollte war nicht so gut. Denn wenn sie etwas herausbekommen würde, was sie nicht wissen sollte, wäre das keine schöne Angelegenheit. Ich lächelte sie auch an, als wäre nichts.
"Ja. Leute wie er. Mächtige Personen. Sehr mächtige. Ich kenne ihn zwar nicht, aber ich kenne Leute, die wie er sind. Das habe ich im Laufe unseres Gespräches herausgefunden." Ich verstummte und sah sie flehend an. "Ich mache dir doch keine Angst, oder? B...Bitte nicht."
Ich blickte auf die Wäsche des Bettes und eine Träne lief über meine Wange und blieb an meinem Mundwinkel hängen. "Es kann passieren, dass du ausgenutzt wirst. Oh Hikari! Ich wollte dir keine Angst machen." Ich stand auf. Zu was sollte das Ganze nur führen.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Mo März 07, 2011 9:01 pm

Perplex starrte ich sie an.
"Hör mal... es gibt hier bestimmt gutaussehende Jungs, aber ich denke nicht, dass die dich interessieren", meinte ich und schmunzelte sie an. Sie kam mir recht erwachsen vor. Wir führten in der Tat eine seltsame Unterhaltun, seltsam für meine Fälle.
"Ja, das ist traurig... Soldaten salotieren, bevor sie in den Krieg ziehen und nie wieder kommen.. aber da du wieder kommst, musst du das nicht tun", meinte ich und musterte sie besorgt. Sie musste soetwas überhaupt nicht tun, warum tat sie es dann? Macht der Gewohnheit? Dennoch, von wo war sie es gewohnt?
Obwohl sie sich vor mir rechtfertigte, war ich nicht zufrieden. Meine roten Augen musterten sie kühl.
"Wenn du wirklich das tust, was dir gut tut, warum bin ich bis jetzt deine erste Freundin? Du siehst, dass es dir gut tut, eine zu haben, warum hattest du dann bis jetzt keine?", ich fragte sie etwas distanzierter, um ihr das Gefühl zu geben, dass ich ihr das nicht glauben wollte. Sie schien etwas unglücklich in ihrer Situation. Vielleicht irrte ich mich, aber etwas stimmte mich höchst unzufrieden. Mit einem einfachen "Nein, Danke", wimmelte ich das Angebot hablherzig ab, immernoch unzufrieden.
Abwesend schielte ich zu der Schokolade und musste sogleich feststellen: Mir war nach dieser Unterhaltung eindeutig nicht mehr nach Essen. Ich fragte mich, ob sie die Wahrheit sagte.
Ich war zu faul um kompliziert zu denken und bemühte mich auch in der Schule nur um Noten, die mich gerade noch so vor dem Sitzenbleiben retteten.
"Schach? Die Regeln wurden mir nie erklärt und ich habe mir sie nie durchgelesen", musste ich dann noch lächelnd zugeben und zuckte einfach mit den Schultern, als wolle ich dieses seltsame Gefühl von Betrug abschütteln.
Schnell merkte ich, dass sie den Tränen nahe war.
"Ich denke, du brauchst das Taschentuch eher als ich", lachte ich und streckte mich. Seltsam... eigentlich war ich mit Kaname hergekommen, um schlafen zu gehen...
"Ich bin mir sicher, du würdest viel mehr Rosen in deinem Leben kennen... Denn meine Seele hat nicht das geringste einer Rose... warum sollte sie das auch sein?", eine Seele? Dornen schmerzten und verletzten, war da noch Zeit, um die Schönheit der Blume zu bewundern, wenn sie dich so sehr verletzte?
Damenhafter? Wohl kaum.
"Kein Junge hatte mich bis jetzt als Mädchen anerkannt", meinte ich belustigt. Ich war die tolle Kumpeline, mit der man reden konnte, mehr nicht. Ich hatte meine eigene Art Manieren zu zeigen.
Es gefiel mir nicht... wie sie über ihn sprach, ihre Gesichtszüge.
"Schon in Ordnung.... Dawn-chan... Ich habe verstanden, dass er mächtig ist", es machte mich stutzig. Als wollte sie mich warnen, sagte sie mir immer wieder, wie mächtig er doch sei. Seine Macht würde ihn letzendlich vom Thron stürzen, wenn er sie falsch nützte. Aber ein fieses Grinsen huschte über meine Lippen.
"Du kennst seine Macht ganz gut? Warum machst du dann ein Geheimnis daraus?", fragte ich sie beteutungsvoll, weniger vorwurfsvoll als mehr auffordernd. Freundinnen erzählten sich immerhin alles. Freundinnen brachten sich nicht in Gefahr, Freundinnen erzählten sich alles...
"Warum sollte er es nicht merken?", fragte ich anschließend verwundert und zuckte zurück. War das nicht kindisch? Sollte man Probleme nicht regeln, wenn man Angesicht zu Angesicht stand?
Im-Laufe-unseres-Gespräches.
"Ich habe in unserem Gespräch erwähnt, dass er Politiker ist... davon habe ich dir erzählt, weil ich dabvon weiß. Von mehr Mächte weiß ich nicht, also kann ich sie nicht einmal indirekt angespielt haben, Dawn-chan", es war seltsam. Alles hier war seltsam.
Als sie aufstand, musterte ich sie sensibel.
"Du missverstehst mich... Du machst mir Angst, weil du viel mehr über ihn wissen zu scheinst, als ich selbst. Woher willst du wissen, zum Beispiel, dass er sauer wird? Woher willst du wissen, dass er so schrecklich ist, wenn er sauer ist?", fragte ich sie besorgt und packte ihr Handgelenk.
"Es ist in Ordnung", lächelte ich zu ihr auf und sah sie von unten an.
"Du bist unglaublich liebenswürdig und vertrauenswürdig und nicht angsteinflößend"
Aber ich will Antworten...
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Di März 08, 2011 7:27 pm

Ich spitzte die Lippen. "Warum denkst, du dass sie mich wahrscheinlich nicht interessieren? Sind sie so schlimm?" Ich grinste bei ihrem Gedanken. "Naja... Aber manche Soldaten salotieren, ziehen in den Krieg und werden befördert. Ohne, dass ihnen etwas zustößt." So erging es mir zumindest. Hmm... Mir war zumindest fast nichts passiert. Bis auf das Auge schien alles noch zu stimmen.
Mein Gesicht verfinsterte sich. Meine Augen blitzten auf. Das war ein absolutes Tabuthema. "Ich hatte keine Freundin, weil ich bisher keine Freundin brauchte." Das Thema war für mich beendet.
Ich legte die Schokolade auf ein kleines Tischchen neben meinem Bett, das ihrem gegenüber stand. Ich stand auf. Es war Zeit für meine allabendliche Pflege. Ich holte aus meinem Koffer ein kleines Etui. Dieses stellte ich auf mein Bett und zog die fingerlosen Handschuhe aus, die ich bisher getragen hatte. Darunter kam ein weißer Verband zum Vorschein.
Ein Lächeln huschte über meine Lippen. "Ich kenne die Regeln. Soll ich sie dir beibringen? Dann können wir ja mal eine Partie Schach spielen. Ich glaube, du könntest darin wirklich gut sein." Ich wickelte langsam den Verband ab. Darunter kam eine wunde Handfläche zum Vorschein. "Nein. Lass nur. Ich habe noch einige mit anderen Mustern, die besser zu mir passen. Das mit der Rose gehört jetzt dir." Die wunden Stellen an meinen Händen kamen vom harten Training. Die metallenen Waffen -ich zog scharfe Klingen den Handfeuerwaffen vor- hatten meine Hände durch Reibung so sehr zerschunden. Ich schmierte die erröteten Stellen mit einer weißen, übel riechenden Salbe ein und blickte erst wieder auf, als ich einen neuen Verband aufgelegt hatte.
"Doch. Das hat sie schon. Sie kann so wunderschön sein wie eine Rose, aber du kannst auch so gefährlich werden wie die Dornen. Verstehst du, was ich meine?"
Ich steckte mir eine weitere Pockystange in den Mund. "Du irrst dich. Kaname Kuran hat dich als Mädchen anerkannt." Das stimmte wohl. Sonst hätte er es wohl nicht auf diese Art und Weise versucht, sie auf seine Seite zu ziehen. Kluger Bursche.
Ihr Tonfall gefiel mir nicht. Ganz und gar nicht. Ich blickte sie fest an. "Das genau ist das Problem. Du scheinst es noch nicht verstanden zu haben. Aber ich werde nicht weiter darauf herumhacken. Immerhin möchte ich nicht, dass du wütend auf mich bist." Ich seufzte auf. "Ja, ich kenne seine Macht gut. Sogar sehr gut. Warum ich ein Geheimnis daraus mache? Nun ja. Es ist nie gut, wenn ein Politiker herausfindet, wie viel jemand von seiner Macht weiß. Deswegen versuche ich, das zu verbergen." Ich lächelte erschöpft. Es war ein anstrengendes Gespräch. Besonders zu dieser Uhrzeit. "Ich habe kein gutes Gefühl dabei. Vielleicht solltest du es vorsichtig angehen. Es tut mir leid, dass ich deinem Freund nicht so sehr vertraue. Ich versuche, das zu ändern." Ich sah sie an und blickte dann zur Seite.
Ich kicherte leise. "Das glaube ich dir nicht. Das mit der politischen Macht meine ich nicht. Bei dem Ausdruck in deinen Augen, den du hast, wenn du Kaname Kuran erwähnst, sieht man ganz deutlich, wie sehr du in ihn verliebt bist. Aber wie hat er dich zu diesem Zustand gebracht. Ist er gut als Liebhaber? Ich gehe mal davon aus, dass er dich umgarnt hat. Ist er gut im 'Verführen'?" Ich grinste sie an. Wir gingen wieder zum Beste-Freundinnen-erzählen-sich-alles-Teil über. Und das machte mir Spaß.
Ich schnaubte. "Ich weiß nur so viel über ihn, weil meine Familie sich schon ewig mit der Familie Kuran, deren Mitglieder alle so mächtig waren wie Kanames, auseinandersetzt. Du musst dich also nicht ängstigen." Bei ihrer Frage, woher ich wissen wollte, wie er war, wenn er sauer war, lächelte ich nur verbittert. "Weil alle Kurans so grausam sind." Meine Hand glitt aus ihrer. "Verstehst du jetzt, warum ich so entsetzt war?" Meine Augen glänzten. Tief in mir brodelte wieder die Wut auf diese Bestien in menschlicher Gestalt auf. Ich war Dawn Saito. Eine Tophunterin im Verband der Vampire Hunter. Ich war besessen von der Jagd.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Di März 08, 2011 9:32 pm

Es war absurd. Schnell winkte ich ab.
"Nein, sie sind überhaupt nicht schlimm! Aber ich denke, du bist erwachsener als sie, hab ich den Eindruck", meinte ich verlegen, denn eigentlich konnte ich mich wirklich sehr irren. Ich könnte ins Klo Greifen und ich würde es nicht einmal bemerken!!
Ich nickte.
"Manche. Jetzt zähl mal ab, wie viele leider nicht das Glück haben", meinte ich. Es drehte sich alles nur um Glück und Zufall, dachte ich. Ob dich eine Kanonenkugel oder Tretmine erwischt. Es sei denn, du überlebst die Tretmine.
Ich erkannte sofort, dass ich ins Schwarze traf, als sich ihr Gesicht verfinsterte.
"Jetzt brauchst du eine? Egal wobei ich helfe!!", natürlich war ich entschlossen. Ich wollte nicht wie so viele Menschen sein, also bemüte ich mich darum, besser zu sein. Als einzige, Bauern, Springer, Läufer, Türme und anschließend König zu schlagen!
Verwundert sah ich ihr zu. Pfläge? Etwas anderes, als Baden?
"Ein Verband?", fragte ich sie verwundert und legte den Kopf schief. Schon seltsam... Ich hatte auch blaue Flecken... aber, wie gesagt, das waren blaue Flecken.
"Schach?", platzte es verwundert aus mir heraus und ich schüttelte den Kopf.
"Hm, ich weiß nicht... Ich denke, still sitzen ist nicht so mein Ding", kicherte ich und zog meine Schultern etwas hoch, als wollte ich mich verstecken.
Als die Wunde ans Licht kam, zog ich scharf die Luft zwischen den Zähnen ein. Ja, ich musterte sie sogar mitfühlend.
"Wo hast du dir denn das zugezogen?", fragte ich empört. Ich beschloss, sie ab diesen Zeitpunkt zu beschützen. Wobei ich ja nicht einmal auf mich selbst Acht geben konnte...
Naserümpfend sah ich ihr zu.
"Du musst dich für deinen Job aber so richtig quälen", meinte ich mitfühlend und wich etwas zurück, um vor dem Gestank zu fliehen.
"Oh...", meinte ich nur. Ich dachte, sie hätte nicht ganz verstanden. Ich dachte, Dornen waren noch um einiges harmloser.
"Naja, ich denke, das haben viele Menschen so, wie ich", meinte ich einfach nur spontan. Viele konnten Engel und Teufel sein, und das zugleich. Ich inklusive.
Ich schreckte entsetzt zurück.
"Woher willst du das wissen?", niemand erkannte mich als Mädchen an.
Ich hatte nicht verstanden?
Nicht verstanden?
Ich funkelte sie mit blutroten Augen an. Erst hatte ich sie sympathisch gefunden, das Hunterblut in mir, wollte es vielleicht so, aber etwas anderes wollte einfach nur weg.
"Wenn ich nicht verstehe, warum hilfst du mir dann nicht, es zu verstehen? Probleme lösen sich nicht, indem man vor ihnen wegläuft, Dawn-chan", ich wusste nicht, warum ich ihr diese Tatsache extra beichten musste, doch es kümmerte mich nicht.
Ich löste Probleme gerne, denn ich wusste: Läuft man weg, holen sie dich irgendwann ein, wenn du sie gar nicht gebrauchen kannst. Nagel sie so fest, dass sie nie wieder auskommen und du hast beim Sterben deine Ruhe.
Aus mir platzte alles heraus... Ich wollte explodieren und es war seltsam... Ich fühlte mich, wie ein Monster, denn in diesem Moment war mir alles egal, ich wollte die Zeit nur mit meiner Droge verbringen. Nur mit ihm... und seinem Duft.
"Verbergen? Du könntest selbst Politikerin werden und seine Schwächen ausnützen, wenn du seine Stärken kennst", meinte ich. Strategie, Feigheit, Dummheit, oder Mut? Es war mir egal, welche Eigenschaft, mein Zug würde es nämlich nicht sein. Vielleicht ihrer.
"Vertrauen kann man nicht erzwingen, wenn du ihm nicht vertraust, wirst du es nur schwer nachholen können", meinte ich und musterte sie. Mein Blick wurde seltsamer. Leerer und ich wusste schlagartig wieder, warum ich lieber alleine war. Man musste niemanden etwas erzählen, man hatte einzig und allein sich. Sich und seinen Liebsten. Wie Bestien.
Warum stellte sie mir derartige Fragen? Hatte sie Angst, er könne es bei ihr versuchen?
"Du kennst auch diese Antwort bestimmt selbst", schmunzelte ich ihr zu. Ich würde ihr keine Antworten geben, solange sie mir nicht das gab, was ich wollte. Ich fand es ungerecht. So konnte auch ich spielen, mit einem falschen Pokerface und geschumelten Karten, tat es aber nicht. Ich war nicht wie diese Spieler.
Beste-Freundinnen-Erzählen wurde vielleicht groß geschrieben. Aber nicht hier. Sie kannte seine Stärken, also wusste sie auch von seinen Schwächen. Da brauchte sie meine Antworten nicht mehr und ich war nutzlos.
Tropf... Tropf... Tropf...
Langsam füllte sich das Fass mit Wasser. Blutroten, schmerzhaften Wasser und es dauerte nicht mehr lange, dann würde es übergehen und eine ganze Reihe armer Ameisen ertränken. Es würde nicht ruhen, ehe es von einem Damm aufgehalten werden würde.
Meine Hand hatte sich schon lange von ihrer entfernt, als ich zu mir kam. Ihre Worte waren wie ein Hall, den meine Ohren nicht auffassen wollten. Den ich nicht hören wollte, der immer verschwinden sollte.
Als ich verstört aufstand, fuhr ich mir durch´s Haar und lächelte ungläubig...
Tropf... Tropf... Knarchz...
Das Holz brach, nie wieder konnte man es wieder heilen.
"Du bist entsetzt?", platzte es wütend aus mir heraus. Ich ging im Zimmer auf und ab, wollte meine Wut bändigen, meinen Hass, meine Mordlust.
Ich war die Entsetzte... Mir wurde das alles verschwiegen. Warum sollte sie die Wahrheit sagen? Warum sollte sie lügen? Warum sollte ihre Familie das tun und warum sollte sie es verschweigen?
Leblos ließ ich meinen Arm sinken.
"Wie lange und wozu?", fragte ich sie monoton, mit einem Blick, der dem der Toten glich.
"Wie lange und wozu habt ihr euch mit ihnen auseinandergesetzt?", fragte ich sie lauter und sah sie unter Tränen an. Ich war nicht verletzt, ich war rasend vor Wut. Ich war nicht manchmal Rose und manchmal Dornen. Ich war manchmal Fluch und Segen, Dämon und Sterblicher, Gift und Mittel, ich war stets das Gegenteil von meinem Spiegelbild und das Spiegelbild war ein Gegenteil von mir.
Gescheitert... Du bist schon wieder gescheitert, Hikari. Und du weißt, dass du es nicht besser kannst. Und du weißt, dass ich ein Teil von dir bin, also lass es zu...
Ich wusste nicht, was es war... Aber meine Augen funkelten, in ihrem ursprünglichem Rot, dachte ich zumindest. Doch ich musterte Dawn, mit einem Blick, der nach Blut verlangte. Aus Gier und Hass, nach Blut lächzend, ihrem Blut.
Mein Kopf fühlte sich so an, als wäre gerade eben ein Blutgefäß geplatzt und das ganze Blut würde in meinem Schädel, lose hin und herschwimmen.
"Menschen sind auch grausam!!! Du und ich, wir sind alle grausam!! Aber da wird es nie angesprochen!! Nur bei den Kurans wird es ihnen vorgehalten. Warum?!"
Poch... Poch... PochPochPochPoch... Das Klopfen eines Herzes... mein Herz? Das Rauschen des Bluts. Mein Blut? Nein... Der Anblick zarter Adern, Atterien... meine? Nein...
Ich war schon lange auf die Knie gesunken und hatte mir den Kopf gehalten. Gehirnzellen, Blutgefäße, sie platzten, alle hintereinander... zumindest hörte es sich so an.
Kaname ist nicht grausam... aber du schon... Und du weißt, ich liebe dich, also lass uns für immer zusammen sein... Ich kannte nicht die ganze Geschichte. Mein Körper war taub. Ich fühlte auch nichts, als ich dem grünhaarigen Mädchen vor mir entgegensprang, sie auf das Bett zurückpresste und ihr meine Hände um den Hals legte.
Soll sie doch ersticken... diese verdammte Hunterin.
Ersticken?
Sollen sie doch alle ersticken... diese verdammten Hunter!!!!
Soll sie doch ersticken... diese verdammte Hunterin.

Es zog an mir vorbei, Bilder, die ich nie gesehen hatte. Eine blutüberströmte Mutter, die ich nie kennen gelernt hatte, Reißzähne meiner Mutter, die ich eigentlich niemals gespürt hatte. Reißzähne... Reißzähne... Reißzähne...
Mein Oberkiefer schmerzte... meine Eckzähne fühlten sich so an, als würden sie alle um sich herum sprengen, sie entwurzeln und wachsen. Länger werden. Es tat weh, oh, es tat unheimlich weh. Mir zog jemand einen Zahn, ohne Betäubung. Vor Schmerz hatte ich mich in ihren Hals gekrallt.
Das Herz raste, das Blut rauschte in den Ohren, Bilder, die man mit dem bloßen Auge niemals auffangen hätte können und ein Blick der Leere. Ich konnte nichts tun, sie schon. Ich konnte mich nicht wehren, sie schon.
Blut...
Meine Nägel hatten ihre Haut aufgekratzt, in dieser kurzen Zeit. Es floss über meine Finger, wie lauwarmes Wasser. Dickflüssig kitzelte es meine Hände und befleckte mein Betttuch. Befleckte mich und mein Selbst.
Es schien, als würde meine Haut unter ihrem Blut kochen... Ihr Duft, süßlich, wie ein Pafume, bitter, wie Zimt und sauer, wie eine Zitrone. Meine Kehle brannte, war wie ausgetrocknet, sie kratzte und verlangte nach etwas, das sie erfrischen würde. Sieben Jahre schlief es... jetzt wollte es raus.
Aber es würde sterben. Ich werde sterben. Weil es bei mir ist und meine Sünden begeht.
"Dabei... gab ich mir solche Mühe, deine beste Freundin zu werden", meine Lippen bewegten sich und meine Stimmte wurde erdrückt, von einem Stein der Reue. Meine Mundwinkel zuckten, schienen mich selbst zu verspotten und zu verachten.
Denn mein Leben ist ein kurzer Augenblick, den ich verharre, als ich feststellen musste: Am Ende, ist nichts weiter, als eine Sackgasse.
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Mi März 09, 2011 4:45 pm

Ich grinste schelmisch. "Ich bin also erwachsen? Ich glaube im Thema Jungs bin ich genauso kindisch wie alle anderen Mädchen auf dieser Schule." Ich rümpfte die Nase. "Du glaubst doch wohl nicht im Ernst, dass ich als Soldat so blöd wäre und in eine Mine trete. Hältst du mich wirklich für so dumm?" Gespielt entsetzt verzog ich das Gesicht. Ein wenig verwirrt war ich trotzdem. In Japan war es nunmal Sitte und Brauch, dass man sich verbeugte, wenn man sich entschuldigte. War diese Weißhaarige nicht ursprünglich japanisch und hatte das gelernt?
Auf ihre Frage antwortete ich nicht und mein Blick glitt in die Ferne. Ja. Warum brauchte ich jetzt eine Freundin? Das war eine gute Frage, auf die ich keine Antwort wusste.
Ich schaute kurz auf. "Jep, ein Verband." Ich sah sie überrascht an. "Ja? Hast du was gegen Schach?" Enttäuscht senkte ich wieder den Kopf. "Schade. Ich denke, du wärst eine geniale Schachspielerin." Wie ihr Vater. Als ich hörte, wie sie die Luft scharf einsog, zuckte ich mit den Schultern. "Das ist nur halb so schlimm, wie es aussieht. Ich muss es nur regelmäßig einschmieren, damit es sich nicht entzündet." Ich verzog angeekelt das Gesicht. Nur zu dumm, dass diese Salbe zum Himmel stank. "Aber ich könnte echt gut auf diesen Gestank verzichten. Glaub mir." Ich rollte die Augen. "Berufsrisiko.", antwortete ich nur schlicht. "Hmm... Das ist es mir wert. Ist alles nur halb so wild.
Ich lächelte. "Nein, es gibt nur wenige. Es gibt Leute, die bestehen nur aus Blüten und es gibt Leute, die sind ein reines Dornengestrüpp - wie ich."
Ich stöhnte auf. "Meine Güte, Hikari. So schwer ist das doch nicht zu erraten. Er hätte dich wohl kaum umgarnt, wenn er dich nicht als Mädchen anerkennen würde." Was für ein Widerling er auch war. Dafür musste man ihm echt danken.
Ich zögerte. Was sollte ich ihr sagen?
"Ich wünschte, ich könnte es dir erklären. Aber so einfach ist das nicht. Ich laufe nicht vor Problemen davon." Definitiv nicht. Als Problem empfand ich zum Beispiel Vampire...
Ich lachte hart auf. "Ich habe von Politik keine Ahnung. Nur von Politikern dieser Art. Ich kenne zwar seine Stärken, aber seine Schwächen nicht." Ich zuckte mit den Augenbrauen. Dieses Thema passte mir nicht so recht, aber das wollte ich ihr nicht zeigen. "Erzwingen kann man es nicht. Nein. Aber es liegt wohl daran, dass ich Politikern generell nicht vertraue." Ich schmunzelte. "Nein, dazu kenne ich die Antwort nicht. Ich bin nicht allwissend."
Ich beobachtete ihre Gestik und blieb ruhig auf ihrem Bett sitzen. "Ich war entsetzt." Mein Mundwinkel zuckte. Dieses Auf-und-ab-Gelaufe machte mich wahnsinnig.
Ich schob das Kinn vor. "Weil das zu unserem Job gehört." Ich ließ nicht in so einem Ton mit mir reden. Hikaris Wut beunruhigte mich. Mehr und mehr. Ihr Blick fing an, mir einen Schauer über den Rücken laufen zu lassen. Das war nicht mehr die Hikari, die ich kennengelernt hatte. Diese Hikari war gefährlich. Meine Hand glitt in das Hosenbein meiner Shorts und ich berührte den Griff des Dolches, der dort befestigt war.
"Ja. Menschen sind grausam. Aber weißt du, es gibt auch Menschen, die besonders grausam sind." Das stimmte zwar, aber die Kurans zählten natürlich nicht zu den Menschen. Sie waren einfach so grausam.
Zuerst war ich nur erschrocken, als sie mich ansprang, aber dann bewahrte ich kühlen Kopf. Ich war ein Hunter, und ich wollte nicht, dass noch einmal soetwas passierte, wie mit meinem Auge.
Meine Augen verengten sich, als sie mir den Hals aufkratzte. Ich spürte, wie das warme Blut an meinem Hals herunterlief. Jetzt war genug. Ich machte einen meiner Arme frei.
Meine rechte Hand griff nach dem Dolch und zog ihn aus seiner Halterung. Die Finger meiner linken Hand streckten sich. Ich rammte sie ihr in den Bauch. Ein Stückchen über ihrem Bauchnabel. Dort war einer der vielen Punkte, in denen sich das Chakra bündelte. Und ich wusste, dass, wenn ich den Chakrafluss dort lahmlegte, sie nicht mehr in der Lage wäre sich zu bewegen. Ich verschwendete keine Zeit sondern löste ihre Finger von meinem Hals und drehte ihr den Arm auf den Rücken. Zeitgleich hob ich den Dolch und legte ihn Hikari an die Kehle.
Traurig senkte ich die Lider. Warum hatte ich das nur getan? Warum hatte Hikari mich angegriffen?
"Hikari-chan. Ich glaube, du scheinst jetzt zu wissen, was ich bin. Und weißt du jetzt auch, warum ich so viel vor dir geheimhalten musste?"
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Mi März 09, 2011 5:38 pm

Kindisch? Waren denn alle Mädchen hier kindisch? Ich lächelte nur.
"Natürlich halte ich dich nicht für dumm", aber Minen erkannte man nicht sofort, aus diesem Grund ermordeten sie viele Männer. Nicht ohne Grund wurden sie im Krieg eingesetzt.
Es war mir eigentlich egal, wozu sie eine Freundin brauchte, ich würde ihr als Freundin gerne überall helfen.
Vorbeugen war zwar Sitte, aber ich wollte es nicht. Das kam mir so distanziert vor und zwischen Freundinnen war man doch nicht so. Man sollte wissen, dass der eine einen respektiert, ohne, dass er es direkt zeigen musste.
"Nicht gegen Schach selbst... Es ist faszinierend. Aber ich finde es seltsam... heutzutage gibt es keinen mehr, den man als König sieht, geschweige denn würde man viele Leute finden, die ihn freiwillig beschützen", dazu waren die heutigen Menschen meist korrupt oder feige, eins von beiden bestimmt.
Als sie mir ihre Wunde nach und nach erklärte, sah ich sie empört an.
"Berufsrisiko?", platzte es empört aus mir heraus und ich schnappte nach Luft. Als Straßenkehrer? Um Himmels Willen, Dawn hatte seltsame Berufe! Dass es nur halb so schlimm war, wollte ich nicht glauben, es sah ziemlich schlimm aus und die Hälfte davon war immernoch schlimm!
"Aber wenn du etwas brauchst, dann sag es mir, ja?", meinte ich besorgt und musterte sie hilfesuchend. Wir hatten eine Krankenstation, die Schwester könnte ruhig etwas für ihr Geld tun!
Schließlich konnte solch eine Wunde weiß Gott was anstellen und damit war nicht zu spaßen.
Sie meinte, sie wäre ein Dornengestrüpp...
"Dawn-chan, weißt du... du bist kein Dornengestrüpp... Nur, weil du das denkst, muss es nicht auch stimmen... sonst wäre meine Haut schon lange aufgeschunden", ich lächelte sie aufmunternd an. Ich mochte es nicht, wenn Menschen so über sich dachten.
"Denn irgendwo ist immer eine kleine Knospe", das Leben fand immer einen Weg.
Umgarnt? Er...
"Er hat mich doch gar nicht umgarnt.. Ich weiß, dass er sich nach einer kleinen Weile Yuuki-chan nehmen würde", lächelte ich sie an. Ich wusste es einfach... Hätte er mich umgarnt, wäre er um mich, wäre bei mir, würde es zeigen... Ich wusste nicht, ob das hier alles das Wahre war, oder ob es ein Traum war.
Ein Traum, der sich bald in einen Alptraum wandeln würde und ich würde nichts dagegen tun können.
"Es ist einfach du machst es nur so kompliziert", das Blut in mir, das fremde Blut, war wie Gift. Und irgendwo mischte es sich mit dem Gegengift und bekämpfte es. Mir wurde klar, dass etwas in meinem Blut war, doch was es war, konnte ich nicht sagen.
Sie wusste, welche Art von Politiker Kaname war... War es ihm aufgefallen? Dass Dawn so viel über ihn wusste? Warum sagte sie mir diese Tatsache erst dann, wenn es schon zu spät war? Dawn war also entsetzt über die Tatsache, dass ich ängstlich war. Und wenn sie mir einen guten Grund dazu gab? Ihr Wissen, ihre Art, es zu verstecken, war das denn nicht beängstigend?
"Zu deinem Job als Putzkraft?", fragte ich abschätzig, denn ein Straßenkehrer musste so etwas gewiss nicht tun. Je mehr ich herausfand, dass sie mich eiskalt angelogen hatte, desto mehr Respekt verlor ich vor ihr. Sie war nicht besser als mein zweites Spiegelbild, das mir aufgezwungen wurde. Sie war nicht besser als meine Hälfte, die zwar zu mir gehörte, mich aber zerfleischte, wie ein Gift. Obwohl wir uns nahe sein wollten, zerstören wir uns gegenseitig.
Diese Wut war nicht meine Wut. Ich wollte nicht töten, ich wusste aber, dass es die Wut meines Spiegelbildes war. Ich war nur ein Zuschauer, der vor der Show fliehen wollte.
Ein böses Lächeln legte sich auf meine Lippen. Es waren zwar meine, aber es waren nicht meine Bewegungen..
"Was denn? Menschen wie du zum Beispiel?", ich provozierte sie. Nein, es provozierte sie. Ich wusste, es war immer schon da gewesen. Unter meiner Haut, in meinem Kopf.
Und schon hatte ich sie angesprungen. Ich selbst sah nur zu, ohne etwas zu tun. Nein, ich war durchaus in der Lage, etwas zu tun, tat es aber nicht, verführt von diesem Monster, das mich seit meiner Geburt begleitete.
Ich wollte meiner Freundin auch nicht soetwas antun, wie das, was ihr mit ihrem Auge passiert war. Aus diesem Grund versuchte ich, den Blick meines Spiegelbildes auf etwas anderes zu lenken, weshalb meine Augen kämpften. Welche Farbe sollten sie annehmen?
Anschließend kam etwas, mit dem es niemals gerechnet hatte. Ich war glücklich über die Tatsache, dass sich Dawn zu wehren wusste, doch für die Tatsache, dass sie einen Dolch in unser Zimmer genommen hatte, würde ich ihr erstmal eine Standpauke halten, sobald das hier zuende war...
Ich spürte mindestens fünf eisene Finger über meinem Bauchnabel. Es war ein seltsames Gefühl... Ich hatte mich nicht angestoßen, doch mein Körper wurde schlagartig taub. Je mehr ich versuchte, mich zu bewegen, desto mehr Kraft verlor ich, ohne, dass sie mir von Nutzen war.
Mir wurde der Arm auf den Rücken gedreht und ich verspürte Schmerzen... Kurzzeitig schrie ich auf, doch biss mir auf die Zunge, sie würde aufhören, dachte ich, wenn sie merkte, dass es schmerzte. Sollte das die einzige Möglichkeit sein, es aufzuhalten, war es mir egal.
Als sie mir diese Fragen stellte, schmunzelte ich und antwortete angestrengt:
"Ich hätte auch niemanden etwas anvertraut, wenn dieser nicht einmal alle Geheimnisse seines Selbst kennt", ich schien mich über mich selbst lustig zu machen, ich verspottete es und fühlte mich sogar sicher. Nicht, dass der brennende Durst und die Schmerzen im Kiefer ein Ende gefunden hätten, aber ich konnte einigermaßen klar denken...
"Ich hab keine Ahnung, was du bist, Dawn-chan, ich weiß auch nicht, was hier vor sich geht ich weiß nur, dass es mir leid tut...", murmelte ich leise und wollte meinen Kopf heben, um sie anzusehen, natürlich gelang es mir nicht.
Ich fühlte das Blut, wie es langsam an meinen Händen trocknete.
"Du willst mich jetzt bestimmt nicht mehr als beste Freundin..."
"Vor allem, wenn es dich verschlungen hat..."
Mein Herz pochte schrecklich, wenn ich gekonnt hätte, hätte ich mich an einem Gegenstand festgekrallt. Ich... nein, es wollte seine Krallen und Reißzähne in Dawns weiche Haut schlagen und sie voll und ganz verschlingen.
Meine beste Freundin war auf einen Angriff wie den meinen Vorbereitet. Mit einem Messer und derlei Griffen.
"Was soviel bedeutet wie, dass du Dinge wie mich bekämpfst, richtig?", Dinge, die genau so angriffen, wie ich es eben getan hatte, Dinge, die nur so aufzuhalten waren. Ein kleines Kichern kam über meine Lippen.
"Und ich war so kurz davor, dir zu glauben, du wärst eine Straßenkehrerin"
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Do März 10, 2011 7:48 pm

"Dafür kann ich dir nur danken." Sagte ich tonlos. Natürlich war es schön, dass sie mich nicht für dumm hielt, aber ich war trotzdem nicht so schnell beeindruckt.
"Dann bin ich ja erleichtert. Schach ist ein geniales Spiel." Ich schloss kurz die Augen. "Wenn du wüsstest...", murmelte ich dazu nur. Sie war immerhin in einen 'König' verliebt. Und was den zweiten Punkt anging, lag sie auch nicht ganz richtig. Es gab viele Vampire, die Kaname nur folgten um ihn zu beschützen. Bei diesen Kreaturen handelte es sich um die Schüler der Night-Class.
"Du hast richtig gehört. Das hat alles mit Berufsrisiko zu tun."
Ich fuhr fort, meine Hände wieder mit Verbänden einzuwickeln. "Mach dir keine Sorgen. Ich habe alles, was ich brauche." Ich nickte in Richtung der Paste, die schon begann, einzuwirken.
Traurig lächelnd blickte ich sie an. "Es wäre schön, wenn du Recht hättest. Aber ich bin nicht das, wofür du mich hältst."
Knospen. Ja. So etwas gab es schon. Nur, dass es lange, wirklich sehr lange, dauern würde, bis sie erblühen werden.
Ich rümpfte verächtlich die Nase. "Was zum Teufel sollte Kaname Kuran gerade mit [Yuki anfangen?" Ich seufzte. Sie war so einfach. Hikari hielt das Leben für viel einfacher, als es wirklich war.
"Ich nenne mich selbst nicht 'Putzkraft'. Das ist nicht der korrekte Begriff meines Jobs. Es ist zwar wahr, dass ich die Gassen von Dreck reinige, aber ich tu dies nicht als 'Putzkraft'" Definitiv nicht. Ich schüttelte kurz den Kopf. Putzkraft... Bescheuerter Name. Ich legte den Kopf etwas schief. Keuchend antwortete ich ihr. "Ja. Man kann mich durchaus grausam nennen." Aber eigentlich war ich das nur, wenn ich die Level-Es quälte und ihren Tod in die Länge zog. Sonst erlöste ich sie mit einem sauberen Schnitt oder Schuss von ihrem Leid.
Mein Dolch ritzte ein wenig in die weiche Haut ihres Halses. Das war tatsächlich nur aus Versehen. Die Klinge war einfach scharf genug, um auch ohne Druck, in Haut zu schneiden.
Bedauernd verzog ich das Gesicht, als sie vor Schmerz aufschrie. Das musste einfach sein, wenn ich keine Lust hatte, von einem Vampirchen erwürgt zu werden.
"Hikari-chan... Ich habe dir noch etwas Wichtiges verheimlicht. Ich weiß weitaus mehr über dich, als du selbst. Ich kann dir einiges über deine Vergangenheit erzählen. Aber das möchte ich erst tun, wenn du wieder einigermaßen bei Verstand bist." Ich schürzte die Lippen. "Oh. Ich glaube, du weißt sogar sehr gut, was ich bin. Zumindest die Bestie, die zuvor in dir geschlummert und nun hervorgekommen ist, weiß es." Und diese Bestie hatte es Hikari vermutlich vermittelt. Ich drehte sie sanft auf dem Bett so um, dass sie mit dem Kopf auf dem Kissen lag und mich ansehen konnte. Zu meiner Sicherheit hielt ich ihr trotzdem noch den Dolch an die Kehle und hielt ihr Handgelenk in stählernem Griff fest.
Ich lächelte etwas angestrengt. "Doch. Ich möchte dich noch als Freundin haben. Wenn das nicht so wäre, hätte ich dich schon getötet." Das wars. Mit diesen Worten hatte ich meine gute Tarnung aufgelöst.
"Du hast es erfasst." Ich grinste sie an. "Tja, wie man sich in Menschen irren kann!"
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Do März 10, 2011 8:46 pm

Danken... Ich war es gewohnt, dass sich Entschuldigungen leer anhörten, aber Danksagen? Ich fragte mich langsam, wer hier das eigentliche Monster war.
"Schon in Ordnung, am besten du sagst Dinge nicht, wenn du sie anschließend nicht ehrlich meinst", meinte ich auch etwas kühl. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass es doch so schnell soweit kommen würde.
Der König würde fallen... Auf seine eigene Art und Weise, würde er das Gleichgewicht verlieren, von seiner Königin eiskalt liegen gelassen werden und vom Rest vergessen werden. Er würde fallen. Je höher er kletterte, umso tiefer und schmerzhafter würde es werden. Im Grunde war es doch eigentlich immer so, nicht?
Berufsrisiko, dass ich nicht lache... Dieses Gör hatte sich ein Hobby angelegt, eines, dass uns beide auseinanderreißen wird!, es war ein seltsames Gefühl, wenn sie zu mir sprach. Diese Stimme, die zwar mir gehörte, aber fremde Worte sprach.
Ja, vielleicht kenne ich sie wirklich nicht...
Ich schmunzelte, unwillkürlich, einfach so.
"Woher willst du denn wissen, wofür ich dich halte? Ob gut ob böse... ob falsch, oder richtig, ob Freund, oder Feind... letzten Endes liegt es nicht an uns...letzten Endes haben wir nicht das Recht dazu, zu entscheiden, was oder wer wir sind. Wozu wir in der Lage sind und ob wir wahr, oder falsch sind", ich schmunzelte traurig. Was hätte ich tun sollen, wenn ich einen letzten Schritt machen durfte? Welcher Tanzschritt hätte mich umgebracht, welcher Schachzug gerettet? Manchmal brauchte man eben Geduld, Mut und Vertrauen darauf, dass unsere Knospen blühen. Vergisst man, vertrocknet man.
Es dauerte eine Weile, bis ich ihr antworten konnte... Nein... ich kannte diese Welt. Ich kannte die Gefahren. Ich wusste, dass man nicht leichtfärtig glauben durfte. Aber wer entschied schon, wer hatte das Recht, zu entscheiden, wie naiv man war?
"Und was macht ein Mädchen wie du, hier auf dieser Akademie?", fragte ich sie etwas bitter kichernd. Sie war vorbereitet... ich wusste nicht auf was, aber das Mädchen, das ich als Freundin anerkennen wollte, war auf etwas vorbereitet, das ihr nach dem Leben trachtete. Und ich war mir sicher, es würde noch mehr Überraschungen geben, die mich mit offenen, erfreuten Armen willkommenheißen würden.
"Mit anderen Worten, die, nach denen deine Waffen lächzen, sind genauso wie ich und die, die genauso wie ich sind, lungern in der Stadt, frei in der Gosse umher", ein Puzzle, Stück für Stück verstand ich. Dawn war auf Angriffen wie den meinen vorbereitet.
"Und mit anderen Worten... Diese Unfälle sind keine Unfälle im wirklichen Sinne, sondern Wunden..", und ich hatte eine winzige Ahnung, wer ihr diese Wunden zugefügt hatte. Ich hatte nicht mit einer Beichte gerechnet. Obwohl ich in dieser Situation steckte, schien ich durchaus gefasst, wobei ich zittere. Am ganzen Leibe. Ich dachte mir, würde ich die Fassung verlieren, würde ich nichts mehr merken und Dawn hätte wohl mein Blut an den Händen.
"Sind wir auf unsere eigene Art und Weise nicht alle grausam?", fragte ich sie bitter und schmunzelte. Was blieb mir anderes übrig, als willig nachzugeben.
Unwillkürlich musste ich aufschreien, als ich einen brennenden Stahl an meinem Hals spürte. Was war das für ein Messer, das solche Schmerzen verursachte? Es brannte und es fühlte sich so an, als würde mein Körper unter Strom stehen. Aber ein seltsames Gefühl sagte mir, dass das nur der Anfang war. Von Kieferschmerzen bis hin zu Schnittwunden.
Nichts überraschte mich mehr. Nichts war mir mehr so gleichgültig, wie dieses Geschehen. Ich war froh, meine Eltern verloren zu haben, ich hatte niemanden mehr, den ich zurücklassen hätte können. Aber mein Lächeln verschwand nicht...
"Oh ich denke, das geht schon in Ordnung, ich will es nämlich alles selbst herausfinden", ich misstraute ihr und das konnte sie mir nicht verübeln. Ich wollte mir nichts mehr von jemanden erzählen lassen, der keine Ahnung davon hatte, wie er ehrlich zu sich selbst und anderen war.
"Jetzt weiß ich, was du bist", meine Augen flammten flüchtig blutrot auf. Mein Spiegelbild wollte sie einfach nur in Fetzen reißen, aber was sollte ich tun?
"Im Grunde unterscheiden wir uns kaum. Wir beide greifen die an, die uns ein Dorn im Auge sind. Ob gut ob böse, spielt keine Rolle mehr. Unsere Tat ist nicht das entscheidende, der Grund ist das, was uns zu dem macht, was wir sind. Und wir beide... jagen doch nur um unsere Gier nach Rache, um unsere Wut, um unseren Durst zu stillen", ich wusste bald wieder, wie ich hierherkam und warum. Erinnerung, verschwommen und doch so glasklar.
Leise stöhnend musste ich mich wenden lassen, wie ein gekbratener Fetzen Fleisch. Nach wie vor war ich gelähmt... Und das passte mir gar nicht. Ich konnte nur meine Augen bewegen und das nutzte ich, um Dawn gar nicht erst ansehen zu müssen.
Es zauberte mir doch immer wieder ein Lächeln auf die Lippen, die Tatsache, wie lächerlich das alles doch war. Ich fühle mich wie ein Kleinkind, das gerade erst seine ersten Zähne bekam eingequetscht, in einer Dose, voll mit rohem, blutenden Fisch. Denn soeben musste ich feststellen: Ich lag in Dawns Blut.
Die Wärme, dieser Duft... gierig verschlang mein nachthemd diese Flüssigkeit und ließ meinen Körper somit kochen.
"Wie gnädig", spuckte ich ihr schon fast entgegen. Als Freundin sollte sie mich nicht erst recht erlösen?
"Du möchtest mich noch als Freundin haben? Was soviel bedeutet, wie: bis jetzt war ich noch gar nicht deine Freundin", es wurde immer besser. Meine Wut wurde genährt und ich wusste nicht, mit dieser Demütigung umzugehen.
Als sie einen ihrer klaren Weisheiten von sich gab, sah ich sie mit festen, entschlossenen Blick an, der sie auf der Stelle töten hätte sollen. Dennoch fragte ich mich, warum ich beinahe eine Träne vergoss. War es Wut? Oder die Tatsache, dass ich zu dumm war? Zu dumm, um zu erkennen, dass ich im Gegensatz zu ihr ein verbrauchter Stift war, der seine Wirkung verloren hatte.
"Ja, es ist schon seltsam, dass ausgerechnet du sie täuschen konntest... denn im Grunde sind wir doch verwandt, Miss Hunter"
"Funktioniere noch so lange du kannst, für dein Herrchen...", lächelte ich sie kaltblütig an. Oh, ich war wieder ganz bei mir. Mir war durchaus bewusst, dass ich Menschen wie Dawn nicht trauen konnte, ich war nicht bereit dazu, mich von Lügnern wie ihr derartig behandeln zu lassen, wenn sie sich schon Freundin schimpfte.
"... und hoffen wir, dass du auch diesmal in der Lage bist, ihm das Stöckchen zu bringen"
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Fr März 11, 2011 7:04 pm

"Ich mein es ehrlich, Hikari. Nur, dass ich nicht vor Aufregung auf und ab hüpfe.", antwortete ich ihr besänftigend. Meine Güte, war Hikari leicht zu verärgern.
"Ich gehe davon aus. Wenn du mich für das halten würdest, was ich wirklich bin, hättest du mich wahrscheinlich nicht angesprungen."
Ich sah ihr direkt in die Augen. Mein Gesicht wurde ernst. Man konnte keine einzige Gefühlsregung erkennen.
Durfte ich ihr erzählen, warum ich hier war? Immerhin wusste sie schon einiges über mich. Warum dann nicht auch den Rest erfahren? Vielleicht vertraute sie mir ja mehr, wenn ich ihr auch die Wahrheit erzählte...
"Ich bin hier, um die Geschehen auf dieser Schule zu überwachen. Und, wenn nötig, einzugreifen. Wie gerade eben. Ich beschütze Menschen vor den Wesen, die ihnen etwas anhaben wollen. Vor..." Ich beugte mich vor und hauchte ihr ein einziges Wort ins Ohr: "Vampiren."
Ein Lächeln huschte über mein Gesicht, als ich mich wieder zurückzog. "Du bist gut. Du löst solche Rätsel genauso schnell wie dein Vater. Wenn nicht, sogar noch schneller." Mein Blick wanderte von meinen Händen zu der Augenklappe und dann zu der Narbe an Hikaris Hals. "Ja. Die Narbe an deinem Hals stammt von einer solchen Kreatur. Du kannst dich nur nicht daran erinnern, weil deine Erinnerungen an diesen Vorfall gelöscht wurden. Auch mein Auge wurde von einem dieser Ungeheuer verunstaltet, als ich einen kurzen Augenblick nicht aufmerksam war. Nur die Wunden an meinen Händen stammen vom Training."
Sanft strich ich ihr mit der Hand über den Kopf um sie zu beruhigen. Aber dies gelang mir nicht so gut, weil meine Bizeps nervös zuckten.
"Ja. Nur schaffen es die meisten, diese Seite zu verbergen.
Ich seufzte leicht genervt. "Wie du meinst." Hikari war einfach unverbesserlich.
Ich zog eine Braue hoch. "Und das wäre?" Mal sehen, ob sie auf die richtigen Schlüsse gekommen war.
"Tja. Du bringst die Sache so ziemlich auf den Punkt. Nur, dass du es dir aussuchen kannst, wen du angreifen möchtest und ich nicht. Ich darf nur diejenigen angreifen, die auf der Vollstreckungsliste des Verbands stehen." Mein Blick verfinsterte sich weiter. "Du hast mal wieder vollkommen Recht, Hikari."
Ich nahm meine Hand mit dem Dolch zurück und griff hinter mich zu meinem Verbandsköfferchen, aus dem ich ein feuchtes Tuch nahm. Damit fing ich langsam an, das verkrustete Blut von Hikaris Händen abzuwischen. "Du irrst dich. Wir waren bis jetzt Freundinnen. Aber wenn du das nicht mehr möchtest... " Ich brach ab und blickte traurig zur Seite. Als ich mit ihren Händen fertig war, machte ich mit ihrem Gesicht weiter, bis alles, was an Blut erinnerte von ihrer Haut entfernt war.
"Möchtest du mich denn noch als Freundin haben? Ich verspreche, dir alles zu erzählen und nichts mehr geheim zu halten."
Ich biss mir auf die Lippe. "Ich funktioniere nicht für mein 'Herrchen'. Ich funktioniere einzig und allein für die Menschen, die von Vampiren bedroht werden und für mich." Ich knurrte nur leise aber erwiderte nichts mehr.

[@Hikari: Vielleicht sollten wir langsam wieder unser Temperament runterkurbeln.]
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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Fr März 11, 2011 7:53 pm

Ich schmunzelte bitter. Was hätte ich denn tun sollen? Wenn ich so antwortete, vertraute ich ihr, ihrer Meinung nach zu wenig, wenn ich ihr so vertraute, wie gerade eben enttäuschte sie mich.
"Auch das ist in Ordnung ich fürchte, wenn du das tun würdest, wärst du wohl nicht du", lächelte ich und wollte mit den Schultern zucken. Bis auf ein Ziehen im Kiefer beruhigte sich mein Körper wieder. Es schien so, als würde ein anderes Blut gegen das Blut meiner Mutter kämpfen. War es mein Vater?
Ein leises Kichern kam über meine Lippen.
"Und ich gehe davon aus, das in mir hat dich gerade aus diesem Grund angesprungen, weil es wusste, was du bist", meinte ich lieb und musterte sie. Natürlich, Level-E dachten nicht und griffen das an, was sie als Beute sahen, darunter auch Hunter. So begann der Krieg. Ich wünschte nur, ich hätte meine Hausaufgaben gemacht...
Sie sollte uns also überwachen...
"Tust du das auch freiwillig?", fragte ich sie, denn, wenn nicht, war sie durchaus lediglich eine Marionette. Wir folgten blind unseren Instinkten. Es störte mich nicht, dass sie keine Gefühle zeigte, obwohl sie mir das Messer an die Kehle hielt. So wie es schien, heilten meine Wunden jedoch nicht sonderlich schnell, ich hatte immernoch die Eigenschaften eines reinen Menschen.
"Vampire also? Verlangst du von mir, dass ich dir das glaube? Diese Schule ist absolut sicher... bis auf ich natürlich...", ich stockte. Meine Gesichtszüge verloren sich in meinen Gedanken.
"Geschehen auf dieser Schule... was geschieht denn auf dieser Schule?", in diesem Moment dachte ich noch, diese Vampire, wie Dawn sie nannte, existierten nur in der Gosse.
Vampire also... über sie gab es einige Legenden. Manche waren hässlich, rochen widerlich nach totem Fleisch, manche waren verführerische Adelige.
Als das Mädchen meinen Vater erwähnte, sah ich sie mit geweiteten Augen an.
"Vater? Du kanntest ihn?", Papa hatte oft zutun. Seine Freizeit witmete er uns. Dawn hatte also nicht genügend Zeit, ihn kennenzulernen.
"Ich nehme an du hast ihn bei der Arbeit kennen gelernt", wenn er nicht zuhause war, arbeitete er mit Mama. Hatte Dawn früher keinen anderen Beruf, so wusste ich, welchen Beruf auch mein Vater tätigte.
"Auch er also... hm? Oh, Rätsel gilt es viele zu lösen. So wie du eben gesprochen hast, kennst du auch Yuuki, was?", fragte ich sie, etwas schmunzelnd. Natürlich war das Lächeln triumphierend.
Mein Blick folgte dem ihren. Derartige Monster hatten mich also angegriffen? Vampire...
"Ich bin kein Vampir...", ich öffnete den Mund um ihr zu zeigen, dass ich tatsächlich keine Reißzähne besaß. Diese Vampire waren in der Tat blutrünstig, zumindest diese, die ich kennenlernte.
"Vom Training, diese Vampire abzuschlachten. Von wem wurden meine Erinenrungen gelöscht?", Stück für Stück in einer langsamen Geschwindigkeit fügte sich alles zusammen. Mehr und mehr verstand ich.
"Die Meisten? So wie wir, meinst du wohl, wie?", fragte ich sie und musterte sie ernst. Ich tat ihr wahrlich Unrecht. Wenn auch nicht wirklich ich diejenige war, die sprach, so hätte ich sie aufhalten können. Ich war durchaus in der Lage. Aber insgeheim war ich froh darüber, jemand sprach das aus, was mir auf der Zunge lag.
Auf der Liste... stand ich auch dort? Nein.. ich war kein Vampir. Aber es bewies, dass sie doch nicht nach freiem Willen handeln durfte. Ich fragte mich, woher der Verband wusste, welche Vampire er töten durfte.
"Der Verband macht die Regeln, deine Regeln. An die musst du dich halten. Wie ein reizender, richtiger Job also. Du meinst, die, die auf der Liste stehen, dürfen erledigt werden? Welche dürfen nicht erledigt werden und warum nicht?", Job war Job. Ob Recht oder Unrecht war unwichtig.
Ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte. Ob ich wütend oder traurig sein sollte. Denn eigentlich war es mir gleich, wie oft sie mich wohl enttäuschen würde... denn, wenn man niemals Erwartugen in einen Menschen setzt, wird man auch nicht enttäuscht.
"Wenn ich tatsächlich vollkommen Recht habe, warum siehst du mich dann so an?", fragte ich neugierig und meine Mundwinkel zuckten. Vielleicht lag es ja daran, dass ihr die Wahrheit nicht passte.
Als Dawn begann, mich zu versorgen, wollte ich wegzucken, aus einem mir unbekannten Grund... Doch diese Tatsache war bedeutungslos, nach wie vor war ich bewegungsunfähig.
"Es geht nicht immer nach unseren Willen, wie es kommt, so kommt es. Wenn wir Glück haben, können wir es manchmal sogar beeinflussen", meinte ich ernst und sah ihr zu, wie sie mir das Blut wegwischte. Es war ein angenehm, kühles Gefühl, das komplette Gegenteil von diesme widerlichen Blut.
Über ihre Frage musste ich unwillkürlich lachen.
"Als Freundin haben? Du bist nicht mein Besitz, Dawn-chan", war das Einzige, dass ich darauf erwiderte.
Sie jagte Vampire. Sie schützte also die Menschen. Bonusfrage: Warum hatte sich ihre Familie mit den Kuran befasst? Entweder waren sie selbst .... Vampire, oder was auch immer, oder sie wurden von welchen gejagt. Wobei noch die Frage blieb, warum sie von Vampiren gejagt werden sollten.
"Warum habt ihr euch ausgerechnet mit den Kuran befasst, wenn ihr Jäger seid?", den bestimmten Ausdruck kannte ich nicht, er war mir auch vollkommen egal.
"Weißt du... wenn man in Afrika Urlaub macht, kann es durchaus vorkommen, dass man von einem Löwen bedroht wird... Vampire sind Raubtiere. Warum verbietet man ihm seine Natur?", ich kannte die Antwort bereits darauf. Haie fraßen Fische, wir können nichts dagegen tun und nehmen es hin. Warum nehmen wir es nicht hin, dass wir der Natur ihren Lauf lassen und den Vampiren gestatten, Blut zu trinken. Ich wollte sie keinesfalls in Schutz nehmen. Ich wollte lediglich nie mehr erleben müssen, wie eine Familie von den selben Angreifern wie meine auseinandergerissen wird.
"Ich meine.. es gibt Blutbänke mit verschiedenen Geschmacksrichtungen... Warum müssen wir Krieg mit ihnen führen?", ja, vielleicht war ich so still und vernünftig, weil ich wusste, dass ich selbst nicht normal war.
Oder es ist alles nur ein Traum und ich werde bald aufwachen.


[Hey, das ist ein RPG das Temperament gehört Dawn und Hikari nicht unsxD]
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Dawn Saito

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BeitragThema: Re: Zimmer 7 von Dawn und Hikari   Fr März 11, 2011 10:06 pm

Ich zuckte kurz mit den Schultern. "Gut. Dann wäre das wohl geregelt." Ich nickte mit dem Kopf. "Die Bestie hat das getan. Aber du hättest mich wohl nicht angesprungen. Das einzige, was du getan hättest, wäre, mir üble Beleidungen an den Kopf zu schmeißen und wie ein Rohrspatz zu fluchen." Ich kicherte auch.
Ich setzte mich auf das Bett neben ihren Kopf. "Ich kenne es nicht anders. Ich wurde aufgezogen um Vampire zu töten. Ich habe nie etwas anderes getan, um für meinen jetzigen Posten zu trainieren. Ich kann es mir gar nicht vorstellen, wie es wäre, nicht diese Aufträge auszuführen." Ich griff hinter mich in den Verbandskasten und zog ein Pflaster heraus. Dieses pappte ich auf die Schnittwunde an Hikaris Hals. Ich zwinkerte ihr zu. "Und als Hunter wird man selbstverständlich auch in der Ersten Hilfe ausgebildet."
Ungläubig starrte ich sie an. "Zweifelst du an meinen Worten? Naja. Ich kann es dir nicht übelnehmen. Ich hatte dir nichts erzählt. Aber ich habe dich auch nicht angelogen. Ich habe immer nur die halbe Wahrheit gesagt. Mehr nicht. Aber was solls. Ob du mir glaubst oder nicht, ist dir überlassen. Diese Schule ist genauso sicher wie ein Käfig voller hungriger Löwen." Ich legte mir einen Finger auf das Kinn. Wie konnte ich es Hikari am besten erklären? "Schwer zu sagen... In welcher Hinsicht meinst du das? Ich weiß nicht so genau, was du mit dieser Frage von mir wissen willst. Kannst du dich vielleicht ein bisschen genauer ausdrücken?" Ich war ratlos. Was wollte sie bitte wissen? Warum sich hier die Vampire scharten? Nein, das konnte nicht sein. Immerhin wusste sie gar nicht, dass Vampire in der Night Class vor sich hinlebten. Und wenn sie es wüsste, wüsste sie nicht, warum... Ich sollte wohl abwarten, was sie wirklich von mir verlangte. "Nicht so gut. Als er umkam, war ich noch ganz frisch in der Ausbildung. Aber ich habe zu ihm aufgesehen. Dein Vater war ein kluger, starker Hunter." Ich zuckte mit den Schultern. "Richtig.", stimmte ich ihrer Vermutung zu. "Ich habe sie bloß einmal gesehen, als ich den Rektor besucht habe. Meiner Meinung nach ist sie eher ein unscheinbares Mädchen. Du sagtest doch, Kaname Kuran würde sich für sie entscheiden. Ich verstehe dich nicht." Wer wollte schon etwas von einem Mädchen wie Yuki?
"Da bin ich mir nicht so sicher. Als wir uns kennenlernten warst du noch kein Vampir. Aber als du dann kreischend auf mich losgegangen bist, und mir den Hals zerkratzt hast, war ich anderer Meinung. Ich weiß nur, dass deine Mutter ein Vampir gewesen war. Vielleicht hat sie das an dich vererbt. Wirklich interessant.", murmelte ich.
Ich rieb mir kurz über die Augen. Die Kraft die ich angewendet hatte, um Hikaris Chakra zu blockieren, war vollkommen aus meinem Körper gewichen. Ich war wirklich erschöpft.
"Ich denke mal, sie wurden von den Huntern gelöscht. Von Vampiren wohl eher nicht, weil du dich nach dem Angriff in der Obhut des Verbands befunden hast."
Ich lachte amüsiert auf. "So wie es aussieht, scheinen wir es wohl nicht verbergen zu können. Immerhin sind wir gerade blutrünstig aufeinander losgegangen."
Ich hörte ihr aufmerksam zu. Sie hatte meine Aussagen richtig kombiniert. "Genau. Der Verband macht die Regeln und ich muss mich als Hunter daran halten. Es ist meine Lebensaufgabe. Ja, dürfen sie."
Meine Mundwinkel zuckten. "Wer nicht erledigt werden darf? Du stellst Fragen! Na schön. Die Level-A, -B, -C und -D Vampire dürfen nicht erledigt werden. Die einzigen Biester, die wir vernichten sind die Level-Es. Das sind die Vampire, die sich nicht mehr kontrollieren können und ziellos auf andere losgehen. Wir Hunter beseitigen also das Ungeziefer. Die Level-D sind die Vampire, die von einem Level-A gebissen wurden. Sie waren früher einmal Menschen. Diese Level-D erleiden das Schicksal, zum Level-E zu degenerieren. Die Level-C Vampire sind ganz normale Vampire, wie du sie aus Bilderbüchern kennst. Nichts besonderes. Bei Level-B wirds erst spannend. Sie gehören zu dem Adelgeschlecht der Vampire und haben besondere Fähigkeiten. Und nun komme ich zu den Level-A Vampiren. Auch bekannt als Reinblüter. Das sind die Vampire, in deren Adern kein einziger Tropfen menschliches Blut fließt. Und so haben sie auch die höchsten Lebenserwartungen und die mächtigsten Fähigkeiten. Sie sind die einzigen ihrer Art, die Menschen durch einen Biss in Vampire verwandeln können. Reinblüter werden wie Könige verehrt." Ich kicherte leise. "Aber wenn du mich fragst, ist da kein Unterschied zwischen den lästigen Viechern. Sie trinken alle Blut wie die Stechmücken. Nur, dass ich die einen jagen darf und die anderen nicht.", beendete ich meinen Vortrag.
"Jetzt ist meine Seele beschmutzt. Seit ich angegriffen wurde und am Auge verletzt wurde, verspüre ich nur noch Rachedurst. Ich sehne mich nach Vergeltung. Und das ist das, was mich zu einem Tophunter gemacht hat. Ich gehöre zu den Besten unseres Verbands." Ich verzog den Mund. "Tja. Sieht ganz so aus. Wir müssen uns wohl mit unserem Schicksal abfinden."
Ich streckte mich. Wohlig dehnte ich meine Muskeln. Sie schmerzten zwar, aber es tat mir trotzdem gut, sie zu bewegen. "Ich bin auch nicht der Besitz des Verbands. Aber ich verpflichte mich ihm. Und ich verpflichte mich dir."
Ihre Frage brachte mich zum Lächeln. "Ganz einfach. Weil sich ein guter Hunter nun mal mit einem Reinblüter und dessen Hintergrundgeschichte auseinandersetzt." Ich grinste sie an. Wie würde sie wohl darauf reagieren.
"Das ist der Kern der ganzen Hunter Sache. Eigentlich müssen Vampire kein Blut trinken. Wenn sie es nicht tun, dann werden auch nicht schwächer oder so. Nein, es geht ihnen nach wie vor gut. Vampire konsumieren Blut, wie Drogenabhängige Heroin und so weiter." Ich kämmte mir mit den Fingern durchs Haar. Es war von meinem Blut ganz verklebt. Auf ihre letzte Frage antwortete ich nicht. Vampire mochten kein abgestandenes Blut. Das war sicher. Aber diese Frage war trotzdem interessant.
Ich griff wieder zu meinem Dolch. "Ich werde dich wieder aus deiner Starre befreien. Aber wenn du wieder auf mich losgehst, werde ich mich gezwungen sehen, erneut dagegen vorzugehen." Ich legte meinen Zeige- und Mittelfinger auf die Stelle über ihrem Bauchnabel und befreite mit einem kurzen, mentalen Befehl ihr Chakra, sodass es wieder frei fließen konnte.
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